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Kreistag Bitburg-Prüm verabschiedet Haushaltsplan für das Jahr 2010

Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung am 8. März 2010 mit großer Mehrheit (bei zwei Enthaltungen der FDP und einer Gegenstimme durch "Die Linke") den Haushaltsplan 2010 beschlossen. Im Vergleich zum Jahr 2009 hat sich die Situation deutlich verschlechtert. Das Werk ist gekennzeichnet durch wegbrechende Einnahmen und steigende Ausgaben insbesondere im Sozialbereich. Zum Haushaltsausgleich fehlen 6,4 Mio. Euro. Und dabei ist schon berücksichtigt, dass die Kreisumlage um 1,9 Punkte ansteigen wird. Ohne diesen Schritt wäre das Defizit nochmals um etwa 1,5 Mio. Euro höher ausgefallen. So stand dann auch die Erhöhung der Kreisumlage im Blickpunkt des Geschehens. Dieser "Solidarpakt" verlange den 235 Gemeinden Substantielles ab, da ihnen parallel wegen einem deutlichen Rückgang der Steuergrundlagen selbst weitere Verluste drohten, so Landrat Dr. Streit. Und so folgten die Mitglieder aller Kreistagsfraktionen dem Vorschlag des Kreischefs in der jüngsten Sitzung auch nicht, darüber hinaus bereits zum heutigen Zeitpunkt auch die Umlage für 2011 um weitere zwei Punkte auf 41 Prozent und für 2012 auf 43 Prozent zu erhöhen, auch wenn diese Entwicklung nahezu absehbar scheint.

Denn mit Blick auf den Zuschussbedarf im Bereich Soziales und Jugend von etwa 30 Mio. Euro, einem Zuschussbedarf von rund 6 Mio. Euro bei der Schülerbeförderung sowie notwendiger Investitionen in den Bereichen Schulen und Straßenbau waren fast unisono alle Kreistagsmitglieder mit dem Landrat der Ansicht, dass es keinen Spielraum für Sparpotenziale mehr gäbe. Allein im laufenden Jahr 2010 wird der Kreis Investitionen in Höhe von 25 Mio. Euro schultern, von denen alleine 15 Mio. Euro die Schulsanierungen betreffen. Um diesem öffentlichen Auftrag gerecht zu werden, nimmt der Kreis Investitionskredite in Höhe von 14,1 Millionen Euro auf, und deckt laufende Kosten in 2010 mit Liquiditätskrediten von 3,4 Mio. Euro.

In den Erläuterungen zum Haushaltsplan hat die Verwaltung auf die desolate Finanzlage der rheinland-pfälzischen Landkreise hingewiesen. Insgesamt - auch im Ländervergleich und im Verhältnis zu den anderen Gebietskörperschaftsgruppen im Land - hat sie sich dramatisch verschlechtert. Seit nunmehr 20 Jahren in Folge verzeichnen die rheinland-pfälzischen Kommunen per Saldo Defizite; der Eifelkreis Bitburg-Prüm bildet hier keine Ausnahme. Die Liquiditätskredite sind bei den Kreisen seit dem Jahr 2000 um das 20-fache auf fast eine Milliarde Euro angewachsen; Tendenz weiter stark ansteigend. Die Steuereinnahmen der rheinland-pfälzischen Kommunen sind hingegen im Ländervergleich um ca. 15 Prozent unterdurchschnittlich.

Für die kommenden Jahre wird sich der Finanzbedarf weiter deutlich erhöhen. Ohne eine grundlegende Änderung in der Finanzausstattung werde sich die dramatische strukturelle Unterfinanzierung des Kreishaushaltes auf absehbare Zeit nicht bessern, so Landrat Dr. Streit. Nicht nur, dass ein Ausgleich des Finanzhaushaltes künftig unmöglich erscheine, rücke auch ein Ausgleich des Ergebnishaushaltes in noch weitere Ferne. Der Vermögensverzehr schreite deutlich voran. Mit Defiziten in den Ergebnishaushalten der kommenden Jahre zwischen 6 und 8 Mio. Euro, wäre das Eigenkapital bereits in gut 12 Jahren aufgezehrt, mahnte der Kreischef. Angesichts der dramatischen Finanzlage der Kommunen müsse man den Mut haben, "in neuen Systemen zu denken", so Dr. Streit in Übereinstimmung mit der überwiegenden Mehrheit des Kreistages. Denkbar, effektiv und wünschenswert wäre beispielsweise ein direktes Zugriffsrecht auf Steuern, in dem es nach wie vor eine Grundumlage gäbe, bei der je ein Drittel der Steuereinnahme bei der Gemeinde, der Verbandsgemeinde und dem Kreis verblieben. Aufgaben, die der Kreis darüber hinaus für die Gemeinden übernähme, sollten über ein eigenes Heberecht direkt vom steuerzahlenden Bürger finanziell mitgetragen werden. Welche Option faktisch auch immer zum Tragen kommt, eine Reform scheint unumgänglich.

Um auf die desolate Finanzsituation der Gemeinden hinzuweisen, haben die im Kreistag vertretenen Fraktionen daher auf Antrag der CDU eine Resolution verabschiedet, in der Bund und Land dringend aufgefordert werden, die Finanzausstattung der Kommunen zu reformieren.

 

Die "Bioenergieregion Eifel" geht ans Datennetz

Unter dem Slogan "Die Eifel mobilisiert Energie für die Zukunft" haben die drei benachbarten LEADER-Regionen "Eifel" in Nordrhein-Westfalen sowie "Bitburg-Prüm" und "Vulkaneifel" in Rheinland-Pfalz erfolgreich am Bundeswettbewerb Bioenergie-Regionen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilgenommen. "Schwerpunkte unseres Entwicklungskonzeptes sind der Aufbau und die Verstetigung von regionalen Wertschöpfungspartnerschaften in den Bereichen Energieholz, Biogaseffizienz und Biomassehöfen sowie die Vernetzung der lokalen Akteure und Initiativen der Eifel, um damit Synergieeffekte zu erzielen", so Markus Pesch, Netzwerkmanager der Bioenergieregion.

Noch mangelt es hierzu an Kontakten zwischen den verschiedenen Bioenergie-Akteuren, deren Zahl auf über 100 geschätzt wird. Handlungsbedarf gibt es aber auch bei der effizienteren Nutzung bereits bestehender Anlagen. Die neue Internetseite der Bioenergieregion bietet nunmehr unter www.bioenergie-eifel.de als Vernetzungselement eine erste Informations- und Kommunikationsplattform für alle Akteure innerhalb und außerhalb der Region. Die langfristige Vision ist der Umbau der Energieversorgung in der Mittelgebirgsregion Eifel auf erneuerbare Energien. "Daher sollen die Aktivitäten in ein Gesamtkonzept zum Klimaschutz sowie zum Stoff- und Ressourcenmanagement in der Eifel eingebettet werden. Auch hierzu bildet die Internetpräsenz einen wichtigen Baustein in der Gesamtentwicklung. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme und Situationsanalyse werden wir ab Mai dieses Jahres in die Umsetzungsphase treten", so Pesch.

Ansprechpartner beim Eifelkreis sind Rainer Wirtz, Tel. 06561-15-3510,  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können   und Otmar Banz, Tel. 06561-15-4060, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

 

Altengerecht und barrierefrei Wohnen - finanziert mit den Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz

Die meisten Menschen möchten auch im höheren Lebensalter selbstbestimmt und eigenverantwortlich in den eigenen vier Wänden leben. Bauliche Maßnahmen, die das Wohnen im Alter ermöglichen und erleichtern, unterstützt das rheinland-pfälzische Finanzministerium im Rahmen des Modernisierungsprogramms mit zinsverbilligten Darlehen oder Zuschüssen. Es handelt sich um eine einkommensabhängige Förderung. Der Förderkatalog beinhaltet unter anderem die Verbreiterung von Türen, den Einbau einer Rampe für den barrierefreien Zugang zur Wohnung oder die bodengleiche rollstuhlgerechte Dusche.

Ab diesem Jahr zählt auch der Einbau von technischen Unterstützungssystemen zu den förderfähigen Maßnahmen - ein wichtiger Baustein, um die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und ihnen zu ermöglichen, länger in der eigenen Wohnung zu verbleiben. Konkret werden gefördert: Vorrichtungen für die Abschaltung von Lichtquellen und elektrischen Geräten, wie beispielsweise Bügeleisen, Herd, Kaffeemaschinen, über ein zentrales Steuerungssystem, bedienbare elektrische Rollläden sowie die Anschaffung des erforderlichen, einfach bedienbaren Steuerungsgeräts. Zusätzlich gibt es Fördermittel für die Anbringung von Sensoren an Fenstern und Haustüren, die offene Fenster und Türen bei Verlassen der Wohnung anzeigen, sowie Bewegungsmelder und Wasserflusssensoren, die Aufschluss über Aktivitäten der Bewohner geben. Dies dient vor allem der Sicherheit.

Eigentümer von Wohnimmobilien können über ihre Hausbank ein zinsverbilligtes Darlehen bei der Landestreuhandbank Rheinland-Pfalz (LTH) beantragen. Die Höhe dieses Darlehens beträgt 460 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Grundlage für den Antrag ist die Bestätigung für die Inanspruchnahme der Zinsgarantie, die von der zuständigen Kreis- oder Stadtverwaltung ausgestellt wird.

Als Alternative zu den Darlehen gibt es im Modernisierungsprogramm einen nicht zurückzuzahlenden Investitionszuschuss in Höhe von 25 Prozent der Investitionen für Modernisierungsmaßnahmen zwischen mindestens 2.000 Euro und höchstens 10.000 Euro pro Wohnung. Anträge nimmt die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm entgegen.

Informationen erhalten Interessenten auf den Internetseiten der LTH unter www.lth-rlp.de oder bei der Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm, Trierer Str. 1, 54634 Bitburg, Tel.: 06561 15-3150, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

 

Nobelpreisträgerin Herta Müller liest in der Eifel

Selbst für den Verlag war es eine Sensation: Herta Müller, die Nobelpreisträgerin für Literatur 2009, kommt in die Eifel. Schon 2003 und 2008 war sie Gast des Eifel-Literatur-Festivals, als weltweit gefeierte Nobelpreisträgerin kehrt sie zurück. Am Montag, 17. Mai 2010, liest sie in der Aula der Wandalbert-Hauptschule in Prüm aus ihrem Roman "Atemschaukel", veröffentlicht im August 2009.

Moderieren wird ihr langjähriger rumäniendeutscher Wegbegleiter Ernest Wichner, seit 2003 Leiter des Literaturhauses in Berlin. Seit Jahren hatte Herta Müller keinen Roman mehr veröffentlicht. Nun erzählt sie in einem überwältigenden, poetischen Roman "Atemschaukel" von dem Schicksal deportierter Rumäniendeutscher in den Arbeitslagern Stalins. Sie erzählt vom unmenschlichen Terror von Hunger, Kälte und Todesqualen, sprachlich klar und bilderstark. "Ein atemberaubendes Meisterwerk", urteilte die Zeit über den Bestseller, der seit seinem Erscheinen mehr als 400.000 Mal über die Ladentheke gegangen ist. Herta Müller, 1953 in Nitzkydorf/ Rumänien geboren, lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Seit 1982 veröffentlicht sie Romane, Erzählungen und Gedichte, für die sie national und international viele renommierte Auszeichnungen und Preise erhielt. Mit dem Nobelpreis 2009 erhielt sie die höchste literarische Auszeichnung weltweit.

Für den Organisator Dr. Josef Zierden ist mit der Zusage von Herta Müller ein monatelanger Anfragemarathon erfolgreich zu Ende gegangen. Ein Grund, warum er den Terminstopp des Verlags seit der Nobelpreisbekanntgabe am 8. Oktober überwinden konnte: Seit 1987 schreibt er schon im "Kritischen Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" über Herta Müller. Zuletzt bekam er den Auftrag, für das renommierte Standardwerk "Kindlers Literatur Lexikon" den Werkartikel zu "Atemschaukel" zu schreiben. Er erschien im Januar 2010 in der Online-Aktualisierung des Werks. Dr. Zierden sandte ihn Herta Müller, mit der er seit Jahren in direktem Kontakt steht. Prompt sagte sie ihm zu. Weitere Tickets und Infos gibt es unter www.eifel-literatur-festival.de.

Christoph Cremer zum neuen Leiter der Polizeiinspektion Prüm ernannt

Mit Wirkung vom 1. Februar 2010 wurde Polizeihauptkommissar Christoph Cremer die kommissarische Leitung der Polizeiinspektion Prüm übertragen. Er tritt damit die Nachfolge des Ersten Kriminalhauptkommissar a. D. Josef Junk an, der seit Anfang des Jahres Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land ist. Christoph Cremer gehört seit 1976 der Polizei des Landes an und war zuletzt als Dienstgruppenleiter und Koordinator für den Kräfteeinsatz bei der Polizeiinspektion Wittlich eingesetzt. Der Behördenleiter des Polizeipräsidiums Trier, Lothar Schömann, führte den 52-Jährigen in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus dem öffentlichen Leben im Konvikt in Prüm in sein neues Amt ein.

IHK-Wirtschaftsforum in Bitburg

Unter dem Motto "Stark für den Aufschwung" lädt die IHK Trier alle Unternehmen des Eifelkreises Bitburg-Prüm und weitere Interessenten zu ihrem diesjährigen IHK-Wirtschaftsforum nach Bitburg ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 8. März 2010 ab 19 Uhr in der Stadthalle Bitburg statt.

Unter Moderation von ZDF-Journalistin Valerie Haller diskutieren regionale Unternehmensvertreter, wie sich die regionalen Unternehmen mit einer innovations-, markt- und kundenorientierten Ausrichtung in einem schwierigen Umfeld erfolgreich am Markt positionieren können und wie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen.

Den Einführungsvortrag hält Professor Dr. Dr. hc. mult.  Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Professor Wahlster ist Mitglied der Forschungsunion der Bundesregierung und der Nobelpreisakademie und unter anderem Träger des Deutschen Zukunftspreises.

Zu der wirtschaftspolitischen Ausrichtung des Landes Rheinland-Pfalz spricht Hendrik Hering, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz.

Anmeldungen unter: IHK Trier, Herzogenbuscher Straße 12, 54292 Trier, Tel. 0651/9777-502, Fax: 0651/9777-505, mailto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

 

Kreisarchiv Bitburg-Prüm: "Tag der offenen Tür"

"Dem Verborgenen auf der Spur". - Unter diesem Motto veranstaltet das Kreisarchiv des Eifelkreises Bitburg-Prüm am Samstag, 6. März von 10 - 16 Uhr und am Sonntag, 7. März von 10 - 14 Uhr den "Tag der Archive".

 Im Rahmen dieser deutschlandweiten Aktion besteht an diesen "Tagen der offenen Tür" die Möglichkeit, das Kreisarchiv in seiner Vielfalt kennen zu lernen, einfach mal reinzuschnuppern um zu sehen, was ein Archiv ist, was dort wie und warum gemacht wird. Besucher können eintauchen in die Welt ihrer Vorfahren, Schriften aus vergangenen Zeiten lesen, Bilder ihres Dorfes aus früheren Zeiten sehen und so unmittelbar erleben, dass ein Archiv ein Ort lebendiger Geschichte und kein dunkler verstaubter Keller ist.

Eifelkreis investiert 44 Mio. Euro in Schulen

In einer am 19. Februar 2010 zusätzlich in den Terminkalender aufgenommenen Sitzung des Kreistages stand schwerpunktmäßig das Thema Schulen auf der Tagesordnung. Denn die Schullandschaft, auch im Eifelkreis, ist im Umbruch. Die vom Land mit der Änderung des Schulgesetzes 2008 formulierten Mindestgrößen von Schulen und die demografische Entwicklung führen im Eifelkreis Bitburg-Prüm dazu, dass voraussichtlich sechs Hauptschulstandorte die Schulstrukturreform nicht überstehen werden. Die Hauptschulen in Idenheim und Daleiden wurden bereits geschlossen. Die Hauptschulzweige der Grund- und Hauptschulen Kyllburg und Waxweiler werden mit Ablauf des Schuljahres 2009/10 ebenfalls aufgehoben werden. Gleichzeitig entstehen mit den Realschulen plus neue Schulformen. In Bitburg und Prüm werden die dort vorhandenen Haupt- und Realschulen ab dem 01.08.2010 zu Realschulen plus verschmelzen. Schulträger dieser Schulen wird der Eifelkreis sein.

Bereits am 23. März 2009 hatte der Kreistag grundsätzlich beschlossen, die Trägerschaft für alle Sekundarschulen im Eifelkreis zu übernehmen. Den Anträgen der Verbandsgemeinden Irrel und Prüm auf Übertragung der Trägerschaft für die Realschule plus Bleialf und die für die Grund- und Realschule plus Irrel auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm und den damit abzuschließenden Vereinbarungen über den Vermögensübergang stimmte der Kreistag einvernehmlich zu. Der Kreis ist nach Abschluss der Schulstrukturreform für alle weiterführenden Schulen - mit Ausnahme der Schulen in freier Trägerschaft - zuständig.

Damit kommt  auf den Eifelkreis ein millionenschweres Investitionsprogramm zu. Für die kreiseigenen 13 Schulen mit 16 Schulgebäuden und 9 Turnhallen fallen in den nächsten Jahren erhebliche Sanierungs- und Investitionskosten an. Das Gesamtvolumen wird auf insgesamt rd. 65 Mio. Euro geschätzt. Nach Abzug von Fördermitteln muss der Eifelkreis Bitburg-Prüm voraussichtlich 44 Mio. Euro selbst finanzieren. Im ersten Schritt wird in den Osterferien mit der Sanierung der Toilettenanlage der Otto-Hahn-Realschule Bitburg begonnen und anschließend der gesamte Gebäudekomplex energetisch saniert.

Landrat Dr. Streit betonte, dass das Geld zur Finanzierung der Investitionen in die Schulbauten, in denen die Kinder der kommenden Generationen unterrichtet würden, gut angelegt sei. Auch die Rückzahlung dieser Kredite sei eine Generationenverpflichtung. Der Kreistag beschloss das Investitionsprogramm ohne Gegenstimme.

Schließlich beschloss der Kreistag die Einrichtung von zwei Arbeitskreisen zur Festlegung von baulichen Standards mit Blick auf die anstehenden energetischen Sanierungen an den Schulbauten und für eine "gesunde Schulernährung".

Kommunaler Jugendscout: Beratung für Jugendliche in Notsituationen

Der "Kommunale Jugendscout" ist ein Projekt, das seit 2004 im Eifelkreis Bitburg-Prüm etabliert ist und aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfond gefördert wird. Die Kreisverwaltung hat den Caritasverband als Träger mit der Durchführung beauftragt hat. Das Kreisjugendamt fördert zudem über einen jährlichen Zuschuss die Möglichkeit des "Begleiteten Wohnens", die der Jugendscout des Caritasverbandes je nach Einzelfall zur Verfügung stellen kann.

Der kommunale Jugendscout bietet Beratung und Hilfe für Jugendliche und junge erwerbsfähige Erwachsene unter 25 Jahren, deren dauerhafte berufliche und soziale Integration durch Benachteiligung im sozialen, familiären und/oder psychischen Bereich beeinträchtigt ist. Mit diesem Angebot sollen Jugendliche und junge Erwachsene auf einem bewusst niedrigschwelligen Niveau angesprochen werden, die durch die vorhandenen Angebote zur beruflichen Eingliederung bisher nicht erreicht wurden und die aufgrund ihrer häufig multifaktoriellen Beeinträchtigungen bisher nicht durch andere soziale Netzwerke aufgefangen werden konnten.

Ein großer Bereich der Arbeit des Jugendscouts ist die Beratung und Betreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in akuten Notsituationen. Diese Notsituationen sind meist gekennzeichnet von z.B. drohender oder bereits bestehender Wohnungslosigkeit, keinerlei sozialer Absicherung, keinerlei finanzieller Mittel, Arbeitslosigkeit, psychischer Beeinträchtigungen, Gewalterfahrungen, Drogenproblematik, um nur einige Aspekte zu nennen. Hier dient der Jugendscout als erste Anlaufstelle für betreffende Jugendliche, um mit ihnen gemeinsam einen Hilfeprozess zu planen und auch konkrete Hilfestellung zu leisten, z.B. durch Begleitung zu Behörden, Hilfe bei der Wohnungssuche, materielle Hilfen z.B. durch Möbelspenden, Vorfinanzierung von Mietkautionszahlungen usw.  Diese kurzfristigen finanziellen Hilfestellungen werden durch den jährlichen Kreiszuschuss für das Projekt ohne bürokratische Hemmnisse ermöglicht, wobei jedoch eine Aufgabe des Jugendscouts auch darin besteht, Kostenträger für die unterschiedlichen Bedarfe der Jugendliche zu finden. Die Hauptaufgabe in dieser Phase der Beratung und  Betreuung besteht zunächst darin, eine existentielle Grundsicherung herzustellen und im nächsten Schritt eine Stabilisierung der Lebensverhältnisse zu erreichen und die Motivation der Jugendlichen, über eine schnelle Krisenintervention hinaus an der Gestaltung eines geregelten Lebens zu arbeiten.

Wenn sich im Laufe der Arbeit mit den Jugendlichen herausstellt, dass sie zunächst nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten weitestgehend selbständig zu regeln und so eine Stabilisierung der Lebensverhältnisse nicht erreicht werden kann, aber eine Rückkehr bzw. ein Verbleib im elterlichen Haushalt aus den verschiedensten Gründen ebenfalls ausgeschlossen ist, kann  diesen Jugendlichen für eine gewisse Zeit eine Wohnmöglichkeit und eine entsprechende Begleitung und Betreuung zur Verfügung gestellt werden, um ihnen damit den Rahmen und die Zeit zu geben, ihr Leben mit der notwendigen Unterstützung zu ordnen und um eine soziale wie berufliche Perspektive zu entwickeln. Diese Möglichkeit ist nur über die Förderung durch den Eifelkreis Bitburg-Prüm möglich. In der Vergangenheit hat sich hierbei bereits häufig die enge Kooperation mit vom Jugendamt installierten Hilfen zur Erziehung als sehr erfolgreich und effektiv erwiesen. Auch bei der Betreuung von jungen allein erziehenden Müttern, die von Seiten des Jugendamtes unterstützt werden, hat sich eine enge Kooperation mit den freien Trägern der Jugendhilfe bereits in einigen Fällen bewährt.

Im Jahr 2009 haben insgesamt 93 Jugendliche und junge Erwachsene das Beratungsangebot des Kommunalen Jugendscouts im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Anspruch genommen.

 

Sonderförderprogramme der KfW Mittelstandsbank

Die KfW-Mittelstandsbank hat im Rahmen ihrer Sonderprogramme für mittelständische Unternehmen (Programmnummer 87) und große Unternehmen (Programmnummer 88) die tilgungsfreien Anlaufjahre für Unternehmenskredite erhöht. Zur Finanzierung von Betriebsmitteln (einschließlich Warenlager sowie sonstiger Liquiditätsbedarf) erhöht sich in der Variante "Flexibel" die tilgungsfreie Anlaufzeit von bisher einem Jahr auf zwei Jahre.

Adressaten für diese Sonderprogramme sind freiberuflich Tätige und mittelständische Unternehmen mit einem maximalen Gruppenumsatz von 500 Mio. Euro sowie große Unternehmen mit einem Gruppenumsatz von mehr als 500 Mio. Euro, die keinen Zugang zum Aktien- und Anleihenmarkt haben. Die Gewährung von Krediten erfolgt nicht unmittelbar durch die KfW, sondern ausschließlich über Kreditinstitute. Die Wahl des Kreditinstituts steht dem Antragsteller frei.

Der Kreditbetrag für die Betriebsmittelfinanzierung in der Variante "Flexibel" beläuft sich für mittelständische Unternehmen auf maximal 50 % der letzten Bilanzsumme des Antragstellers und bei nicht bilanzierenden Unternehmen / freiberuflich Tätigen auf 50 % des letzten Jahresumsatzes.

Der Kreditbetrag beläuft sich auf maximal 50 Mio. Euro. Bei der Finanzierung von Betriebsmitteln beträgt die Laufzeit bis zu fünf Jahre bei höchstens zwei tilgungsfreien Anlaufjahren in der Variante "Flexibel". Für große Unternehmen beläuft sich der Kreditbetrag für die Betriebsmittelfinanzierung in der Variante "Flexibel" auf maximal 50 % der letzten Bilanzsumme des Antragstellers.
Die Kredithöhe umfasst einen Betrag von maximal 300 Mio. Euro pro Unternehmensgruppe / Konzern. Die Laufzeit beträgt in der Variante "Flexibel" für große Unternehmen bis zu fünf Jahre bei höchstens zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Für die Finanzierung von Betriebsmitteln kann eine Haftungsfreistellung von 60 % des Kreditbetrages für freiberuflich Tätige und Mittelständler bzw. von 50 % des Kreditbetrages für große Unternehmen beantragt werden.
Eine aktuelle Konditionenübersicht steht im Internet unter www.kfw-mittelstandsbank.de zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Programmen sind erhältlich unter der Rufnummer 01801/ 242428. Auskünfte erteilt auch das Amt für Wirtschaftsförderung des Eifelkreises Bitburg-Prüm. Ansprechpartner sind: Günter Gansen, Tel.:06561-15-3530, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können und Dorothea Schönhofen Tel.:06561-15-3540, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

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