Welche Auswirkungen haben Erfahrungen vor der Geburt und in den ersten Lebensjahren auf die Entwicklung eines Kindes? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Fachveranstaltung zum Thema „Epigenetik im Kontext von Pflege und Adoption“.
Eingeladen hatten der Pflegekinderdienst der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm gemeinsam mit der Kreisverwaltung Daun und der Stadtverwaltung Trier. Die Veranstaltung richtete sich an Pflege- und Adoptiveltern sowie Fachkräfte, die Kinder und Familien begleiten.
Als Referentin konnte die Neurobiologin Dr. Nicole Strüber gewonnen werden. Sie vermittelte aktuelle Erkenntnisse aus der Hirn- und Entwicklungsforschung und stellte dabei insbesondere die Frage in den Mittelpunkt, wie vorgeburtliche und frühkindliche Erfahrungen die Entwicklung des kindlichen Gehirns beeinflussen können.
Für Pflege- und Adoptivkinder ist dieses Wissen besonders relevant, da frühe Belastungen, Vernachlässigung, Gewalt oder Bindungsabbrüche ihre Entwicklung beeinflussen können. Gleichzeitig wurde deutlich: Frühe Belastungen bestimmen nicht zwangsläufig den weiteren Lebensweg. Verlässliche Beziehungen, Sicherheit und feinfühlige Bezugspersonen können wichtige Voraussetzungen für positive Entwicklung und Resilienz schaffen.
Die große Resonanz auf die Veranstaltung unterstrich das Interesse an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Fachpraxis sowie Pflege- und Adoptivfamilien ist für die Jugendämter ein wichtiger Baustein, um Kinder und Familien bestmöglich zu unterstützen.
Sollte Ihr Interesse an dem Thema geweckt sein und Sie mehr Informationen rund um das Thema Pflegekind haben wollen, beraten die Kollegen der Kreisverwaltung sie gerne. Es ist auch möglich, einen direkten Kontakt zu Pflegefamilien herzustellen.
Die Pflegeeltern Claudia und Stefan Mans erreichen Sie unter Whatsapp: 015120521466
Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich an die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes: pkd@bitburg-pruem.de

