Der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL, besuchte anlässlich des Übergangs der Trägerschaft das Krankenhaus in Prüm. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Dr. med. Christian Elsen, Geschäftsführer Michael Wilke und Pflegedirektorin Rita Gast freut er sich über den Beginn der neuen Trägerschaft des Eifelkreises. Foto: Kreisverwaltung
Anlässlich der Übernahme durch den Eifelkreis besuchte der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL, das Krankenhaus und nutzte die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Mitarbeitenden sowie den Verantwortlichen des Hauses.
„Der heutige Tag ist ein wichtiges Signal für die Menschen in unserer Region. Es ist gelungen, den Krankenhausstandort in Prüm zu erhalten und ihm eine Perspektive zu geben. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses. Sie haben in einer für alle Beteiligten schwierigen Zeit außerordentliche Loyalität, großes Engagement und bemerkenswertes Durchhaltevermögen bewiesen. Mit ihrer täglichen Arbeit haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass der Krankenhausbetrieb jederzeit zuverlässig aufrechterhalten werden konnte. Dafür gebührt Ihnen unser aufrichtiger Dank“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL.
Auch Gesundheitsminister Clemens Hoch würdigte den Übergang des Krankenhauses in kommunale Trägerschaft. Er erklärte: „Der Übergang des St. Joseph-Krankenhauses Prüm in die Trägerschaft des Eifelkreises ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Krankenhausstandorts und damit für die medizinische Versorgung der Menschen in der Region. Der Eifelkreis übernimmt damit Verantwortung für einen Standort, der für die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung im Eifelkreis und darüber hinaus von großer Bedeutung ist. Ich danke allen Beteiligten, die diesen Übergang in einer anspruchsvollen Situation mit großem Engagement und konstruktiver Zusammenarbeit ermöglicht haben. Mit dem Trägerwechsel beginnt jetzt ein neues Kapitel für das St. Joseph-Krankenhaus Prüm“.
Dem heutigen Schritt waren viele Monate intensiver Verhandlungen und Entscheidungen vorausgegangen. Nach der wirtschaftlichen Krise des Krankenhauses und dem eingeleiteten Insolvenzverfahren hatten sich der Eifelkreis Bitburg-Prüm und das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam für den Erhalt des Standortes eingesetzt und große Anstrengungen unternommen, eine Einigung mit den Gläubigern zu finden sowie eine Zukunftsperspektive zu schaffen.
Bereits im Frühjahr 2026 hatte der Kreistag die notwendigen Beschlüsse gefasst, um den Fortbestand des Krankenhauses zu sichern und einen geordneten Übergang in kommunale Verantwortung zu ermöglichen. Das Land Rheinland-Pfalz hat dabei jederzeit zu seinen Investitionskostenverpflichtungen gestanden und damit seinen Beitrag zur Sicherung des Krankenhausstandortes geleistet.
Derzeit läuft das Verfahren zur Vergabe der künftigen Betriebsführung. Diese soll im ersten Quartal 2027 neu aufgestellt werden.
Die St. Joseph Eifelklinik Prüm blickt auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück und ist seit Generationen ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in der Region. Mit rund 450 Beschäftigten zählt das Haus zugleich zu den größten Arbeitgebern in der Region.
Der Eifelkreis Bitburg-Prüm verbindet mit der Übernahme die klare Zielsetzung, den Krankenhausstandort Prüm dauerhaft zu sichern und gemeinsam mit den Mitarbeitenden, den medizinischen Fachkräften sowie den Partnern im Gesundheitswesen erfolgreich in die Zukunft zu führen.

