Symbolische Übergabe des Housinggeländes durch die BImA an die kommunalen Partner (Foto: Kreisverwaltung)
Die Zuständigkeiten sind verteilt: Die Stadt Bitburg übernimmt das ehemalige Kindergartengebäude und die Sportanlagen, der Eifelkreis Bitburg-Prüm die ehemalige High School mit Turnhalle. Der Zweckverband Flugplatz Bitburg ist Eigentümer der Erschließungsanlagen einschließlich Straßen, Wegen und Leitungsnetzen. Das übrige Gelände ging an die Objektgesellschaft Bitburg Housing GmbH.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat das Areal an die kommunalen Partner übergeben. Eine zentrale Aufgabe ist die Schaffung neuen bezahlbaren Wohnraums, die die BImA durch die Gewährung einer Verbilligung unterstützt: Für die auf dem Gelände geplanten 100 Sozialwohnungen und weitere öffentliche Nutzungen (Schule, Kindertagesstätte, Sport- und Freizeitanlagen) konnte die BImA einen Kaufpreisabschlag in Höhe von rund 5 Millionen Euro gewähren und auf diese Weise vor allem einen großen Beitrag zur Schaffung von preisgünstigen Wohnungen leisten.
Wie bereits bei der Konversion des Flugplatzes Bitburg und der Umnutzung der Alten Kaserne arbeiten die kommunalen Akteure und die BImA eng und vertrauensvoll zusammen. Der stellvertretende Verbandsvorsteher Heiko Jakobs und der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL, dankten der BImA ausdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit.
Planungen und Erschließung werden vorangetrieben
Die Entwicklung des Areals zu einem modernen Stadtquartier soll zügig vorangehen. Die Stadt Bitburg und der Zweckverband Flugplatz Bitburg haben die Verfahren zur Schaffung des erforderlichen Baurechts bereits eingeleitet. Der Abschluss ist für 2028 vorgesehen. Parallel dazu plant der Zweckverband die Erschließungsmaßnahmen.
Zur Unterstützung der anspruchsvollen Entwicklung wurde der Zweckverband in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen. Für Planung und öffentliche Erschließung wurden Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 75 Prozent in Aussicht gestellt. Derzeit wird ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erarbeitet, das sowohl öffentliche Maßnahmen als auch die Entwicklung privater Flächen berücksichtigt.
Das städtebauliche Konzept wurde im Oktober 2026 von den Gesellschaftern der Projektgesellschaft Bitburg Housing beschlossen. Bis Jahresende sollen die weiteren Planungen einschließlich Finanzierungs- und Wärmekonzept konkretisiert werden.
Im ersten Halbjahr 2027 soll die Entwicklungsgesellschaft Bitburg Housing GmbH als Zusammenschluss der Projekt- und Objektgesellschaft das Gelände übernehmen. In einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) mit dem Zweckverband, kommunalen Banken, E.ON und der Quartiersmanufaktur als Projektentwickler soll sie in den kommenden 15 Jahren die Baufelder entwickeln und die Flächen vermarkten.

