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Neues Virus bei Rindern in Süddeutschland nachgewiesen

Laut FLI zeigten die klinisch auffälligen Tiere Fieber, Durchfall und teils einen deutlichen Milchrückgang. Neben den Rindern scheinen auch Schafe und Ziegen zum potentiellen Wirtspektrum des durch Gnitzen übertragbaren Virus zu zählen. Aborte und Missbildungen können ebenfalls durch diese Virusgruppe verursacht werden, so auch möglicherweise durch das neue Virus.

Der Nachweis des neuen Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe in Verdachtsproben ist derzeit nur am FLI möglich. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) wird zeitnah die Untersuchungsmethode etablieren, um Blutproben (EDTA- und Serumproben) differenzialdiagnostisch untersuchen zu können.

Auch wenn derzeit das neue Virus in Rheinland-Pfalz noch nicht nachgewiesen wurde, werden die üblichen Vorsorgemaßnahmen gegenüber Stechmücken/Gnitzen empfohlen. Außerdem wird um erhöhte Wachsamkeit beim Auftreten der oben genannten Symptome gebeten.

Nach derzeitigem Stand wird vom FLI nicht von einem Infektionsrisiko für den Menschen ausgegangen.

Weitere Informationen erteilen der Rindergesundheitsdienst des LUA unter 0261 / 9149 -385 und -386 sowie das Veterinäramt der Kreisverwaltung unter 06561 / 15 -5320 und -5321.