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Meilenstein für die Sicherung der
medizinischen Versorgung im Eifelkreis

Die Unterzeichner von links: Jakob Joeres (Sachwalter), Michael Ludwig, MdL (Erster Kreisbeigeordneter Eifelkreis Bitburg-Prüm), Michael Wilke (Geschäftsführer St. Joseph-Krankenhaus Prüm). Foto: Kreisverwaltung

Mit der heutigen notariellen Beurkundung der Investorenvereinbarung zwischen der St. Joseph-Krankenhaus gemeinnützige GmbH, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Sachwalter Rechtsanwalt Jakob Joeres ist ein entscheidender Schritt zur Zukunftssicherung des St. Joseph-Krankenhauses in Prüm gelungen. Die Vereinbarung bildet die vertragliche Grundlage für die geplante Übernahme der Gesellschaft durch den Eifelkreis im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens. Ziel ist es, den Krankenhausbetrieb langfristig zu sichern.

Das St. Joseph-Krankenhaus ist als Krankenhaus der Grundversorgung mit 150 Planbetten in den Krankenhausplan Rheinland-Pfalz aufgenommen und beschäftigt rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um den Fortbestand des Krankenhauses nicht zu gefährden, kommt der Eifelkreis seiner Aufgabe in der Sicherstellung der stationären Versorgung nach. „Der Erhalt des Standortes ist für den Eifelkreis von enormer Bedeutung. Mit der Übernahme schaffen wir eine Perspektive für die Fortführung des Krankenhauses und damit für die stationäre Versorgung der Menschen in der Region“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL.

Die jetzt getroffene Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kreistages in seiner Sitzung am 7. September 2026. Der wirtschaftliche Übergang ist zum 1. Oktober 2026 vorgesehen. Mit der Vereinbarung wird der Fortbestand der Arbeitsplätze gesichert; ein detaillierter Wirtschafts- und Finanzplan soll in diesem Herbst erarbeitet werden.

„Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Seit November 2025 wurde neben dem laufenden Tagesgeschäft mit großem Einsatz an einer tragfähigen Lösung für das Krankenhaus gearbeitet. Ich danke den Mitgliedern der Kreisgremien, unseren Beratern der Kanzlei Heuking und der Managementberatung Borschers & Kollegen sowie insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die diesen komplexen Prozess mit großem Engagement begleitet und vorangetrieben haben“, so Michael Ludwig.

Gesundheitsminister Clemens Hoch ergänzt: „Ich freue mich sehr über die positive Entwicklung für das St. Joseph-Krankenhaus Prüm und die Region. Wir haben immer gesagt: Dieser Standort ist für die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung der Menschen im Eifelkreis und darüber hinaus von zentraler Bedeutung. Mit der jetzt angekündigten Übernahme des Krankenhauses steht der Eifelkreis Bitburg-Prüm zu seiner Verantwortung, und dafür bin ich sehr dankbar. Auch für die konstruktive und zielgerichtete Zusammenarbeit aller Beteiligten im Sinne der Patientinnen und Patienten, aber auch der Mitarbeitenden, danke ich ausdrücklich. Verhandlungen in einem Insolvenzverfahren sind stets schwierig und verlangen allen Akteuren viel ab. Vor allem die Mitarbeitenden haben Geduld gezeigt und nie die Hoffnung verloren, dass auch künftig die Versorgung der Menschen in der Eifel gesichert ist. Das Land steht auch weiterhin an der Seite des Eifelkreises“.