Für einen besonderen musikalischen Auftakt sorgte der Regenbogenchor des Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrums Prüm unter der Leitung von Lisa Arenth. Mit seiner Darbietung verlieh der Chor der Eröffnungsfeier eine besondere Atmosphäre und machte zugleich deutlich, wie vielfältig und ausdrucksstark die Perspektiven der Menschen sind, die mit psychischen Belastungen und Erkrankungen leben.
Der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL, begrüßte die Besucher der Ausstellung und hieß insbesondere den Ideengeber Axel Weiß willkommen. Den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sprach er seinen Dank und seinen Respekt aus. Die ausgestellten Arbeiten seien für ihn „ehrliche Kunst“.
Melanie Peier, kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes, würdigte den Mut und die Offenheit der Künstler, die durch ihre Werke die Menschen auf unterschiedliche Weise berühren – mal still, mal kraftvoll. Sie zeigte sich stolz über das innovative und gelungene Projekt ihrer Mitarbeiter, besonders Nina Kill, die dies mit viel Engagement und Enthusiasmus, seit einem Jahr, geplant und damit psychisch kranken Menschen eine Stimme gegeben haben.
Lisa Arenth dankte abschließend dafür, dass das Thema in die breite Öffentlichkeit getragen werde. Gerade die Verbindung von Kunst, persönlichem Erleben und gesellschaftlichem Austausch könne dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen zu fördern.
Die Vernissage machte deutlich: Kunst kann sichtbar machen, was sonst oft verborgen bleibt. „Ungefiltert“ gibt inneren Welten Raum und lädt dazu ein, genauer hinzusehen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung setzt damit ein Zeichen für Offenheit und einen selbstverständlicheren Umgang mit psychischer Gesundheit. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit – auch durch das Rahmenprogramm – über psychische Erkrankungen zu informieren, Stigmatisierung zu reduzieren und Ausgrenzungen entgegen zu wirken.

