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Bürgerarbeit im Eifelkreis: Zuschlag für ARGE Bitburg-Prüm

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ein von der ARGE Bitburg-Prüm eingereichtes Konzept zur Erprobung der "Bürgerarbeit" positiv bewertet und als Modellprojekt anerkannt. Bürgerarbeit ist die sozialversicherungspflichtige, befristete Beschäftigung von Leistungsempfängern (Arbeitslosengeld II) für zusätzliche Tätigkeiten im öffentlichen Interesse. Dabei basiert Bürgerarbeit auf einem mehrstufigen Konzept, in dem die Empfänger von Transferleistungen zunächst intensiv aktiviert und in besondere Vermittlungsaktivitäten einbezogen werden. Wenn diese Maßnahmen nicht zur Einmündung in den ersten Arbeitsmarkt geführt haben, steht quasi als letzte Konzeptstufe die Vermittlung in Bürgerarbeitsplätze an.

Adressat der Ausschreibung des Ministeriums für Arbeit und Soziales waren strukturschwache Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit. Die ARGE Bitburg-Prüm hat sich trotz der niedrigen Arbeitslosigkeit im gesamten Agenturbezirk Trier mit den anderen ARGEn der Region entschieden, sich an dem Modellvorhaben zu beteiligen und ist mit einem überzeugenden Konzeptentwurf bei den Juroren des Ministeriums durchgedrungen. Gerade vor dem Hintergrund zu erwartender Mittelkürzungen für die Eingliederung in Arbeit im Bundeshaushalt 2011 kann die finanzielle Förderung der Bürgerarbeitsplätze mit einem jährlichen Fördervolumen von bis zu 324.000 Euro einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Eingliederungsetats leisten. Das Fördervolumen für alle ARGEn der Region beträgt für die Jahre 2011 bis 2013 insgesamt 4,6 Mio. Euro.

Die Arbeitsplätze für Bürgerarbeit sollen insbesondere bei Gemeinden, Städten, Landkreisen und Zweckverbänden, also im kommunalen Bereich geschaffen werden. Weitere Einsatzstellen sind im sozialen Bereich vorgesehen. Die ARGE Bitburg-Prüm wird hierzu mit allen möglichen Einsatzstellen Kontakt aufnehmen. Das neue Projekt bietet eine Perspektive für Menschen ohne Aussicht auf Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt und eröffnet dem kommunalen und sozialen Bereich Chancen, zusätzliche Arbeiten angehen zu können.

Naturpark-Wanderwoche in der Südeifel

Auch in diesem Jahr lädt der Naturpark Südeifel zum Genusswandern ein. Der Zweckverband Naturpark Südeifel bietet gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Arzfeld, Neuerburg, Irrel, Bitburg-Land, Trier-Land und erstmals Speicher vom 8. September bis 12. September  fünf Genusswanderungen an. Auf den ausgewählten Routen kann der Wanderer einen Einblick in die Vielfalt der Landschaften im Naturpark Südeifel gewinnen. Geschulte Naturparkführer erzählen von Burgen und Schlössern, imposanten Felsen und steinalten Fossilien und anderen verborgenen Naturschätzen. Jede Route ist für sich ein absolutes Highlight, und in der Summe versprechen die Wanderungen ein unvergessliches Erlebnis für jeden Naturfreund. Das Rahmenprogramm der Besucherzentren Teufelsschlucht und GaytalPark garantieren den zusätzlichen Wanderspaß. Von der Bildhauerkunst bis hin zu Steinbruchaktionen, von keltischen und römischen Inszenierungen bis zum Klöppelkrieger, von  Schmugglerpfaden und magischen Orten bis zu melodischen Klängen erwarten den Wanderer wieder viele erlebnisreiche Überraschungen auf den fünf Routen.
Die Wanderungen führen als Tagestouren auf aussichtsreichen Pfaden durch das Sauertal, ins Irsental, dass zurecht den Namen ‚Tal der Schmetterlinge' trägt, auf alten Schmugglerpfaden durch den Kammerwald mit eindrucksvollem Blick auf das Schloss von Vianden. Die Welt des Buntsandsteins lässt sich rund um Orenhofen entdecken und auf den Spuren der Gallier und Römer führen mystische  Felsenpfade rund um Bollendorf. Da “Genusswandern” das Motto der Wanderwoche im Naturpark Südeifel ist, steht neben der faszinierenden Landschaft auch ein Picknick mit eifeltypischen Köstlichkeiten auf dem abwechslungsreichen Wanderprogramm. Die Wanderrouten sind als Tagestouren zwischen 12 und 20 km ausgelegt, die bequem in fünf bis sechs Stunden zu bewältigen sind. Es handelt sich um Rundtouren, am Start- bzw. Endpunkt befinden sich ausreichend Parkplätze.

Die Teilnahme an der Naturpark-Wanderwoche ist ganzwöchig mit allen Wanderungen ebenso möglich wie in Form von Tagesbuchungen.

Der Naturpark Südeifel und seine Partner freuen sich auf die Wanderer, deshalb wird auch gerade mit Hochdruck an den Wanderwegen gearbeitet. Schutzgeländer werden erneuert, Stege über Bäche geführt, Schutzhütten repariert, Wanderwege wieder freigestellt. Der Naturpark Südeifel wird bei der Wanderwoche unterstützt von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, dem Ministerium für Umwelt, Wasserwirtschaft und Verbraucherschutz  und der Kreissparkasse Bitburg-Prüm

Mehr Informationen  und Buchung der Wanderwoche: Ferienregion Felsenland, Tel. 06525-79-115 oder –117, im Internet unter www.naturpark-suedeifel.de. Ansprechpartner für die Presse: Zweckverband Naturpark Südeifel, Geschäftsführerin Daniela Torgau, Auf Omesen 2, 54666 Irrel, Tel.: 06525-79-282, Fax.: 06525-79-280, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Mietwerterhebung im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm ist gesetzlich verpflichtet, die Kosten der Unterkunft für die Bedarfsgemeinschaften nach dem Arbeitslosengeld II und im Rahmen der Sozialhilfe (SGB XII) im angemessenen Umfang zu übernehmen. Die angemessenen Wohnkosten orientieren sich dabei an dem spezifischen Mietenniveau in den verschiedenen Regionen des Kreises. Im Rahmen einer breit angelegten Erhebung werden daher Wohnungsmieten des gesamten Wohnungsmarktes durch eine schriftliche Vermieterbefragung erhoben. Ziel der Untersuchung ist es, eine aktuelle, rechtssichere Grundlage für die Berechnung der Kosten der Unterkunft gemäß der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes zu erhalten. Mit der Erhebung und Auswertung der Mietwerterhebung hat der Eifelkreis Bitburg-Prüm das Forschungsinstitut Analyse & Konzepte beauftragt. Das Institut verfügt sowohl über große Erfahrungen in der Erstellung von qualifizierten Mietspiegeln als auch in der Erstellung von Mietwerterhebungen, wie sie für die gerichtsfeste Bestimmung der Kosten der Unterkunft benötigt werden. Auf der Basis dieser Erhebung werden dann die zukünftig gültigen Richtwerte für den Eifelkreis festgelegt.
Für diese Datenerhebung bittet der Eifelkreis Bitburg-Prüm die Vermieter/Verwalter, die ausgewählt wurden, um ihre Unterstützung. Selbstverständlich ist die Teilnahme an der Erhebung freiwillig. Die Erhebungsmethodik ist mit dem Landesdatenschutzbeauftragten von Rheinland-Pfalz abgestimmt.
Die Erhebung bei ausgewählten Vermietern beginnt Ende Juli 2010. Diese erhalten vom Eifelkreis ein Schreiben mit den notwendigen Informationen zur Erhebung. Nähere Auskünfte zur Erhebung erteilt Ihnen gerne auch vorab Monika Schuster (06561 15-1170) und Carl Diederich, ARGE Bitburg-Prüm (06561 9676-10).

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm - 19.07.2010

Studienfahrt nach Leipzig

Besuch der Ausstellungen von Neo Rauch und Mathieu Molitor

Termin: 11. - 14. August 2010
Ort: Abfahrt ab Bitburg im modernen Reisebus
Leitung: Dr. Barbara Mikuda-Hüttel
Preis: 300,- Euro ÜF, DZ, EZ-Zuschlag: 60,- Euro

Anlässlich zweier Ausstellungen im Museum der bildenden Künste unternimmt die Kreisvolkshochschule im August eine Kunstreise nach Leipzig. Die Teilnehmer können dort am 11. August an der Eröffnung der Ausstellung des aus Pickließem in der Eifel gebürtigen Künstlers und Designers Mathieu Molitor teilnehmen, die vergangenes Jahr in etwas anderer Form in Bitburg zu sehen war. Für den 12. August ist ein gemeinsames Abendessen in Auerbachs Keller vorgesehen, dessen Eingang in der Mädler-Passage Molitors bekannteste Skulpturen - Faust und  Mephisto - schmücken. Dr. Richard Hüttel, stellvertretender Direktor des Museums der bildenden Künste, wird sowohl durch die Molitor- wie durch die Neo-Rauch-Ausstellung führen, die in diesen Tagen zu Ende gehen wird. Sie widmet sich dem derzeit bedeutendsten deutschen Maler der Gegenwart und hat seit Ausstellungsbeginn im April für Furore gesorgt. Eine Führung durch die Kunst-, Buch-, Musik- und  Messestadt rundet das Programm ab. Dabei wird es überraschen, dass Leipzig mit mehreren Tausend exzellent restaurierten Gebäuden vor allem des Historismus die denkmalreichste Stadt Deutschlands ist und weitgehend das ungestörte Bild einer Großstadt des 19. Jahrhunderts vermittelt. So sind Besichtigungen z. B. des sogenannten Waldstraßen-Viertels, des Musik-Viertels, von Reichsgericht, Völkerschlachtdenkmal, Grassi-Museum und ein Besuch der Leipziger Baumwoll-Spinnerei geplant, die zu den weltweit interessantesten Produktionsstätten und Ausbildungsstätten für zeitgenössische Kunst und Kultur zählt.

Anmeldungen erbeten unter Tel. 06561-15-2201 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm - 19.07.2010

Musikgarten für Kleinkinder

Ab September 2010 sind im Prümer Musikgarten wieder Plätze für Mütter oder Väter mit Kleinkindern frei. In diesen Gruppen entdecken die Kinder unter fachkundiger Führung der Dozentin Kerstin Bormann die Welt der Musik. Gesungen, getanzt und musiziert wird dabei immer montags um 10 Uhr in der Kita in Prüm. Anmeldeschluss ist der 1. August 2010. Informationen sind bei der Kursleiterin direkt unter Tel. 06551-960135 erhältlich.

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm - 12.07.2010

KVHS-Studienreise 2010

Emilia Romagna - Kunst und Kultur im mittleren Oberitalien

Die Kunst- und Kulturreise führt vom 9.-16. Oktober 2010 ins mittlere Oberitalien in die Emilia Romagna, streift aber auch Landschaften der Lombardei. Das Reisegebiet zwischen Alpen und Apenninen besticht durch außerordentlich vielseitige Landschaften, die vom Tessin über die oberitalienischen Seen und die Po-Ebene ins Hügelland der nördlichen Ausläufer der Apenninen reichen. Das Reiseziel gehört zu den fruchtbarsten Regionen Europas und wird bis heute intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Städte der Emilia müssen in historischer und kunstgeschichtlicher Hinsicht den Vergleich mit den urbanen Glanzpunkten der benachbarten Toskana keineswegs scheuen. Meist nur Etappenziele auf dem Weg nach Florenz oder Rom, ist ihnen die Hektik typischer Touristenhochburgen erspart geblieben; italienischer Lebensstil bestimmt ihren Alltag. Die Region zählt nicht erst seit heute zu den reichsten Europas, wovon herausragende Kunstdenkmäler und bestechend schöne Stadtbilder zeugen. Die Reise bietet ein umfassendes Bild von Kultur und Kunst der Region. Ein kunsthistorischer Schwerpunkt liegt auf der romanischen Kirchenarchitektur und ihrer Bauplastik. Die großartigen Kathedralen etwa von Parma und Modena mit vorzüglichem Skulpturenschmuck wirkten stilbildend auf die europäische Romanik. Sie mit ihren in Stein gehauenen Bibelgeschichten (Benedetto, Antelami als führender Bildhauer der italienischen Spätromanik) sind schon eine Reise wert. Im Zeitalter der Renaissance entwickelten sich schöngeistig bestimmte Fürstenhöfe, die eindrucksvolle Paläste, phantastische Bildersammlungen, vor allem aber Stadtzentren von hohem suggestivem Reiz hinterlassen haben. Dies gilt nicht nur für die bekannten Residenzen, wie etwa Mantua, sondern auch für zahlreiche winzige Hofhaltungen, wie Carpi und Mirandola. Vor der Zwischenübernachtung im direkt am Lago Maggiore gelegenen Hotel besuchen die Reiseteilnehmer das Tessiner Bergstädtchen Giornico. Carpi und Mirandola - historische Geheimtipps - liegen auf dem Weg nach Modena, dem Standquartier für die folgenden Tage, an denen die zu Recht berühmte Universitätsstadt Bologna, Mantua, die Residenz der Gonzaga, sowie Parma, die Residenz der Farnese, besucht werden ebenso wie Modena, Abteien, Schlösser und Burgen auf dem Land. Vor der Rückreise steht ein Besuch von Cremona, der Stadt der Geigenbauer, sowie des lombardischen Bergamo auf dem Programm (letzte Übernachtung).
Reisepreis pro Person: 1.140,- Euro im Doppelzimmer. Er beinhaltet die Fahrt in einem modernen Reisebus, Halbpension sowie alle Eintritts- und Führungsgebühren Einzelzimmerzuschlag: 196,- Euro.

Veranstalter der Reise ist die KVHS Bitburg-Prüm e. V. in Zusammenarbeit mit dem IBK Institut für Bildung und Kulturreisen. Zum Zustandekommen der Reise sind mindestens 25 Teilnehmer notwendig. Konzept und Reiseleitung: Michael Berens, Kreisdenkmalpfleger. Die KVHS bittet zwecks Planungssicherheit um baldige Anmeldung unter Tel. 06561/15-2201 oder 15-2110 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm - 12.07.2010

Sanierung des Neuen Hauses der Schlossanlage Malberg

Im Rahmen des Konjunkturpaketes II fördert der Bund mit Mitteln in Höhe von einer Mio. Euro weitere Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten am Neuen Haus der Schlossanlage in Malberg. Am 22. Juni fand der offizielle Termin zur Übergabe des Bewilligungsbescheides durch Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf Schloss Malberg statt. Mit den Mitteln des Konjunkturpaketes kann die Innen- und Außenrestaurierung des Neuen Hauses unter fachlicher Begleitung der Landesdenkmalpflege weitergeführt werden. Geplant sind unter anderem umfangreiche Steinmetzarbeiten an der Außenfassade und die Wiederherstellung der barocken Außenfarbigkeit sowie die Sanierung der Freitreppe im Runden Garten und Wiederherstellung von fünf Räumen im Erdgeschoss des Neuen Hauses. Im Beisein der Ersten Beigeordneten des Eifelkreises Bitburg-Prüm Monika Fink, MdL und weiteren Vertretern des Landes und der Kommunalpolitik dankte Bürgermeister Spindler für die großzügige finanzielle Unterstützung durch den Bund, mit der das Erscheinungsbild eines Baudenkmals von besonderer nationaler Bedeutung deutlich verbessert werden kann.

 

Kommunalbericht des Rechnungshofes bestätigt die katastrophale Finanzlage der Kommunen

"Der in diesen Tagen vorgelegte Kommunalbericht 2010 des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz zeichnet in aller Deutlichkeit das erschreckende Bild der Situation der Kommunalfinanzen in Rheinland-Pfalz", stellen die Vorsitzenden der drei kommunalen Spitzenverbände des Landes fest. Seit zwanzig Jahren - so der Rechnungshof - reichten die Einnahmen der Kommunen nicht zur Deckung ihrer Ausgaben aus. Die Schulden der Städte, Gemeinden und Kreise hätten daher alleine in den Kernhaushalten inzwischen fast die 10 Milliarden-Marke erreicht; fast die Hälfte davon seien reine Liquiditätskredite. Damit sei die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommunen im Lande um fast 50% höher als in den übrigen westdeutschen Flächenländern. "Gerade die Kommunen in Rheinland-Pfalz sind daher darauf angewiesen, dass die Gemeindefinanzkommission in Berlin eine spürbare Entlastung der kommunalen Haushalte bringt", sagt der Vorsitzende des Landkreistages Rheinland-Pfalz, Landrat Dr. Winfried Hirschberger. Dabei sei vor allem ein Abbau der hohen Aufgabenbelastungen notwendig; die Kommission solle ihre Kraft daher auf diesen Aspekt richten und nicht immer wieder versuchen, die Gewerbesteuer abschaffen zu wollen. So gehe aus dem Bericht des Rechnungshofes hervor, dass die Sozialausgaben inzwischen mehr als doppelt so hoch sind wie die kommunalen Investitionen. Aber auch im Land selbst seien Maßnahmen notwendig. "Nicht umsonst haben die kommunalen Spitzenverbände seit langem eine Aufstockung der Finanzausgleichsmasse um 100 Mio. Euro gefordert", betont der Vorsitzende des Gemeinde- und Städtebundes, Bürgermeister Heinz-Joachim Höfer. Dabei gehe es vor allem um eine Stärkung der allgemeinen Zuweisungen; für die Kofinanzierung von Zweckzuweisungen fehle vielen Kommunen inzwischen schlicht das Geld.

Der Vorsitzende des Städtetages, Oberbürgermeister Jens Beutel, weist ergänzend darauf hin, dass der Rechnungshof offenbar wenig Vertrauen in die Folgen der Kommunal- und Verwaltungsreform habe: "Einen Konsolidierungsbeitrag vermag der Rechnungshof in der Reform in der jetzigen Ausprägung nicht zu erkennen". Auch die Reformagenda der Landesregierung sei zur Gesundung der kommunalen Finanzen keineswegs ausreichend.

Gemeinsam appellieren die Vorsitzenden an die Verantwortlichen in Land und Bund, Strategien zum Ausweg aus der in vielen Kommunen verzweifelten Lage zu suchen. Es gehe nicht an, dass die kommunale Infrastruktur verfällt und kommunale Leistungen nur noch auf Pump bezahlt werden können. Das würde das Land Rheinland-Pfalz auf Dauer im Wettbewerb der europäischen Regionen zurückfallen lassen.

 

Orchideen und Co. profitieren von Mitteln aus der KSK-Naturschutzstiftung

Die Biotopbetreuung im Eifelkreis und die Untere Naturschutzbehörde sind begeistert über den jetzigen Zustand der Keuperscharren am Bedhardrand. Im letzten Jahr wurde schnell klar, dass die Landesmittel für die Biotopbetreuung bei Weitem nicht ausreichen, um zumindest die wertvollsten Orchideenflächen auf den Scharren am Bedhardrand offen zu halten. Hilfe in der Not bot die Naturschutzstiftung der Kreissparkasse, die mit einer großzügigen Spende eingesprungen ist.

Nicht alle wertvollen Scharrenflächen, die sich wie eine Perlenschnur den Bedhardrand entlang ziehen, sind allein durch die zwingend notwendige Huteschafbeweidung frei zu halten. Auch wenn sich ein Bewirtschafter findet, können die Tiere mit dem Aufwuchs dieser extrem mageren Grünländer nur vorübergehend zufrieden sein. Aufstockende Gehölze können nur eingeschränkt verbissen werden. Holziges Material macht nicht satt und die Tiere würden "vom Fleisch fallen". Aus diesem Grund müssen die Weidetiere durch ein mechanisches Zurückdrängen der Gehölze unterstützt werden. Im Winter hat eine kreisansässige Firma für Biotop- und Landschaftspflege aus Stiftungsmitteln diese sogenannten Kalkhalbtrockenrasen von zu üppigem Gehölzaufwuchs befreit. Denn Luft, Licht und Wärme sind das Wichtigste für den Biotoptyp der Scharren.
Durch die überwiegende Südwesthanglage und wegen des zerbröselnden Mergelgesteins, das ständig in Bewegung bleibt, lassen diese Extremstandorte keinen dichten Bewuchs zu. Hier haben nur Arten in der Konkurrenz eine Chance, die sich im Laufe der Evolution auf solch flachgründige und instabile Sonderstandorte spezialisiert haben. Diese Spezialisten an Futter- und Wirtspflanzen bringen in der Folge seltene und manchmal auch seltsame Tiere hervor, wie z.B. die Schmetterlinge der verschiedenen Ameisenbläulinge, die ihre Puppen von den Arbeiterinnen in Ameisennestern pflegen und füttern lassen. Nach dem Schlüpfen müssen die Schmetterlinge allerdings schnellstens aus dem Wirtsnest "verschwinden", um nicht von ihren eigenen Ammen gefressen zu werden. Auf den Scharren sind Arten zu finden, die sonst nur im submediteranen Raum vorkommen und in unserem Kreis dort ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet aufweisen. Dies macht die Keuperscharren zu besonderen Kleinoden zwischen den verschiedenen Kalkhalbtrockenrasen des Eifelkreises. Der Erhalt der Artenvielfalt auf diesen Flächen ist nur über einen ständigen genetischen Austausch und die Vernetzung der Einzelvorkommen der Scharren möglich. Hierfür ist das Offenhalten der kurzrasigen Flächen unerlässlich.

Auch der naturschutzfachliche Zustand eines südwestexponierten Hangs zwischen Speicher und Beilingen löst Freude bei der Naturschutzverwaltung und der Biotopbetreuung aus.
Der magerer aber schon stark verbuschte Südwesthang "Im Kallersgraben" konnte im vergangenen Jahr ebenfalls aus Mitteln der KSK-Naturschutzstiftung angekauft und freigestellt werden; die Fläche wird mittlerweile durch eine Schafherde beweidet. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Förderung der Orchideen und anderer Gräser und Kräuter magerer Grünländer auf Kalk. Im Unterschied zu den Scharren rutscht dieser Hang aus fest stehendem Muschelkalk nicht, so dass sich ein stabileres Artengefüge bilden kann. Ein Schafhalter konnte gewonnen werden, der diesen Hang dauerhaft in seine Betreuung nehmen und mit der Herde für das Offenhalten des mageren Grünlands sorgen will. In den ersten Jahren wird ein zusätzliches mechanisches Zurückschneiden der Gehölzschösslinge bis zu deren Auszehrung im Wurzelstock nötig sein. Inmitten der intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen sind extensiv bewirtschaftete Grünländer dieser Ausprägung zum Erhalt der Artenvielfalt unverzichtbar.

Neben dem Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, profitiert auch der Tourismus von den Freistellungsarbeiten und der Entwicklungspflege. Der Wechsel zwischen Offenland und Gebüschstrukturen und das optisch wohltuende Erscheinungsbild der beweideten Kalkhalbtrockenrasen sind Zugpferde des Wandertourismus. Neben hochkarätigen Fachexkursionen und regelmäßig stattfindenden fachlich begleiteten Wanderungen genießt auch der Individualwanderer bewusst oder unbewusst die optische Wohlfahrtswirkung, die von dieser Erscheinungsform der Landschaft ausgeht.

 

Musikverein "Grenzland" Lützkampen erhält die PRO-MUSICA Plakette

Hohe Auszeichnungen erhielten insgesamt 21 rheinland-pfälzische Chöre und Musikvereine, darunter auch der MV aus Lützkampen, Für seine langjährigen Verdienste wurden er in Hermeskeil von Staatssekretär Walter Schumacher vom Mainzer Kulturministerium für sein langjähriges Engagement geehrt.

Die PRO-MUSICA Plakette hat Bundespräsident Heinrich Lübke im Jahre 1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern gestiftet, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung kulturellen Lebens erworben haben. Die Plakette zeigt auf der Vorderseite eine Musizierende mit Lyra und die Inschrift "Pro Musica für Verdienste um Instrumentales musizieren" und die Rückseite zeigt den Bundesadler. Die Plakette wird frühestens aus Anlass des 100-jährigen Bestehens einer Musikvereinigung auf deren Antrag durch den Bundespräsidenten verliehen. Voraussetzung für die Verleihung ist der Nachweis, dass sich die Musikvereinigung in ernster und erfolgreicher Arbeit der Pflege der instrumentalen Musik gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat. Diese Voraussetzungen erfüllt der Musikverein "Grenzland" Lützkampen Am 20. Juni konnte eine Delegation aus Lützkampen  und Funktionären des KMV Bitburg-Prüm die hohe Auszeichnung in Empfang nehmen.

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