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Afrikanische Schweinepest: Präventive Maßnahmen zur Seuchenabwehr

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich von Osteuropa kommend immer weiter gen Westen aus. Bedingt durch den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt gibt es intensiven grenzüberschreitenden Austausch zwischen den Ländern Europas, wodurch sich leider die Gefahr einer möglichen Seuchenverbreitung drastisch erhöht, da der Mensch bei der Verschleppung des Erregers eine bedeutende Rolle spielt. Auch wenn der Virus für den Menschen ungefährlich ist, kann er den Erreger weiterverbreiten.

Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V., betont die verheerenden Auswirkungen, wenn diese Tierseuche in die Hausschweinbestände gelangen würde. „Die schweinehaltenden Betriebe haben es auch ohne die Afrikanische Schweinepest schon schwer genug, aber ein Seuchenausbruch könnte bei vielen Betrieben zur Existenzgefährdung führen“, so Horper. Er empfiehlt jedem Betrieb seine Absicherung für den Fall einer Keulung beziehungsweise einer Sperrung des Bestandes zu überprüfen und gegebenenfalls eine Ertragsschadensversicherung abzuschließen. Der Bauernverband könne hier unabhängig beraten und habe auch günstigere Rahmenbedingungen mit verschiedenen Versicherern.

Der Leiter des Veterinäramtes Bitburg-Prüm, Rudolf Heck, verweist auf die Übertragungswege der ASP. „Menschen können Erreger übertragen, indem sie beispielsweise Essensreste, die belastetes Schweine- oder Wildschweinefleisch enthalten, achtlos wegwerfen“. Solche Essensreste könnten von Wildschweinen aber auch von Schadnagern aufgenommen und dann weiterverbreitet werden. Käme es infolge dessen zu einem Ausbruch der Tierseuche im Wildschweine- oder gar im Hausschweinebestand, müsste man den Bestand bei Wildschweinen großflächig dezimieren und bei Hausschweinen sogar komplett auflösen, um eine Weiterverbreitung des Erregers zu verhindern, so Heck.

Deshalb sei es für die schweinehaltenden Betriebe besonders wichtig, alle präventiven Maßnahmen, etwa zur Hygiene, Schadnager-Bekämpfung oder die Abschottung der Stallgebäude zu intensivieren, hebt Gerhard Thiel, selbst Schweinehalter und stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Bitburg-Prüm, hervor.

Auch Gerd Grebener, der Kreisjagdmeister im Eifelkreis legt dar, dass bei einem Nachweis des Virus bei einem Wildschwein weite Teile der Wildschweinpopulation in einem großen Radius erlegt werden müssten, um die Gefahr einer weiteren Seuchenausbreitung zu verringern. Er appellierte an die Jäger, vermehrt in die Population einzugreifen und insbesondere die schwachen, anfälligen Tiere dabei im Blick zu haben.

Bereits im Oktober 2016 riefen im Eifelkreis Bitburg-Prüm die Untere Jagdbehörde und Kreisjagdmeister Gerd Grebener den „Runden Tisch Schwarzwild“ ins Leben zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen.

Um die Gefahren einer Seuchenausbreitung von vorne herein so gering wie möglich zu halten, regte Landrat Dr. Joachim Streit gemeinsam mit dem Bauern- und Winzerverband sowie dem „Runden Tisch Schwarzwild“ an, Handzettel mit Warnhinweisen in unterschiedlichen Sprachen gezielt an Orten mit viel Durchgangsverkehr zu verteilen. „Wir versuchen heute, das Problembewusstsein der Menschen zu sensibilisieren“, so Streit und führte weiter aus, dass man Speisereste nicht achtlos wegwerfen dürfe. Horper ergänzte, dass zurückkehrende Urlauber oder LKW-Fahrer aus osteuropäischen Ländern mit ihrem Reisegepäck keine Schweinefleisch und keine Wurstwaren nach Deutschland einführen dürften, weil man die Nahrung nicht als Virusträger ausschließen könne.

Für die Aktion zur Verteilung der Handzettel mit den Warnhinweisen zur ASP hat Unternehmer Erich Backes sich spontan bereit erklärt, dies auf seinem Rasthof zu tun. „Wir liegen an einem Verkehrs-Hotspot zwischen der Strecke Köln-Trier und werden sehr häufig von LKW-Fahrern und sonstigen Reisenden angefahren. Zudem liegen wir in Olzheim mitten in einer landwirtschaftlich geprägten Region“, so Erich Backes. Die Gefahr einer Seuchenausbreitung ist an solchen Orten besonders hoch. Daher sind Landrat Dr. Streit und Präsident Horper besonders dankbar, die Aktion hier durchführen zu dürfen.

Schließlich wurde nochmals betont, dass frisches Schweinefleisch oder auch Rohwurst, wie Salami, im Falle einer Entsorgung nur in verschlossenen Müllbehältern möglich ist. Keinesfalls sollte man Speisereste achtlos in der Natur entsorgen. Auch das Gastgewerbe muss gewährleisten, ordnungsgemäß mit Speiseresten umzugehen. Schließlich reichten bereits kleinste Mengen belasteten Fleisches aus, um eine weitere Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verursachen.

Rudolf Heck betonte dabei auch, dass es – anders als bei der Europäischen Schweinepest - bislang keine wirksamen Impfstoffe gegen die Afrikanische Schweinepest gebe. Deshalb müssten die Schweine des Betriebes und im Umfeld bei einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest getötet werden, legte Heck nach.

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 18.09.2017

Vollsperrung der L 33 zwischen Neustraßburg und Densborn

Entlang der L 33 sind zwischen der Einmündung der K 81 (bei Neuheilenbach) und Densborn umfangreiche Forstarbeiten durchzuführen. Hierzu muss die Landesstraße in der Zeit von Montag, 18. September 2017, bis voraussichtlich Freitag, 29. September 2017,für den Verkehr voll gesperrt werden.

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Bach und die Reformation – Ein Festival in der Eifel

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm findet vom 30. September bis zum 8. Oktober 2017 anlässlich des Reformationsjubiläums ein Festival statt mit dem Titel „Bach und die Reformation“. Auf Initiative von Herbert Fandel, Kulturamtsleiter des Eifelkreises Bitburg-Prüm, und des international bekannten Dirigenten und künstlerischen Leiters der Mozart Wochen Eifel, Georg Mais entstand nun ein kleines, aber feines Festival mit vier Veranstaltungen und einem höchst abwechslungsreichen Programm. Damit findet im Eifelkreis Bitburg-Prüm einer der kulturellen Höhepunkte anlässlich der 500-jährigen Reformationsfeierlichkeiten in Rheinland-Pfalz statt.

 Es gibt bedeutende Verbindungen zwischen Luther und Bach: Wie Martin Luther (* 1483) wird auch Johann Sebastian Bach im Jahr 1685 im thüringischen Eisenach geboren. Er besucht dieselbe Lateinschule und wächst mit den Chorälen aus Luthers Gesangbuch auf. Der Glaube des Thomaskantors wurzelt in Luthers Theologie. Der Thomaskantor Johann Sebastian Bach war das bedeutendste Sprachrohr der Reformation; er war derjenige, der die Theologie Luthers in herausragender Weise mit Klang verbunden hat.

Mit Georg Mais - seit dem Jahr 2002 künstlerischer Leiter der Mozart-Wochen-Eifel, die zu den herausragenden Kulturereignissen in der Region zwischen Rhein, Mosel und Ardennen gehören - konnte einer der renommiertesten deutschen Musikschaffenden für das Bach-Festival verpflichtet werden, der diese Verbindung musikalisch nachempfinden lässt. Der 1958 in Überlingen am Bodensee geborene Dirigent studierte Violine, Viola und Dirigieren an den Musikhochschulen Trossingen, Freiburg und Stuttgart. Meisterkurse bei Karl Münchinger, Sergiu Celibidache, Helmuth Rilling und John Elliot Gardiner folgten. In der Berliner Philharmonie gab Georg Mais im Jahr 1989 mit großem Erfolg sein Debut. Mit großem Erfolg gastierte er später in vielen Ländern in Europa und Amerikas. Violinvirtuose Jehudi Menuhin bezeichnete Georg Mais als „einen Dirigenten, dessen hohe Musikalität und künstlerische Inspiration die Orchester wie das Publikum gleichermaßen beglückt.“ Diese herausragende musikalische Repräsentation können Festivalbesucher in Bälde erleben, wenn Georg Mais die weltverändernde Theologie Martin Luthers mit den Klängen des namhaftesten Repräsentanten der Kirchenmusik, Johann Sebastian Bach, künstlerisch verbindet.

Den Auftakt macht ein Orchesterkonzert des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim unter der Leitung von Georg Mais mit der japanischen Meisterpianistin Keiko Hattori am 30. September um 19 Uhr im Haus Beda in Bitburg. Auf dem Programm stehen Werke der Bach-Familie und eine Sinfonie des großen Felix Mendelsohn Bartholdy, der sich der Reformation ebenso wie Bach besonders verpflichtet gefühlt hat. Die vielfach ausgezeichnete Keiko Hattori spielt Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach, eines davon verarbeitet Themen, die der große Komponist in einer seiner Reformationskantaten verwendet hat.

Mit dem Leipziger Streichquartett gastiert eines der international berühmtesten Quartette am Dienstag, 3. Oktober um 17 Uhr auf Schloss Malberg auf Einladung des Fördervereines von Schloss Malberg um Dr. Bernhard Gies. Nicht nur die Freunde der Kammermusik dürfen sich auf einen Höhepunkt im Konzertleben des Schlosses und der gesamten Region freuen.

Ein besonderer Abend wird auch die Veranstaltung am Freitag, 6. Oktober um 19 Uhr im Haupthaus der Kreissparkasse Bitburg sein. Professor Dr. Hardeck vom Staatsministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland Pfalz in Mainz wird als Festredner zum großen Jubiläum „500 Jahre Reformation“ sprechen. Ein Ereignis, das die ganze Welt verändert hat. Der aus Königsberg stammende Pianist Sergei Markin umrahmt den Vortrag musikalisch. Den Besuchern in Bitburg steht ein spannender und abwechslungsreicher Abend zum Thema Reformation und Gegenreformation bevor.

Den hochklassigen Abschluss des Festivals in der Eifel bildet am Sonntag, 8. Oktober um 18 Uhr das Konzert des Ukrainischen Staatschors Lemberg im wunderbaren Ambiente der erst vor wenigen Jahren renovierten Kirche St. Johannes in Waxweiler. Der Berufschor aus der ehemaligen habsburgischen Kulturmetropole Lemberg gehört zu den besten Kammerchören des Landes westlich von Polen. Die Sänger aus Lemberg bieten von Johann Sebastian Bach die berühmten „Luther Choräle“. Im Dialog von gesprochenem Wort und Musik erzählt Georg Mais als ausgewiesener Bach-Kenner von einem Traum, als sich Johann Sebastian Bach und Martin Luther im Himmel begegnet sind. Auf dieses persönliche Treffen, garniert mit großartiger Musik, darf man gespannt sein.

Kartenvorverkaufsstellen:

- Haus Beda, Bedaplatz 1, 54634 Bitburg, Tel. 06561/96450, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

- Tourist-Information Bitburger Land, Römermauer 6, 54634 Bitburg, Tel. 06561/94340, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

- Haus des Gastes Waxweiler, Hauptstr. 28, 54649 Waxweiler, Tel. 06554/811, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 11.09.2017


 

 

Umzug des Jugendamtes

Das Jugendamt des Eifelkreises Bitburg-Prüm zieht um in das Nebengebäude der Kreisverwaltung.

Die neuen Räumlichkeiten befinden sich ab dem 25. September 2017 im ehemaligen Jobcenter/Agentur für Arbeit, Trierer Str. 5, 54634 Bitburg.

Wegen des Umzugs kommt es in der Zeit vom 18.-22. September 2017 zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit des Mitarbeiterteams des Jugendamtes.

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 04.09.2017

Bertelsmann Stiftung bestätigt kommunale Finanzmisere

Der am 9. August 2017 veröffentlichte Kommunale Finanzreport der Bertelsmann Stiftung bestätigt, dass Rheinland-Pfalz nach wie vor zu den Krisenregionen der Kommunalfinanzen in Deutschland gehört. „Die schlechten Finanzzahlen der Bertelsmann Stiftung für die Kommunen in Rheinland-Pfalz sprechen eine klare Sprache: Bei gleichem Aufgabenumfang wie in anderen Bundesländern ist die Finanzausstattung unserer Kommunen durch das Land Rheinland-Pfalz völlig unzureichend.

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