Foto: Stadt Bitburg
Nach intensiven Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und der kommunalen Seite konnte jetzt eine Einigung über den Kaufvertrag zum Erwerb des ca. 57 ha großen Housinggeländes in Bitburg erzielt werden. Der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der Stadtrat der Stadt Bitburg sowie die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Flugplatz Bitburg stimmten in einer gemeinsamen Sitzung am 23.03.2026 dem Kaufvertragsentwurf zu. Gegenstand des Erwerbs ist das gesamte Gelände der Bitburg Housing einschließlich der 75 darauf befindlichen Gebäude, davon 44 ehemalige Mannschaftsgebäude und Sondergebäude wie Schulen, Kita, sowie ein ehemaliges Einkaufszentrum, Feuerwehr und Krankenhaus.
Landrat Andreas Kruppert: „Mit der Einigung über den Erwerb des Geländes ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Housing Bitburg erreicht. Damit ist die Verfügbarkeit über das Gelände gesichert und der Zweckverband kann, gemeinsam mit den Entwicklungsgesellschaften die Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes sowie die spätere Umsetzung mit aller Kraft vorantreiben.“
Der Zweckverband Flugplatz Bitburg hat für den Erwerb die Objektgesellschaft Bitburg Housing GmbH gegründet. Diese übernimmt zunächst als 100%ige Tochter des Zweckverbandes alle Entwicklungsflächen innerhalb des Housinggeländes (Flächen für Wohnen, Gewerbe, Freizeit). Hierzu gehören auch die auf dem Gelände vorhandenen mehr als 40 Wohngebäude und Sonderbauten.
Der Zweckverband Flugplatz Bitburg übernimmt die Infrastrukturflächen für die übergeordnete Erschließung des Geländes sowie die öffentlichen Grünflächen und Retentionsflächen (z.B. Klimaboulevard, Grüner Ring, Grüne Finger, Retentionsflächen).
Der Eifelkreis erwirbt die ehemalige High-School mit Lehrwerkstatt sowie die dazugehörige Turnhalle mit Parkplätzen. Die Stadt Bitburg wird Eigentümer der Sportanlagen, inkl. Tennisplätzen, Skateranlage und ehem. Baseballfeld sowie den auf dem Gelände vorhandenen Kindergarten. Zu diesen öffentlichen Nutzungen gewährt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die nach den Verbilligungsrichtlinien möglichen Kaufpreisabschläge, in Summe etwa 1,2 Mio. Euro.
Hintergrund:
Geplant sind rund 100 geförderte Wohnungen auf dem Housing-Areal. Die BImA gewährt pro neu geschaffener Einheit einen Kaufpreisabschlag von 35.000 Euro, insgesamt 3,5 Mio. Euro. Jan Eitel, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Bitburg Housing GmbH, stellte in der kommunalen Sitzung die städtebaulichen Planungen vor und bezeichnete den Ankauf als Meilenstein für die künftige Entwicklung.
Bis Oktober 2026 soll das Konversionskonzept als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren beschlossen werden. Ab dem 2. Halbjahr 2026 startet der Zweckverband mit der Erschließungsplanung. Für die Aufwertung öffentlicher Flächen erhält er 75 % Förderung aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“.
Auf dem Gelände soll ein neues Quartier mit hoher Lebensqualität entstehen, das bezahlbaren Wohnraum bietet und Gewerbe fördert. Auch die stellvertretenden Verbandsvorsteher Heiko Jakobs und Janine Fischer begrüßen die Einigung und die gemeinsame Entwicklung des Projekts für die Region.

