Foto: Burkhard Kaufmann
Im Rahmen seiner Doktorarbeit über das Leben im Altkreis Bitburg zur Zeit der Luxemburgischen Besatzung hat er seit 2019 intensiv u.a. im Stadt- und im Kreisarchiv in Bitburg geforscht. Aus dem Bestand des Kreismuseums sind inzwischen zahlreiche Porträtfotos der hier stationierten Luxemburger Soldaten hinzugekommen.
Mit der Wahl seines Themas hatte Félix Streicher ganz offensichtlich einen Nerv getroffen. Für den passenden Vortragsrahmen sorgten Georg von Schichau vom Kreisarchiv und das Team des Kreismuseums unter der Leitung von Burkhard Kaufmann.
So lieferte er seinem Publikum ein ebenso erhellendes wie spannendes Zeitbild der Jahre 1945 bis 1955. Dabei beeindruckte er nicht zuletzt durch seine unvoreingenommene Herangehensweise. Denn der oft konfliktreiche Alltag war mitunter geprägt von handfesten Anfeindungen, Erniedrigungen und Schlägereien, aber auch von Schwarzmarkthandel, Tanzabenden, Freundschaften und sogar Heiraten.
Eine Teilnehmerin aus Luxemburg brachte in einer der anschließenden Diskussionen auf den Punkt, warum die Beschäftigung auch mit diesem Kapitel unserer Geschichte wichtig ist: nämlich als Maßnahme der Verständigung für ein künftiges friedliches Miteinander.

