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Modellvorhaben Versorgung und Mobilität

Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft und seine Folgen sind in Deutschland seit einigen Jahren in nahezu allen Lebensbereichen spürbar.

Inhalt

http://www.modellvorhaben-versorgung-mobilitaet.de/veranstaltungen/hintergrundinformation-zum-modellvorhaben/ 

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Projektaufruf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft und seine Folgen sind in Deutschland seit den vergangenen Jahren in nahezu allen Lebensbereichen spürbar. Insbesondere die Kommunen im ländlichen Raum stehen in den kommenden Jahren vor der Herausforderung, sich trotz der Folgen des fortschreitenden demografischen Wandels im Wettbewerb um Einwohner, Unternehmen, private Investitionen, öffentliche Institutionen sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen als attraktive Standorte zu positionieren.

Die Sicherung einer ortsnahen Versorgung ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Regionen als Wirtschafts- und Wohnstandort mit hoher Lebensqualität. Auch der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen kommt in diesem Rahmen eine Schlüsselrolle zu.

Mit dem bundesweiten Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurden vom demografischen Wandel besonders betroffene Regionen in einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt, die innovative Konzepte erarbeiten, mit denen in Zukunft sowohl die Daseinsvorsorge und Nahversorgung als auch die Mobilität nachhaltig miteinander verknüpft werden. Ziel dieser Doppelstrategie ist es, Angebote der Daseinsvorsorge mittel- bis langfristig an räumlich möglichst günstigen Standorten zu bündeln, um damit deren wirtschaftliche Tragfähigkeit und Erreichbarkeit langfristig sicherzustellen.

Das Modellvorhaben soll einen Beitrag dazu leisten, dass in Zeiten des demografischen Wandels in ländlichen Räumen gleichwertige und an die modernen Lebensumstände angepasste Lebensverhältnisse gewährleistet werden.

Der Eifelkreis als Modellregion und Projektziel

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sich erfolgreich als Modellregion im Modellvorhaben des BMVI beworben. Die wichtigsten Elemente des Konzeptes im Eifelkreis sind:

  • die Definition von ca. 15 Kooperationsräumen mit Versorgungszentren zur langfristig wirtschaftlich tragbaren Sicherung der Versorgung der Bevölkerung
  • ein an den Kooperationsräumen orientiertes integriertes Mobilitätskonzept unter Berücksichtigung neuer Bedienformen und Informationsmöglichkeiten
  • eine kreisweite kleinräumige Bevölkerungsprognose als Basis für die oben genannten Kooperationsräume und Mobilitätskonzepte
  • die intensive Beteiligung der Öffentlichkeit und aller relevanten Akteure verschiedener Zielgruppen in Gesprächen, Veranstaltungen und mittels umfassender Öffentlichkeits­arbeit
  • eine konkretisierende Umsetzung des Kooperationsraumkonzepts in fünf ausgewählten Pilot-Kooperationsräumen, in denen auch investive Startprojekte durchgeführt werden sollen.

Das Gesamtprojekt soll in weitgehend aufeinander aufbauenden Phasen bearbeitet werden:

  • Bestandsanalyse- und Prognosephase
  • Entwurfsphase (Kooperationsräume und Mobilitätskonzept)
  • Umsetzungsphase (in fünf Pilotkooperationsräumen)

Vorgehensweise / Methodik / Projektphasen

Die Entwürfe für Kooperationsraumzuschnitte basieren auf einer fundierten Bestandserhebung. Sie berücksichtigen das ermittelte Konsumenten- bzw. Nutzerverhalten, vorhandene Kooperationen, die Ausgangslage der Mobilitätsangebote und Verkehrsnetze, räumliche Gegebenheiten, traditionelle Beziehungsmuster etc.

Nach der Bestandsanalyse zur Daseinsversorge ist eine Tragfähigkeitsanalyse der Versorgungszentren vorgesehen. Sie basiert auf den Ergebnissen einer kleinräumigen Bevölkerungsprognose und der Identifikation von Versorgungslücken im Rahmen der Bestandsanalyse.

Die Erreichbarkeit von Versorgungsangeboten soll durch ein hierauf abgestimmtes integriertes Mobilitätskonzept gewährleistet werden. Während die autofahrende Bevölkerung hier weitestgehend selbstbestimmt ist, soll der Fokus auf die Zielgruppe der immobilen (noch oder nicht mehr autofahrenden) Bevölkerung gerichtet werden.

Aufbauend auf dem neuen ÖPNV-Konzept Nord des Landes Rheinland-Pfalz sollen im Rahmen des Modellvorhabens Möglichkeiten erarbeitet und untersucht werden, die sogenannte „dritte Ebene“ der Flächenerschließung sinnvoll zu gestalten. Dabei sollen herkömmliche Angebote und Strukturen des ÖPNV mit innovativen flexiblen Mobilitätsangeboten kombiniert werden.

Die Umsetzung des Kooperationsraumkonzepts wird zuerst in fünf ausgewählten Pilot-Kooperationsräumen realisiert. Hilfreich ist die Nutzung und Herstellung zahlreicher Synergien zu parallel im Landkreis verankerten Konzepten, wie dem Kreisentwicklungskonzept, dem Zukunftscheck Dorf, den Aktivitäten der LEADER-Region, dem Bedarf an neuen Nahverkehrsplänen aus dem aktuellen ÖPNV-Konzept Nord sowie den verschiedenen Aktivitäten zum Thema Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum u.v.m.

Bestandsanalyse / Infrastrukturatlas

Die Einrichtungen der Daseinsvorsorge wurden im Eifelkreis digital erfasst. Hieraus wurde eine Infrastrukturkarte erstellt. Erfasst wurden: Standorte für Kinderbetreuung (unter 3 Jahren), Kindergarten 3-5 Jahre, Grundschulen und weiterführende Schulen; bedeutende Sport- und Kulturzentren; Apotheken, Allgemeinmediziner, Fachärzte, Krankenhäuser, mobile Pflegeanbieter, stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Bäcker, Fleischer, Lebensmittel-Handel und Banken.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurde die Infrastrukturkarte öffentlich vorgestellt und anhand von Hinweisen aus der Bevölkerung weiter verifiziert.

Movo verfiziert

Sie steht unter Dokumente & Downloads zur Verfügung.

 

Bürgerbeteiligung und Regionalkonferenzen

Am 27.09.2016 fand in der Stadthalle Bitburg mit dem „Forum I“ die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Modellvorhaben und dem integrierten Kreisentwicklungskonzept statt. Die Teilnahme von über 200 Bürgerinnen und Bürgern, Akteuren und Gemeindevertretern aus dem Kreis zeigte das hohe Interesse an einer zukunftsfähigen Entwicklung des Eifelkreises in der Bevölkerung.

In fünf Regionalkonferenzen in den Verbandsgemeinden wurde  über die Projekte und zentrale Handlungsfelder der zukünftigen Entwicklung informiert und möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben, sich an den wegweisenden und rahmengebenden Planungen und Projekten zu beteiligen. Besonders der Aufbau zukünftig tragfähiger Versorgungs- und Mobilitätsstrukturen wurde im Rahmen der Konferenzen erörtert.

Im Vordergrund stand dabei der Austausch an thematischen Treffpunkt-Stationen. Insgesamt nutzten fast 1.000 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im direkten Austausch mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft die zukünftige Entwicklung des Eifelkreises zu diskutieren und aktiv mit zu gestalten. Die Diskussionen zu Versorgungszentren und die direkte Zuordnung der einzelnen Gemeinden durch die Bewohner selbst waren dabei besonders hilfreich.

Auf dieser Basis werden die Vorschläge für zukünftige Versorgungszentren und Kooperationsräume entsprechend dem tatsächlichen Bedarf der Bürgerinnen und Bürger angepasst und als Basis für die weitere Projektarbeit genutzt. In bis zu fünf engagierten und an Kooperation interessierten Piloträumen sollen dann bis zum Projektabschluss im Juni 2018 erste Projekte angestoßen und in die Umsetzung gebracht werden.

Stadthalle Bitburg 

KEK Stadthalle

 VG Südeifel, Mettendorf

KEK VG Suedeifel

VG Prüm

KEK VG Pruem

VG Speicher

KEK VG Speicher

VG Arzfeld

KEK VG Arzfeld

VG Bitburger Land

KEK VG Bitburg Land

 

Versorgungszentren und Kooperationsräume

Auf der Basis der Bestandsanalyse und der Ergebnisse der Regionalkonferenzen wurden die Standorte der Versorgungszentren und die Abgrenzung der Kooperationsräume erarbeitet. Es sind dies die Kooperationsräume Arzfeld, Bitburg, Bleialf, Daleiden, Irrel, Kyllburg, Mettendorf, Neuerburg, Prüm, Schönecken, Speicher, Waxweiler, Bettingen, Körperich, Karlshausen und Pronsfeld. Siehe Karte, (sie steht auch unter Dokumente & Downloads zur Verfügung).

 

Movo erarbeitet

Wesentliches Kriterium bei der Festlegung der Kooperationsräume war die Lebensrealität der BürgerInnen im Eifelkreis.

Im nun folgenden Schritt wird die Tragfähigkeit u.a. durch Daten der kleinteiligen Bevölkerungsprognose (s.o.) analysiert.

Im folgenden Schritt wird die Tragfähigkeit der Standorte analysiert. Das heißt, dass noch Änderungen an der Anzahl der Versorgungszentren und der Zuordnung von Gemeinden zu Kooperationen im Laufe des Projektes möglich sind. Die Karte ist daher nur als ein erster Entwurf zu betrachten.

  • Tragfähigkeitsanalye

Die wesentlichen Kriterien zur Analyse der Tragfähigkeit einer Einrichtung zur Daseinsvorsorge sind:

  • ausreichende Nutzerzahlen gemäß kleinräumiger Bevölkerungsentwicklung,
  • notwendige Wirtschaftlichkeit/Auslastung einer Einrichtung,
  • zumutbare Entfernung/Erreichbarkeit.

In der Modellregion wurde mit Blick auf die ausreichende Nutzerzahl für eine Wirtschaftlichkeit von Einrichtungen insbesondere auf den Bereich Nahversorgung Bezug genommen.

Die Verhältnisse in den unterschiedlichen Kooperationsräumen sind teilweise sehr unterschiedlich. Während in den "großen" zentralen Orten des Kreises (Bitburg, Prüm, Speicher, irrel9 langfristig nicht mit Tragfähigkeitsproblemen zu rechnen ist, liegen die Zahlen für die kleinsten Kooperationsräume in Bereichen, die schon heute bzgl. der Tragfähigleit besondere Anstrengungen erfordern.

Im Rahmen der Abgrenzung von Kooperationsräumen wurde aber deutlich, dass die "kleinen" Versorgungszentren für eine flächendeckende Sicherung der Versorgung, insbesondere der peripheren Gebiete im Eifelkreis dringend benötigt werden, um hier langfristig die Sicherung entsprechender Einrichtungen zu erhalten.

  •  Umsetzungsphase

In Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden wurden als Piloträume, in denen jetzt konkrete Projekte umgesetzt werden sollen, die Räume Irrel, Speicher, Pronsfeld, Bettingen und Daleiden benannt.

Die „Auftaktveranstaltung der Pilotkooperationsräume“ mit mehr als 50 Vertretern der beteiligten Ortsgemeinden fand am 4.12.2017 in der Karolingerhalle in Prüm statt.  

Versorgung Mobilität Pruem

Versorgung Mobilität Pruem 2

 

Auf besonderes Interesse stießen die Darstellungen der Piloträume sowie erste Überlegungen für Umsetzungsprojekte von Seiten der einzelnen Verbandsgemeinden.

  • Für den Kooperationsraum Daleiden der Verbandsgemeinde Arzfeld wurde vorgeschlagen, das Angebot des vorhandenen Bürgerbusses mit dem Mobilitätsbedarf der Jugendlichen und Auszubildenden zu vernetzen sowie die Einbeziehung der Nachbarkommunen und der europäischen Nachbarn (Luxemburg und Belgien) in das Konzept;
  • Im Pilotkooperationsraum Irrel der Verbandsgemeinde Südeifel stehen ebenfalls Möglichkeiten zur Mobilitätsverbesserung als Ergänzung zum zukünftig verbesserten ÖPNV im Vordergrund der Überlegungen, mit einem Schwerpunkt auf der besonderen Situation im Grenzbereich zu Luxemburg.
  • In der Verbandsgemeinde Speicher sollen eine nutzerfreundliche Fahrplandarstellung und eine Verbesserung der Verständlichkeit des Angebotes umgesetzt werden, um die Nutzung für den ÖPNV zu erhöhen;
  • In den Pilotkooperationsräumen Pronsfeld (VG Prüm) und Bettingen (VG Bitburger Land) stehen Möglichkeiten zur Verbesserung des Nahversorgungsangebotes im Mittelpunkt der Überlegungen. In einem weiteren Schritt werden Anfang 2018 in den jeweiligen Kooperationsräumen Fachworkshops durchgeführt, um die ersten Projektideen weiter ausarbeiten, Verantwortlichkeiten zu definieren und letztendlich konkrete Verbesserungen für die Bürger im Kreis erreichen zu können.  

Interessierte Akteure aus den genannten Kooperationsräumen können sich gerne unter der Email-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Termine für die Workshops werden dann in Absprache mit den Verbandsgemeinden vereinbart.

nützliche Links:

Ansprechpartner:

  • Thomas Hoor, Dipl.-Geograph, Maria-Kundenreich-Str. 7, Tel. 06561 15 5112
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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