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Hilfreiches für Alltagssituationen

Orientierung

Jeder Mensch wünscht sich ein sicheres und vertrautes Zuhause. Menschen mit Demenz brauchen aber noch mehr - vor allem, wenn mit Fortschreiten der Erkrankung ihre Orientierungsfähigkeit nachlässt und Gefahren und Risiken nicht mehr erkannt werden.

Hilfreiches zur Orientierung:

  • feste Bezugspersonen
  • feste Tagesstrukturierung
  • vertraute, ruhige und helle Umgebung
  • fester Platz für persönliche Dinge wie Handtasche, Schlüssel, Geldbeutel usw.
  • regelmäßige gewohnte Rituale, z.B. beim gemeinsamen Essen
  • Sinne anregen, z. B. Plätzchen-, Kaffeeduft, bekannte Kräuter, Parfüm 

Kommunikation

Menschen mit Demenz haben eine eigene „Weltsicht“. Sie folgen einer anderen Logik. Rationale Argumente sind für sie nicht mehr nachvollziehbar.

Hilfreiches zur Kommunikation:

  • Blickkontakt herstellen
  • langsam, ruhig und deutlich sprechen
  • Gestik, Mimik und Berührung einsetzen
  • keine Kritik üben
  • Diskussionen vermeiden
  • Anschuldigungen überhören

Beschäftigung und Aktivierung

Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch hat individuelle Vorlieben oder auch Abneigungen. Je nach Krankheitsphase können Menschen mit Demenz immer weniger ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.

Hilfreiches zur Beschäftigung

  • alltagsnahe lebenspraktische Tätigkeiten  
    Beispiel: gemeinsam Kochen, Backen, Spülen, Wäsche falten, Gartenarbeit, Werkzeug sortieren, gemeinsam Einkaufen   
  • Bewegung  
    Beispiel: regelmäßige gemeinsame Spaziergänge, Wander- oder Sportgruppe, Tanzen, Gymnastikgruppe, Ballspiele   
  • Musik  
    Beispiel: Musik hören, gemeinsam Singen, Konzertbesuch (klassische Musik, Orgel, Blaskapelle), Kinderchor, Kirchenchor 

 


Hilfreiches für besondere Situationen

Herausforderndes Verhalten

Herausforderndes Verhalten kann sich bei an Demenz erkrankten Menschen häufig im Zuge von Persönlichkeitsveränderungen entwickeln. Es führt oft zu problematischen Situationen, die den Erkrankten selbst aber auch den Betreuenden in Gefahr bringen können.

Hilfreiches zum Umgang mit herausforderndem Verhalten:

  • Bleiben Sie gelassen.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen z.B. durch Ablenkung und Themenwechsel.
  • Diskutieren Sie nicht.
  • Vermitteln Sie Sicherheit.

Krankenhausaufenthalt

Ein Krankenhausaufenthalt ist für niemanden leicht, erst recht nicht für einen an Demenz erkrankten Menschen. Fremde Umgebung, ungewohnte Tagesstruktur, wechselndes Pflegepersonal und unbekannte Situationen bedeuten für den Betroffenen eine große Herausforderung.

Hilfreiches für einen Krankenhausaufenthalt:

  • Vorabinformation an Ärzte und Pflegepersonal:
  • zur derzeitigen medizinischen Versorgung
  • zum pflegerischen Hilfebedarf und zum gewohnten Ablauf der Körperpflege
  • zu allgemeinen Vorlieben und Abneigungen
  • zur Gestaltung des gewohnten Lebensalltags

siehe Download: Informationsbogen “Menschen mit Demenz im Krankenhaus“, der Broschüre der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.,  https://www.lzg-rlp.de/files/Themen/Gesundheit%20im%20Alter/Broschuere_Menschen-Demenz/2016_Bro_Menschen_Demenz_KH_Version_Web.pdf

  • Fragen Sie, ob…
  • die Anwesenheit der Angehörigen bei Untersuchungen möglich ist.
  • die Möglichkeit der Mitaufnahme von Angehörigen besteht.
  • Bringen Sie ein Stück Zuhause mit ans Krankenbett:
  • eigene Bettwäsche
  • ein vertrautes Bild
  • die eigene Lieblingstasse
  • die Handtasche mit geliebten Utensilien
  • Fotoalben
  • beliebte Beschäftigungsmaterialien

Kommunikation ist das Allerwichtigste. Suchen Sie den Austausch mit allen, die in den Aufenthalt eingebunden sind.

Weiterführende Informationen:

Demenznetzwerk Eifelkreis Download: Mittendrin Ratgeber „Leben gestalten mit Demenz“  

https://www.deutsche-alzheimer.de/angehoerige/mit-demenz-im-krankenhaus.html   

https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen/ratgeber-demenz-726472

https://www.lzg-rlp.de/de/demenz.html

 

Wandern und Verirren

Viele Menschen mit Demenz zeigen einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Dieses Wandern ist ein typisches Phänomen. Von außen betrachtet scheint die Umtriebigkeit nicht nachvollziehbar, aus Sicht des Betroffenen ist sie jedoch richtig. Angehörige sollten versuchen, dieses Verhalten zu tolerieren und Verständnis zeigen.

Ein erhebliches Risiko besteht dann, wenn der erkrankte Mensch auf der Suche nach Vertrautem das Haus verlässt und nicht wieder zurückfindet. Er könnte sich selbst und andere gefährden.

Hilfreiches zum Umgang mit  

Der erkrankte Mensch möchte das Haus verlassen.

Mögliche Maßnahmen zur Minimierung mögliches Selbstgefährdung, z. B.:

  • Klangspiele oder Glocke an der Tür
  • Fußmatte mit Signalgeber
  • kindersichere Türgriffe

Der erkrankte Mensch hat das Haus unbemerkt verlassen.

Mögliche Maßnahmen, z. B.:

  • im Vorfeld Etikett mit Namen, Adresse und Telefonnummer in der Kleidung anbringen
  • Informationen an Nachbarn, die eventuell das Verlassen bemerken könnten
  • Bereithalten aktueller Fotos und weiterer persönlicher Informationen, für den Fall der Personensuche siehe Download „Informationsbogen zur Personensuche“, Internetseite Demenznetzwerk Eifelkreis

Weitere Infos: Projekt Personensuche / Blaulichtfamilie

 

Weiterführende Informationen: 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/.../190429_BMG_RG_Demenz.pdf

https://www.lzg-rlp.de/de/demenz.html

 


 

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