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Plakat 1918 1930 ss

Ausstellung im Kreismuseum erinnert an bewegte Jahre nach dem Ersten Weltkrieg

100 Jahre zurück führt die neue Ausstellung „Der gescheiterte Friede“ im Kreismuseum vom 8. Juli bis 29. August. Sie erinnert an die bewegten Jahre nach dem Ersten Weltkrieg im heutigen Rheinland-Pfalz, berücksichtigt aber insbesondere die Ereignisse in den damaligen Kreisen Bitburg und Prüm.

Mit dem Kriegende im November 1918 hatten die Menschen hier nicht nur eine unerwartete Niederlage zu verkraften, sondern standen auch am Beginn einer harten, zwölf Jahre dauernden Besatzungszeit. Am 13. Dezember 1918 kam es zu einer ersten offiziellen Begegnung mit dem „Erbfeind“ Frankreich auf lokaler Ebene. „Das französische Heer kommt als Sieger her zu Ihnen, wir verlangen, dass unsern Befehlen von jedem gehorcht wird“, verkündete der französische General Hennoque, als er vom Bitburger Landrat Graf Adelmann von Adelmannsfelden empfangen wurde. Die anschließende Unterhaltung ist als höflich, aber unterkühlt überliefert. Zunächst jedoch sollte ein großer Teil des Eifel-Mosel-Raumes unter amerikanischer Flagge stehen, so auch die Kreise Bitburg und Prüm. Das heutige Museumsgebäude, damals Landwirtschaftsschule, wurde Standort der Besatzungsbehörde für den Kreis Bitburg. In Prüm wehten die „Stars and Stripes“ der Militärverwaltung am Eingang des Bürgermeisteramtes auf dem heutigen Hahnplatz.

Dramatischer Höhepunkt dieser Periode sollte das Jahr 1923 werden. Wegen rückständiger Reparationszahlungen erhöhte Frankreich den militärischen Druck in den besetzten Gebieten und begann systematisch, deutsche Eisenbahner, Beamte und Amtsträger samt ihren Familien auszuweisen.

Die Ereignisse gipfelten in dem Versuch, eine Rheinische Republik als neutralen Staat zwischen Deutschland und Frankreich zu gründen. Die Idee hatte auch in der Eifel namhafte Fürsprecher und wurde durch die französische Militärverwaltung erheblich gefördert, wie in der Ausstellung gezeigt wird. Dennoch war die Herrschaft der „Separatisten“ nicht von Dauer, auch in Bitburg und Prüm ging sie bereits nach wenigen Wochen und einigen tumultartigen Auseinandersetzungen zu Ende.

Die Ausstellung basiert auf den Ergebnissen des Projektes "Alltag in der Besatzungszeit 1918-1930 im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz". Sie entstand unter der Federführung der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz und des Institutes für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V., in Zusammenarbeit mit zahlreichen lokalen Archiven, Bibliotheken und Museen. Link: https://www.1914-1930-rlp.de/zu-den-projekten/die-besatzungszeit-im-heutigen-rheinland-pfalz.html

Sonntagsgespräche im Kreismuseum am 15.08. und 29.08.

Zum Sonntagsgespräch über die Ausstellung „Der gescheiterte Friede“ lädt das Kreismuseum ein am Sonntag, den 15.08. und 29.08. von 14 bis 17 Uhr. Kreisarchivleiter Georg von Schichau und Museumspädagogin Laura Edelhoff beantworten Fragen und geben Erläuterungen zum Thema der Ausstellung.

Öffnungszeiten: dienstags und mittwochs 11-17 Uhr, donnerstags bis sonntags 14-17 Uhr.

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