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Verlust Zulassungsbescheinigungen

In der Vergangenheit war es Praxis, dass die Zulassungsbehörden auch dann eine beantragte Zulassung oder Umschreibung eines Fahrzeuges durchgeführt haben, wenn der bisherige Fahrzeughalter die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) verloren hatte.

Mit der Einführung neuer Fahrzeugdokumente zum 01.10.2005 und der damit verbundenen Änderung der Richtlinie zur Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II sind die Zulassungsbehörden angewiesen worden, die Ausfertigung der Zulassungsbescheinigung Teil II (bisher Fahrzeugbrief) als Ersatz für das in Verlust geratene Dokument erst nach Abschluss des Aufbietungsverfahrens vorzunehmen.

Die Zulassungsbehörde muss daher zunächst die Aufbietung der in Verlust geratenen Zulassungsbescheinigung Teil II (bisher Fahrzeugbrief) veranlassen und einen entsprechenden Datensatz mit einem Sperrgrund an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) übermitteln. Dabei hat im Vorfeld der in der Zulassungsbescheinigung Teil II (bisher Fahrzeugbrief) eingetragene letzte Fahrzeughalter persönlich unter Vorlage seines Personalausweises oder Reisepasses eine Eidesstattliche Versicherung über den Verlust des Dokumentes bei der Zulassungsbehörde abzugeben.

Nachdem das in Verlust geratene Dokument seitens des KBA im Verkehrsblatt veröffentlicht und keine Einwände Dritter (in der Regel durch Banken oder sonstige Sicherungsgeber) erhoben wurden, darf die Zulassungsbehörde eine neue Zulassungsbescheinigung Teil II in Verbindung mit der Zulassungsbescheinigung Teil I (bisher Fahrzeugschein) ausstellen.

Die Aufbietungsfrist, welche die Zulassungsbehörde abwarten muss, beträgt in der Regel ca. 14-16 Tage, bis die Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II nach Abschluss des Aufbietungsverfahrens neu ausgestellt werden kann.

Das Fehlen bzw. der Verlust des Fahrzeugbriefes oder der Zulassungsbescheinigung Teil II fällt in den allermeisten Fällen dem Fahrzeughalter erst im Rahmen eines beabsichtigten Fahrzeugverkaufes auf. Dies führt dann bei der Umsetzung der Richtlinie zu dem Problem, dass der Verkäufer erst ca. 14-16 Tage warten muss, bis er die neuen Fahrzeugdokumente erhalten kann. Erst dann kann das Fahrzeug auf den neuen Erwerber umgeschrieben werden.

Im Falle einer Außerbetriebsetzung kann dieser Zulassungsvorgang abschließend bearbeitet werden; die Ausstellung der Ersatzdokumente kann auch hier jedoch erst nach Ablauf der Aufbietungsfrist erfolgen. Der betroffene Fahrzeughalter muss dann erneut bei der Zulassungsbehörde vorsprechen und die Ersatzausstellung seiner Fahrzeugpapiere beantragen.

Deshalb raten wir:
Schauen Sie rechtzeitig im Falle eines beabsichtigten Fahrzeugverkaufes nach, ob Sie noch im Besitz der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) sind; andernfalls kann sich unter Umständen die Ersatzbeschaffung und eine Umschreibung des Fahrzeuges auf einen anderen Halter zeitlich verzögern!

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