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Heilpraktiker

Die Erlaubnis zur Zulassung von Heilpraktikern/innen erfolgt nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) vom 18.02.1939, in der zur Zeit geltenden Fassung und den dazu erlassenen Durchführungsverordnungen zum Heilpraktikergesetz (DVO zum HPG).

Welche Behörden die Erlaubnis erteilen, ist in § 3 Abs. 1 und 2 der 1. DVO zum HPG geregelt.
Für Rheinland-Pfalz ist jedoch die Kreisverwaltung Mainz-Bingen landesweit zuständige Überprüfungsbehörde.

Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung nach dem Heilpraktikergesetz:
Die Antragsteller aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm haben vor der Zulassung zur Prüfung nach dem Heilpraktikergesetz der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Antrag auf Zulassung zur Heilpraktikerüberprüfung (formlos)
  • Lebenslauf mit Lichtbild
  • Ärztliches Attest zum Nachweis, dass keine ansteckenden Krankheiten oder sonstige Leiden vorliegen, die der Ausübung des Heilberufes entgegenstehen
  • Führungszeugnis (zu beantragen beim Ordnungsamt der für den Wohnsitz des/der Antragstellers/in zuständigen Stadt-/Verbandsgemeindeverwaltung)
  • letztes Schulzeugnis
  • Unterlagen über Heilpraktikerausbildung

Die Antragsunterlagen werden bei der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm auf ihre Vollständigkeit hin überprüft und an die Kreisverwaltung Mainz-Bingen als landesweit zuständige Überprüfungsbehörde weitergeleitet. Von dort aus wird der Prüfungstermin mitgeteilt.
Nach bestandener Prüfung wird die Erlaubnis zur berufsmässigen Ausübung des Heilpraktikerberufes durch die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm erteilt. Die zu erhebende Verwaltungsgebühr für die Erteilung der Erlaubnis beträgt 76,69 Euro.

Sollte ein Antragsteller die Prüfung nicht bestehen, erhält er durch die Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm einen rechtmittelfähigen Ablehnungsbescheid. Die Gebühr für den Erlass dieses Bescheides beträgt 57,47 Euro.

Hinweise zur Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen Allgemeine Heilpraktikerüberprüfung

Der Antrag auf Zulassung zur Überprüfung zum/zur Heilpraktiker/in ist beim Amt Öffentliche Sicherheit und Ordnung der für Sie zuständigen Kreisverwaltung zu stellen. Die Weiterleitung des Antrags erfolgt zur landesweit zuständigen Überprüfungsbehörde, der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Amt für Gesundheitswesen. Diese ist auch Ansprechpartner für alle Fragen welche die Durchführung der Überprüfungen, z.B. Terminvergabe, Ablauf usw. betreffen.

Die Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern/innen gliedert sich in einen schriftliche und einen mündlich/praktischen Teil. In beiden Teilen müssen ausreichende Kenntnisse nachgewiesen werden. Die Überprüfung erfolgt nach diesen Hinweisen in der zum Zeitpunkt der Überprüfung gültigen Fassung.

Gegenstand der Überprüfung sind folgende Themen:

  • Grundkenntnisse der Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
  • Allgemeine Krankheitslehre, einschl. diagnostischer Abgrenzung psychiatrischer Kranksheitsbilder, psychische Störungen sowie relevanter psychosomatischer Krankheitsbilder
  • Notfallmedizin, einschl. psychiatrischer Notfallsituationen
  • Naturheilkunde
  • Hygiene, Desinfektion und Sterilisation
  • neues Infektionsschutzgesetz (früher Bundesseuchengesetz)
  • Berufs- und Gesetzeskunde, einschl. der in frage kommenden Ländergesetze

Der schriftliche Teil umfasst 60 Fragen nach einem Antwortauswahlverfahren (multiple choice), wobei mindestens 45 Fragen (= 75 %) richtig beantwortet werden müssen. Für die Bearbeitung sind 120 Minuten vorgesehen.

Im mündlich/praktischen Teil sind von dem/der Amtsarzt/ärztin oder seinem/ihrem Vertreter bzw. der Vertreterin und den Beisitzern/innen gestellten Fragen in freier Form zu beantworten sowie am Ende der Überprüfung eine praktische Aufgabe z.B. Perkussion und Auskulation der Lunge bzw. ein Fallbeispiel mit Diagnosestellung und Therapievorschlag zu bearbeiten. Die mündlich/praktische Überprüfung wird als Einzelüberprüfung oder als Überprüfung in Kleingruppen durchgeführt.

Der schriftliche Teil erfolgt grundsätzlich vor dem mündlich/praktischen Teil. Zu beiden Teilen ergeht eine separate Benachrichtigung. Zu jeder Überprüfung ist neben der Benachrichtigung der gültige Personalausweis oder Reisepass vorzulegen.

Eine Benachrichtigung zum mündlich/praktischen Teil erfolgt nur, wenn aufgrund des Ergebnisses des schriftlichen Teiles keine Bedenken gegen die Erlaubniserteilung bestehen. Sofern auch nach dem mündlich/praktischen Teil keine Bedenken gegen eine Erlaubniserteilung bestehen, so leitet die Kreisverwaltung Mainz-Bingen die Unterlagen mit einer entsprechenden Stellungnahme der zuständigen Kreisverwaltung zur Erlaubniserteilung zu.

Ergeben sich aus dem schriftlichen Teil Bedenken gegen die Erlaubniserteilung, so erfolgt keine Benachrichtigung zum mündlich/praktischen Teil der Überprüfung. In diesem Fall bzw. wenn sich im mündlich/praktischen Teil Bedenken gegen die Erlaubniserteilung ergeben, werden die Antragsunterlagen der zuständigen Kreisverwaltung mit einer entsprechenden Benachrichtigung zurück gesandt. In beiden Fällen ist das Überprüfungsverfahren damit abgeschlossen.

Wird die Ausübung des Heilpraktikerberufes trotz der geäußerten Bedenken weiterhin angestrebt, so ist ein neuer Antrag über die zuständige Kreisverwaltung zu stellen. In diesem Fall ist eine erneute schriftliche und mündlich/praktische Überprüfung entsprechend den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen erforderlich. Auch die Prüfungsgebühr ist erneut zu entrichten.

Die schriftlichen Überprüfungen finden jeweils am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober statt. Die mündlich/praktischen Überprüfungen werden im Anschluss daran terminiert. Beide Teile der Überprüfung - schriftlich und mündlich/praktisch - sind zusammmenhängend zu absolvieren.
Die Anmeldefristen sind jeweils der 31. Dezember für die Frühjahrs- und der 30. Juni für die Herbstüberprüfung. Es werden immer nur Anmeldungen für die jeweils nächste Überprüfung entgegengenommen.

Die vollständigen Unterlagen müssen der Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Amt für Gesundheitswesen am 30. Juni bzw. am 31. Dezember vorliegen.

Die Überprüfung erfolgt nur unter der Voraussetzung, dass die Überprüfungsgebühr in Höhe von 306,78 Euro bzw. für die eingeschränkte Überprüfung von 204,52 Euro innerhalb des in der Ladung zum schriftlichen Teil der Überprüfung angegebenen Zeitraumes bezahlt wird. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch Terminabsagen, Terminverschiebungen sowie die Zurücknahme des Antrags gebührenpflichtig sind.

Die Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen finden Sie hier.

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