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Gewalt in engen sozialen Beziehungen

Im „geschützten" Rahmen der Familie und anderen engen sozialen Beziehungen kommt es am häufigsten zu körperlicher Gewalt, Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Dabei geht die Gewalt zum allergrößten Teil von Männern aus. Gewalt in engen sozialen Beziehungen wurde lange Zeit als Privatsache betrachtet, aber diese Gewalt geht alle an. Gewalttaten in engen sozialen Beziehungen sind keine Familienstreitigkeiten oder Beziehungskonflikte sondern ein schwerwiegendes kriminelles Unrecht. Seit Oktober 2000 setzt sich in Rheinland-Pfalz das Interventionsprojekt RIGG gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen ein. Diese Gewalt ist

  • ist keine Privatsache,
  • ist weltweit das häufigste Gewaltdelikt,
  • kommt in allen sozialen Schichten und Kulturen vor,
  • ist unabhängig von Alter, Bildungsstand, Einkommen, Nationalität oder religiöser Zugehörigkeit,
  • verletzt immer die Würde und das Selbstbestimmungsrecht des Opfers,
  • hat schwere und anhaltende Folgen.

Das Ausmaß der Gewalt

Gewalt in engen sozialen Beziehungen findet hinter verschlossenen Türen statt und wird selten öffentlich bekannt.

Im Rahmen einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie zur „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" wurden 10.000 Frauen befragt. Die Ergebnisse machen das Ausmaß der Gewalt deutlich, und sie sind erschreckend:

  • 37% aller Befragten gaben an, mindestens einmal seit dem 16. Lebensjahr körperliche Gewalt (von Ohrfeigen bis zu Verprügeln und Waffengewalt) erlebt zu haben.
  • 13% der befragten Frauen, also fast jede siebte Frau, gaben an, seit dem 16. Lebensjahr Formen von sexueller Gewalt erlebt zu haben (nur strafrechtlich relevante Formen erzwungener sexueller Handlungen).
  • Unterschiedliche Formen von sexueller Belästigung haben 58% der Befragten erlebt.
  • 42% aller befragten Frauen gaben an, Formen von psychischer Gewalt erlebt zu haben, die von eingeschüchtert werden oder aggressivem Anschreien über Verleumdungen, Drohungen und Demütigungen bis hin zu Psychoterror reichten.
  • Rund 25% der in Deutschland lebenden Frauen haben Formen körperlicher oder sexueller Gewalt (oder beides) durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner oder -partnerinnen erlebt.

Dies bedeutet: Jede vierte Frau in Deutschland wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt durch ihren Ehe- bzw. Lebenspartner oder Freund.

Betroffen sind Frauen jedes Alters, unabhängig von sozialer Schicht, Bildungsstand, Einkommen, Nationalität, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit.

RIGG - Runder Tisch Eifel

RIGG steht als Abkürzung für „Rheinland-Pfälzisches Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“. Im Rahmen dieses Projektes wurde 2001 der Regionale Runde Tisch „Eifel“ gegründet. Eingeladen sich jeweils die örtlichen Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten, der Sozialdienste der Krankenhäuser, die Sozialverbände, des Frauenhauses und der Interventionsstelle sowie weitere Interessierte, die sich für das Thema Gewalt in engen sozialen Beziehungen engagieren.

Der Regionale Runde Tisch „Eifel“ dient der Vernetzung solcher Personen und Institutionen, die in ihrer Arbeit mit der Problematik der häuslichen Gewalt konfrontiert sind. Die Gleichstellungsbeauftragten der jeweiligen Landkreise richten jährlich drei Sitzungen des Runden Tisches abwechselnd in Daun, Bitburg und Wittlich aus. Ziel ist es, das Hilfesystem für Opfer von Gewalt in engen sozialen Beziehungen in unserer Region zu optimieren und die Öffentlichkeit für die Gewaltproblematik zu sensibilisieren.

Interventionsstelle Eifel-Mosel

Beratung und Unterstützung finden von häuslicher Gewalt und Stalking Betroffene bei der Interventionsstelle Eifel-Mosel des Caritasverbandes Westeifel e. V. Wir beraten telefonisch oder in direktem persönlichen Kontakt vertraulich und kostenfrei. Wir informieren über die rechtlichen Möglichkeiten nach dem Gewaltschutzgesetz. Wir überlegen gemeinsam, wie Sie sich in Zukunft vor Übergriffen oder psychischer Gewalt schützen können. Auch unterstützen wir Sie beim Umgang mit Behörden und Gerichten und vermitteln bei Bedarf an andere Beratungsstellen und Hilfeinstitutionen weiter.

Die Interventionsstelle Eifel-Mosel ist für den gesamten Bereich der Polizeidirektion Wittlich zuständig: Den Landkreis Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell, den Eifelkreis Bitburg-Prüm und den Landkreis Vulkaneifel. Telefonisch sind die Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle Eifel-Mosel in Bitburg (Tel: 06561-96710), in Daun (Tel: 06591-95730) und in Prüm (Tel: 06551-971090) erreichbar, per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Beraterinnen der Interventionsstelle stehen ganz auf der Seite der Bedrohten und von Gewalt Betroffenen, die über die Annahme der Ergebnisse des Beratungsangebotes entscheiden. Die Entscheidungen werden respektiert! 

Dokumente & Downloads

Flyer-Intervention.pdf

Zuständig

Arbeitgebermarke Eifel Region Trier  Leader  Familienportal Eifelkreis  Zukunftsinitiative Eifel  Baukultur Eifel

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