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Equal Pay Day

Die Idee des Equal Pay Day stammt ursprünglich aus den USA, wo ihn die amerikanischen Business and Professional Women bereits Mitte der Neunziger Jahre etablierten. Das Thema Entgeltgleichheit steht im Mittelpunkt zahlreicher Aktionen und Veranstaltungen.

Um auf die Entgeltunterschiede in Deutschland aufmerksam zu machen hat Business and Professional Women Germany e.V. (BPW) im Jahr 2008 den ersten Equal Pay Day / Tag der Entgeltgleichheit initiiert.

Isinay Kemmler, Marketingberaterin und Mitglied im BPW Club Frankfurt e.V., brachte die red purse campaign 2007 von BPW / USA und damit die Idee des Equal Pay Day mit nach Deutschland. Sie gründete Mitte 2007 die Projektgruppe Initiative Rote Tasche und war deren erste Leiterin.

Das Tragen einer roten Tasche hat sich zum Symbol des Protests gegen Entgeltungleichheit entwickelt. Rote Taschen stehen für rote Zahlen und dafür, dass Frauen weniger in der Tasche haben als Männer.

Die konkreten Ziele der Initiative Rote Tasche sind:

  • Die Debatte über Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen beleben
  • Das Bewusstsein für das Ausmaß und die Tragweite des Problems schärfen
  • Sensibilisierung und Mobilisierung aller beteiligten Akteurinnen und Akteure
  • Stärkung der Frauen, damit sie aktiv und eigenverantwortlich handeln
  • Reduzierung der Entgeltschere in Deutschland
  • Etablierung des bundesweiten Equal Pay Day

Ende 2007 entschieden sich die BPW Clubs in Deutschland unter der Leitung der amtierenden Präsidentin des BPW Germany, Dr. Bettina Schleicher, für die Einführung des ersten Equal Pay Day am 15. April 2008. Sie übernahmen damit zunächst das in Amerika festgelegte Datum für den Aktionstag.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) und der Deutsche Frauenrat (DF) mit seinen Mitgliedsverbänden unterstützten diese Aktivität bereits im Jahr 2008.

Der erste Equal Pay Day in Deutschland war - gemessen am öffentlichen Interesse - ein großer Erfolg.

"Equal Pay" erreichen

Laut des Statistischen Bundesamtes ist das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen auch im Jahr 2014 nicht kleiner geworden. Frauen erhalten für ihre Arbeit durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Die Pressemitteilung finden Sie hier. Im europäischen Vergleich ist Deutschland eines der Schlusslichter.

Der Aktionstag „Equal Pay Day“ findet jährlich statt und markiert den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern in Deutschland als den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen.

Das Datum des Aktionstages „Equal Pay Day“ errechnet sich in Deutschland nach der Formel: 52 Wochen/Jahr x 5 Arbeitstage/Woche = 260 Arbeitstage/Jahr x statistisch aktuell ermittelter Entgeltunterschied in Prozent.

Die bundesweite Offensive zum Thema „Equal Pay“ verfolgt allerdings nicht nur am jährlichen Aktionstag selbst, sondern das ganze Jahr über das Ziel, den konstruktiven Dialog rund um das Thema Entgeltgleichheit zu fördern und richtet sich grundsätzlich gleichermaßen an alle Akteure der Wirtschaft, an Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und an die breite Öffentlichkeit.

Was sind die Ursachen von Entgeltunterschieden zwischen Frauen und Männern?

Die Gründe für Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen sind komplex. Fakt ist, dass hierfür auch bestehende Rollenbilder und die Aufgabenverteilung in Familien ursächlich sind. Das gleiche gilt für das Berufswahlverhalten von Männern und Frauen.
So arbeiten Frauen häufiger in Branchen, in denen das Entgeltniveau niedriger ist, sind Frauen seltener in gut bezahlten Führungspositionen vertreten und verfügen über weniger Berufsjahre, was sich negativ auf Gehaltsentwicklungen auswirkt. Bestehende Rollenbilder beeinflussen die Aufgabenverteilung in den Familien und das sich auf das Einkommen auswirkende Berufswahlverhalten. Schließlich sind staatliche Rahmenbedingungen für die Entgeltunterschiede mitverantwortlich.

Wie kann der Abbau von Entgeltunterschieden erreicht werden?

Die dafür erforderlichen Maßnahmen sind vielfältig. Ansatzpunkte wie z.B. die häufigen Berufsunterbrechungen von Frauen wegen familiärer Verpflichtungen und der damit verbundenen verringerten Aufstiegschancen oder das eingeschränkte Berufswahlverhalten von Frauen zeigen, dass gelebte traditionelle Rollenbilder hinterfragt und auf die damit verbundenen Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen möglichst so eingewirkt werden muss. Nur so kann der Weg zu gleichberechtigten und -wertigen Einkommens- und Karrierechancen für Frauen und Männer in Deutschland geebnet werden.

Interessante Informationen zum Thema Frauen und Beruf finden Sie hier.

Zuständig

  • Hartmer, Christina

    Gleichstellungsbeauftragte

    Tel.: 06561 15-3100
    Kontaktformular

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