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Cross Compliance

Schon mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2005 waren zum Erhalt von EU-Zahlungen Umweltstandards einzuhalten (Cross Compliance). Diese Regelungen werden mit der neuen GAP-Reform ab 2015 in modifizierter Form fortgeführt. Die Gewährung bestimmter EU-Zahlungen ist an die Einhaltung von grundlegenden Anforderungen in den Bereichen Umweltschutz, Klimawandel, guter landwirtschaftlicher Zustand der Flächen, Gesundheit von Mensch und Tier und Pflanze sowie den Tierschutz geknüpft. Verstöße gegen diese grundlegenden Anforderungen können zur Kürzung der Prämie führen.

Die Cross Compliance Regelungen umfassen drei Teilbereiche:

A) 13 Einzelvorschriften einschlägiger EU-Regelungen über die Grundanforderungen an die Betriebsführung (GAB). Hierunter fallen: Schutz der Gewässer, Vogelschutz, Erhaltung der natürlichen Lebensräume, Tierkennzeichnungspflicht, Tierschutz u.a.

B) 7 Regelungen zur Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (GLÖZ):

  • Schaffung von Pufferzonen entlang von Wasserläufen
  • Einhaltung von Genehmigungsverfahren bei künstlicher Bewässerung
  • Schutz des Grundwassers gegen Verschmutzung
  • Mindestanforderung an die Bodendeckung bei Ackerflächen
  • Mindestpraktiken der Bodenbearbeitung zur Begrenzung der Bodenerosion
  • Erhaltung des Anteils der organischen Substanz im Boden
  • Keine Beseitigung von Landschaftselementen

C) Regelung zur Erhaltung des Dauergrünlandes

Weitere Einzelheiten finden Sie in der Cross Compliance Broschüre des Landes Rheinland-Pfalz.

Weitere Hinweise:

Bodenerosion
Ab 01.07.2010 gilt für Rheinland-Pfalz ein Erosionskataster mit Gefährdungsstufen der landwirtschaftlichen Nutzflächen. Daraus können sich auch Nutzungseinschränkungen für den Landwirt ergeben. Das Erosionskataster ist im FLOrlp eingestellt und für jeden Betrieb einsehbar. Aus dem Merkblatt zum Pflugverbot können Sie weitere Informationen zur Bewirtschaftung von erosionsgefährdeten Flächen entnehmen.

Dauergrünland
Alle Landwirte, die Direktzahlungen beziehen, benötigen für den Umbruch von Dauergrünland eine Genehmigung. Dies ergibt sich aus der am 23.08.2014 in Kraft getretenen Landesverordnung zur Erhaltung von Dauergrünland. Die Regelung wurde erforderlich, da sich der Anteil des Dauergrünlands an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Rheinland-Pfalz bezogen auf das Basisjahr 2003 um mehr als 5 %, nämlich 6,41 %, reduziert hat und die EU für diesen Fall regulierende Vorschriften fordert. Der Erhalt des Dauergrünlands ist nicht nur wegen seiner positiven Umweltwirkungen und seiner Bedeutung für die Tierhaltung und Milchwirtschaft wichtig. Es trägt auch zum Bodenschutz, zur Regenerationsfähigkeit des Wassers und zum Erhalt einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt bei.

Daher werden innerhalb der Kreisverwaltung neben der Unteren Landwirtschaftsbehörde auch die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde in die jeweilige Entscheidung eingebunden. Eine Genehmigung kann u. a. dann nicht erteilt werden, wenn keine Ersatzfläche neu eingesät wird und/oder bestehende Regelungen z. B. aus natur- oder gewässerschutzfachlicher Sicht den Eingriff verbieten. Der Antrag auf Genehmigung eines Umbruchs von Dauergrünland ist bei der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm – Amt 11 Landwirtschaft – zu stellen. Die Landesverordnung läuft zum 31.12.2016 aus und verliert ihre Wirkung. Überlagert wird sie bereits seit dem 01.01.2015 durch die EU-Vorschriften zum Greening im Zusammenhang mit der EU-Agrarreform. Seit diesem Zeitpunkt entfaltet die Landesverordnung ledilgich noch bis zum 31.12.2016 Wirkung für zertifizierte Ökobetriebe, weil diese von den EU-Regelungen zum Greening befreit sind. Die Anlegung einer Ersatzfläche ist nicht erforderlich für Dauergrünland welches erst ab dem 01.01.2015 neu entstanden ist. Eine Genehmigung ist trotzdem einzuholen. Pflegeumbrüche im Dauergründland sind ebenfalls anzuzeigen. 

Landschaftselemente
Landschaftselemente (Hecken, Bäume, Feldgehölze etc.) erfüllen wichtige Funktionen für den Umwelt- und Naturschutz. Aus diesem Grund hat die EU den Schutz der Landschaftelemente in die Cross Compliance Verpflichtungen übernommen. Zum 01.01.2015 führt Rheinland-Pfalz daher ein landesweites Landschaftselemente-Kataster ein. Allerdings ist nicht jedes Gehölz auf einer Fläche gleichzeitig ein Landschaftselement. Anhand einer LE-Fibel lassen sich die Landschaftselemente klassifizieren.

Weitere Informationen:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier

Zuständig

  • Becker, Helmut

    Dauergrünlanderhaltung, Zahlungsansprüche, Vor-Ort-Kontrollen

    Tel.: 06561 15-2181
    Kontaktformular
  • Wallerius, Julia

    Agrarumweltmaßnahmen, Vor-Ort-Kontrollen

    Tel.: 06561 15-2130
    Kontaktformular

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