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Jugendschutz - Allgemeines

Der Jugendschutz nimmt die Interessen von Kindern und Jugendlichen wahr, wenn es darum geht, sie vor Gefahren und schädlichen Einflüssen sowie vor seelischen und körperlichen Überforderungen zu schützen.

Dabei ist der Aufgabenbereich des Jugendschutzes so breit wie das Spektrum der Gefährdungen, mit denen Kinder und Jugendliche konfrontiert werden, wenn sie in die Gesellschaft hineinwachsen. Er reicht von A wie Aufklärung in Gewerbebetrieben zu den jugendschutzrechtlichen Bestimmungen (z.B. in Gaststätten, Geschäften, Tankstellen, Videotheken) bis Z wie Zugangsbeschränkungen, denen beispielsweise Bildträger unterliegen (Computerspiele, DVDs, Videofilme).

Der Jugendschutz setzt überall dort an, wo Kinder und Jugendliche nicht in der Lage sind, sich gegen Gefährdungen für eine positive Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu wehren. Er unterstützt damit das natürliche Recht und die Verpflichtung der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder. Die Bestimmungen des Jugendschutzrechtes haben daher vor allem jene Bereiche im Blick, in denen Kinder und Jugendliche sich in der Öffentlichkeit bewegen. Sie zielen auf eine Inverantwortungnahme der Erwachsenen, bei der Gestaltung von vorteilhaften Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche mitzuwirken, und nicht darauf, eventuelles Fehlverhalten von Kindern und Jugendlichen anzuprangern.

Der Jugendschutz ist heute auf den verschiedensten Ebenen in unterschiedlichen Institutionen mit zum Teil jeweils eigenen gesetzlichen Grundlagen organisiert (z.B. jugendschutz.net, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Landesarbeitsstellen Kinder und Jugendschutz, Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia, etc.). Bestimmungen zum Jugendschutz finden sich in über 90 bundesdeutschen Gesetzen, wobei das im April 2003 in Kraft getretene neue Jugendschutzgesetz grundlegend ist.

Auf der Ebene des Eifelkreises Bitburg-Prüm geht es vor allem darum, die Aufgaben und Interessen des Jugendschutzes so zu bündeln, dass eine klare Verantwortlichkeit für diesen Bereich deutlich und die für Maßnahmen notwendige Kooperation und Kommunikation zwischen den relevanten Institutionen sichergestellt wird.

Hier erhalten Sie den Gesetzestext zum Jugendschutzgesetz.

Gesetzlicher Kinder- und Jugendschutz

Der gesetzliche Jugendschutz, auch kontrollierend-ordnender Jugendschutz genannt, umfasst den Arbeitsbereich des "klassischen Jugendschutzes" und damit solche Maßnahmen, die auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinwirken.

Auf der Kreisebene kommt dem Jugendamt in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ordnungsbehörden und der Polizei die Aufgabe zu, durch Beratung, Aufklärung und Kontrollen in den einschlägigen Betrieben dafür Sorge zu tragen, dass jugendgefährdende Einflüsse von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden. Am bekanntesten sind hier sicher die Bestimmungen zum Aufenthalt in Gaststätten oder zur Abgabe von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Kinder und Jugendliche. Aber auch in anderen Bereichen wird das Jugendamt tätig. Zu denken ist hier beispielsweise an schädliche Einflüsse durch das Internet, Zeitschriften sowie Musik- und Bildträger mit gewaltverherrlichendem und pornographischem Inhalt, auf die mit Indizierungsanträgen an die zuständige Institution (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) reagiert wird.

Gesetzliche Grundlage für die Arbeit im Bereich des gesetzlichen Jugendschutzes ist nicht nur das Jugendschutzgesetz, sondern eine Vielzahl weiterer Gesetze (z.B. Jugendarbeitsschutzrecht, §§ 130f. StGB, §§ 174-184c StGB, etc.).

Folgende Aufgaben werden vom Jugendamt übernommen:

  • Beratung von freien Trägern der Jugendhilfe sowie Veranstaltern aller Art zur Gewährleistung einer jugendgerechten Durchführung von Veranstaltungen
  • Entwicklung, Beschaffung, Verbreitung von Informations- und Arbeitsmaterialien
  • Marktbeobachtung und Antragstellung zu jugendgefährdenden Medien bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften
  • Mitwirkung bei Jugendschutz-Kontrollmaßnahmen

Ferner steht Ihnen beim Jugendamt der u.g. Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Sie auf entsprechende Verstöße hinweisen möchten.

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Seine gesetzliche Grundlage findet der erzieherische Kinder- und Jugendschutz in den §§ 2 Abs. 2 und 14 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes – Achtes Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und den §§15 ff. Landesgesetzes zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (AGKJH) Rheinland-Pfalz. In diesem Bestandteil des Jugendschutzes können alle Maßnahmen und Angebote zusammengefasst werden, die entweder Kinder und Jugendliche befähigen, selbstverantwortlich mit möglichen Gefahrenquellen umzugehen, oder mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehenden Personen (Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen) bei der Verantwortungsübernahme für das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen unterstützen.

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz hat damit eher eine vorbeugende Funktion, indem immer auf der Grundlage konkret beobachtbarer Gefährdungspotentiale gehandelt wird, bevor das "Kind in den Brunnen gefallen" ist. Schwerpunktmäßig betätigt sich dieser in den Arbeitsbereichen Suchtvorbeugung, Gewaltprävention, Medienerziehung und Gesundheitserziehung. Dabei werden die gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen immer daraufhin beobachtet, inwiefern sich daraus neue oder ergänzende Handlungsbedarfe für Maßnahmen des Kinder- und Jugendschutzes ergeben.

Bei folgenden Fragen bekommen Sie bei dem u.g. Ansprechpartner Unterstützung:

  • Planung, Koordination, Durchführung präventiver Maßnahmen u. Konzepte im Kinder-, Jugend- u. Erwachsenenbereich
  • Aufbau und Unterstützung von regionalen und überregionalen sowie grenzüberschreitenden Netzwerken (z.B. Regionaler Arbeitskreis Suchtprävention)
  • Förderung von präventiven Maßnahmen anderer Träger
  • Beratung von Kommunen, Institutionen, Vereinen und Verbänden, Erziehungsberechtigten etc. bei Fragen und Problemen sowie bei der Maßnahmenplanung
  • Entwicklung, Beschaffung, Verteilung und Verleih von Informations-/ Arbeitsmaterialien und Medien.

Jugendschutzportal

Mit jugendschutzaktiv.de hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein eigenes Internetportal zum Thema Jugendschutz. Die Seite informiert vor allem über das Jugendschutzgesetz und seine Anwendung. Neben Informationen für Eltern werden alle Regelungen des Jugendschutzes erläutert, die für Beschäftigte in Einzelhandel, Gaststätten, Diskotheken, Tankstellen und anderen Einrichtungen relevant sind.

 

Zuständig

  • Müller, Robert

    Wirtschaftliche Jugendhilfe/Voll- und teilstationäre Maßnahmen A - H, Jugendschutz

    Tel.: 06561 15-3260
    Kontaktformular

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