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Kommunaler Jugendscout: Beratung für Jugendliche in Notsituationen

Der "Kommunale Jugendscout" ist ein Projekt, das seit 2004 im Eifelkreis Bitburg-Prüm etabliert ist und aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfond gefördert wird. Die Kreisverwaltung hat den Caritasverband als Träger mit der Durchführung beauftragt hat. Das Kreisjugendamt fördert zudem über einen jährlichen Zuschuss die Möglichkeit des "Begleiteten Wohnens", die der Jugendscout des Caritasverbandes je nach Einzelfall zur Verfügung stellen kann.

Der kommunale Jugendscout bietet Beratung und Hilfe für Jugendliche und junge erwerbsfähige Erwachsene unter 25 Jahren, deren dauerhafte berufliche und soziale Integration durch Benachteiligung im sozialen, familiären und/oder psychischen Bereich beeinträchtigt ist. Mit diesem Angebot sollen Jugendliche und junge Erwachsene auf einem bewusst niedrigschwelligen Niveau angesprochen werden, die durch die vorhandenen Angebote zur beruflichen Eingliederung bisher nicht erreicht wurden und die aufgrund ihrer häufig multifaktoriellen Beeinträchtigungen bisher nicht durch andere soziale Netzwerke aufgefangen werden konnten.

Ein großer Bereich der Arbeit des Jugendscouts ist die Beratung und Betreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in akuten Notsituationen. Diese Notsituationen sind meist gekennzeichnet von z.B. drohender oder bereits bestehender Wohnungslosigkeit, keinerlei sozialer Absicherung, keinerlei finanzieller Mittel, Arbeitslosigkeit, psychischer Beeinträchtigungen, Gewalterfahrungen, Drogenproblematik, um nur einige Aspekte zu nennen. Hier dient der Jugendscout als erste Anlaufstelle für betreffende Jugendliche, um mit ihnen gemeinsam einen Hilfeprozess zu planen und auch konkrete Hilfestellung zu leisten, z.B. durch Begleitung zu Behörden, Hilfe bei der Wohnungssuche, materielle Hilfen z.B. durch Möbelspenden, Vorfinanzierung von Mietkautionszahlungen usw.  Diese kurzfristigen finanziellen Hilfestellungen werden durch den jährlichen Kreiszuschuss für das Projekt ohne bürokratische Hemmnisse ermöglicht, wobei jedoch eine Aufgabe des Jugendscouts auch darin besteht, Kostenträger für die unterschiedlichen Bedarfe der Jugendliche zu finden. Die Hauptaufgabe in dieser Phase der Beratung und  Betreuung besteht zunächst darin, eine existentielle Grundsicherung herzustellen und im nächsten Schritt eine Stabilisierung der Lebensverhältnisse zu erreichen und die Motivation der Jugendlichen, über eine schnelle Krisenintervention hinaus an der Gestaltung eines geregelten Lebens zu arbeiten.

Wenn sich im Laufe der Arbeit mit den Jugendlichen herausstellt, dass sie zunächst nicht in der Lage sind, ihre Angelegenheiten weitestgehend selbständig zu regeln und so eine Stabilisierung der Lebensverhältnisse nicht erreicht werden kann, aber eine Rückkehr bzw. ein Verbleib im elterlichen Haushalt aus den verschiedensten Gründen ebenfalls ausgeschlossen ist, kann  diesen Jugendlichen für eine gewisse Zeit eine Wohnmöglichkeit und eine entsprechende Begleitung und Betreuung zur Verfügung gestellt werden, um ihnen damit den Rahmen und die Zeit zu geben, ihr Leben mit der notwendigen Unterstützung zu ordnen und um eine soziale wie berufliche Perspektive zu entwickeln. Diese Möglichkeit ist nur über die Förderung durch den Eifelkreis Bitburg-Prüm möglich. In der Vergangenheit hat sich hierbei bereits häufig die enge Kooperation mit vom Jugendamt installierten Hilfen zur Erziehung als sehr erfolgreich und effektiv erwiesen. Auch bei der Betreuung von jungen allein erziehenden Müttern, die von Seiten des Jugendamtes unterstützt werden, hat sich eine enge Kooperation mit den freien Trägern der Jugendhilfe bereits in einigen Fällen bewährt.

Im Jahr 2009 haben insgesamt 93 Jugendliche und junge Erwachsene das Beratungsangebot des Kommunalen Jugendscouts im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Anspruch genommen.

 

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