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Unwetterkatastrophe: Anträge auf Soforthilfe für Kulturdenkmäler können gestellt werden

Für die von der zurückliegenden Unwetterkatastrophe betroffenen Eigentümer von Kulturdenkmälern - hierzu zählen u.a. denkmalgeschützte Wohnhäuser, Kapellen oder Wegekreuze - hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Soforthilfe-Programm ins Leben gerufen.

Das Zuschussverfahren gliedert sich in 3 Stufen: Für die „kleine Soforthilfe“ bis 2.500,- € reicht eine Beschreibung der Schäden und eine eigene Kostenschätzung. Für die Soforthilfe bis 10.000,- € werden zusätzlich Angebote zu den notwendigen Arbeiten benötigt. Es geht grundsätzlich um die durch eine Versicherung nicht gedeckten Kosten. Bei beiden Anträgen sind aussagekräftige Bilder zum Gebäude und den Schäden beizufügen. Da der Sachverhalt von der Unteren Denkmalschutzbehörde bestätigt werden muss, senden Sie bitte Ihren ausgefüllten Antrag mit den Anlagen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Post an die Kreisverwaltung. Ihr Antrag wird dann an die DSD weitergeleitet.

Für die Soforthilfe über 10.000,- € ist ein regulärer Antrag bei der DSD zu stellen. Hierfür werden ein umfangreicherer Antrag, Kostenangebote und eine Bestätigung der Landesdenkmalpflege benötigt. Die Antragstellung erfolgt beim regionalen Ansprechpartner der DSD per Email unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Alle Infos zur Soforthilfe der DSD finden Sie unter:https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erhalten/hochwasserkatastrophe/nothilfe-foerderung-erhalten.html

Zum richtigen Umgang mit den Gebäudeschäden gibt es auch aufgrund der Erfahrungen der Oder- und Elbe-Hochwasserereignisse klare Empfehlungen. Bei historischen Gebäuden mit mineralischen Putzen wird von einer zu schnellen bzw. künstlichen Trocknung abgeraten. Das Gebäude soll nach Möglichkeit durch Querlüftung langsam trocknen. Bei ungünstigen Lüftungsmöglichkeiten können reine Ventilatoren zur Lüftungsunterstützung eingesetzt werden. Es hat sich gezeigt, dass Massivholz-Bauteile wie Türen, Schränke, Vertäfelungen, Böden und Treppen im eingebauten Zustand und einer langsamen Trocknung am wenigsten Schaden nehmen. Künstliche Oberflächen wie Dämmtapete, Laminat, PVC oder Teppiche sind in der Regel schnell auszubauen, um ein Trocknen nicht zu behindern. Sollte sich bei zu schlechter Durchlüftung Schimmel bilden, so kann dieser durch abwischen oder besprühen und abtupfen mit reinem Alkohol (70 – 80%) beseitigt werden. Bei durch Heizöl belasteten Putzen kommt nur ein Austausch der Putzflächen in Frage. Hinsichtlich der Belastung durch Fäkalkeime sind sich die Fachleute einig, dass die Verdünnung in der Regel für eine Gefährdung zu hoch ist. Durch den neuen Anstrich erhält der Putz zusätzlich eine neue Kontakt-Oberfläche. Jüngere Bodenkonstruktionen z. B. schwimmende Estriche können natürlich kaum austrocknen, so dass diese technisch getrocknet oder ausgetauscht werden müssen.


Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 11.08.2021

Dokumente & Downloads

Zuschussantrag_DSD.pdf

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