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Agrarförderung: Sonderregelungen wegen Starkregen

Weil die letzen Tage der Antragsfrist für die Agrarumweltprogramme von der Starkregenkatastrophe überlagert wurden, können die bekanntgemachten EULLa-Programmteile bis zum 30.07.2021 bei der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Amt Landwirtschaft, per Post, Telefax oder Briefkasteneinwurf beantragt werden.

Agrarfördergelder werden für beihilfefähige Hektarflächen gezahlt. Diese müssen jederzeit während des gesamten Kalenderjahres für eine landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen bzw. sich in einem landwirtschaftlich guten Zustand befinden, außer es liegt ein Fall von höherer Gewalt  bzw. außergewöhnlicher Umstände vor. Wenn durch extreme Regenfälle Überschwemmungen oder Abschwemmungen auf beihilfefähigen Flächen entstehen und den Aufwuchs nachhaltig und irreparabel schädigen, kann ein solcher Fall vorliegen. Davon erfasst sind nicht Dauergrünlandflächen, deren Nutzung nach Abtrocknung und Beseitigung der Ablagerungen wiederhergestellt sind. Nur im Falle der dauerhaften Vernichtung der Grasnarbe oder des Aufwuchses ist die Anzeige eines Falles höherer Gewalt erforderlich.

Die Anzeige ist unverzüglich, jedoch bis spätestens 15 Arbeitstage nach dem Schadensereignis bzw. dem Tag ab dem der Antragsteller hierzu in der Lage ist, der Kreisverwaltung vorzulegen, um eine evtl. Kürzung der Fördergelder zu verhindern. Dieser Meldung (formlos) sind die Unternehmensnummer sowie Nachweise über das Schadensereignis beizufügen, aus denen geschlossen werden kann, dass es sich um einen solchen Ausnahmefall handelt (z. B. Fotos). Die betroffenen Flächen sind mit Angabe der Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer, der Schlag-Nr.  aus dem Flächennachweis und der Kulturart anzugeben. Vordrucke können auf Wunsch beim Kreisbauernverband, dem DLR und der Kreisverwaltung angefordert werden, sind aber keine Pflicht.

Nach Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums dürfen im gesamten Eifelkreis Bitburg-Prüm, aufgrund der Starkregenereignisse, brachliegende Ackerflächen zur Beweidung genutzt oder zu Futterzwecken gemäht werden. Mit dieser Maßnahme soll lt. zuständigem Landesministerium ein Futterengpass für die Landwirte vermieden werden. Ein Großteil der Ackerbrachen sei aktiv begrünt und biete somit eine gute Möglichkeit, evtl. Futterengpässe zumindest teilweise auszugleichen. Landwirte, die im Rahmen der Beantragung von Direktzahlungen zur Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen im Rahmen des Greening verpflichtet sind, dürfen daher ab dem 16. Juli  2021  brachliegende Ackerflächen nach Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 (Nutzungscode 062) durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zu Futterzwecken nutzen. Honigbrachen fallen ausdrücklich nicht unter die Ausnahmegenehmigung (Nutzungscode 065 und 066). Alle sonstigen Regelungen bleiben unverändert. So darf z. B. auch weiterhin auf ÖVF-Zwischenfrucht/Untersaatflächen ausdrücklich keine Schnittnutzung erfolgen.


Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 21.07.2021

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