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Eifelkreis sucht Mediziner

Aerzte gesucht PK

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm sucht gezielt nach Medizinern, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, denn die zukünftige Versorgung der Bevölkerung mit ärztlichen Leistungen stellt eine Herausforderung im Bereich der Kreisentwicklung dar. Bei den zugelassenen Hausärzten rechnet die Kassenärztliche Vereinigung damit, dass bis 2020 26 Hausärzte und somit rund 43 % der Hausärzte im Kreis altersbedingt ihre Praxis abgeben.

Mit einer Nachfolge durch ärztlichen Nachwuchs im früheren Umfang ist nicht mehr zu rechnen. Daher hatte Landrat Dr. Joachim Streit in den Kreisnachrichten einen Aufruf an die Ortsbürgermeister und die Bevölkerung gerichtet mit der Bitte, Kontaktdaten von Medizinern oder Medizinstudenten, die in der Eifel groß geworden sind oder hier gewohnt haben und jetzt außerhalb des Kreises arbeiten, an die Kreisverwaltung zu senden (Kreisnachrichten Ausgabe 2/2018).

Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger informiert werden, hatte Landrat Dr. Joachim Streit Mitte Januar lokale Medienvertreter zu einer Pressekonferenz eingeladen, um ihnen die Problematik zu schildern. Dass sich allein durch den Aufruf genügend Ärzte finden, um den Mangel auszugleichen, glaubt der Landrat nicht: „Wir wollen aber nichts unversucht lassen.“ Alle freien Stellen in Vollzeit zu besetzen, sei unmöglich, sagte Streit. Ohne flexible Zeitmodelle und Öffnungszeiten der Praxen gehe es in Zukunft nicht. Die Verwaltung hofft, dass durch den Aufruf im besten Fall eine umfangreiche Liste mit Adressen und Namen zusammenkommt. Die Ex-Eifeler werden dann von der Kreisverwaltung zu einer Exkursion am Wochenende eingeladen. Auf diese Weise sollen sie ihre alte Heimat neu kennenlernen. „Wer Eifel hört, denkt an verschlafene Dörfer“, so Streit. In den vergangenen Jahren habe sich aber einiges getan. Heute gebe es in der einst rückständigen Region nicht nur schnelles Internet und bau-kulturell wertvolle Häuser, sondern auch jede Menge Jobs für Mediziner. Da kommt die Genossenschaft des Bitburger Hausarztes Dr. Michael Jager ins Spiel. Die Organisation wurde im Jahr 2016 gegründet, um die gesundheitliche Versorgung der Region sicherzustellen. Ziel ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die Mediziner in ihren Praxen anstellen. Noch ist die Genossenschaft nicht genehmigt von der Kassenärztlichen Vereinigung, am 21. Februar tagt der Zulassungsausschuss. Dann entscheidet sich, ob die Genossenschaft ab Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen kann.

Derzeit müssen Ärzte auf dem Land in der Regel eine Praxis übernehmen oder eröffnen. Die Selbstständigkeit und das damit verbundene Risiko schrecke aber viele ab, vor allem junge Mediziner, sagte Jager. Auch Überstunden und ständige Erreichbarkeit machten den Beruf unattraktiv. Die Genossenschaft hingegen könne so manchem Doktor eine attraktive Job-Perspektive bieten. Außerdem bieten natürlich auch die Krankenhäuser im Eifelkreis Karrierechancen für Mediziner. Wer also einen Eifeler Arzt kennt, der nicht mehr in der Eifel wohnt, kann sich per E-Mail melden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, per Post an Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm Amt 04, Stichwort: Arzt, Maria-Kundenreich-Straße 7, 54634 Bitburg oder per Telefon unter 06561/15 -5112 oder 15-5134.

 

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 22.01.2018

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