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Umbruch von Dauergrünland - Neuregelung bei Anträgen auf Dauergrünlandumbruch (DGL-Umbruch)

Das Dauergrünland mit seinen vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt hat in den letzten Jahren in ganz Rheinland-Pfalz, aber auch im Eifelkreis, deutlich zugunsten von Ackernutzung abgenommen.

Große Flächen kamen „unter den Pflug“, Kulturarten wie Mais breiteten sich erkennbar aus. Um diese Entwicklung zu stoppen hat das Land als Verordnungsgeber gehandelt: Seit knapp drei Jahren benötigt der Umbruch von Dauergrünland i. d. R. eine Genehmigung durch die zuständige untere Landwirtschaftsbehörde. Im Genehmigungsverfahren sind Naturschutzbelange zu berücksichtigen.

Das bedeutet: Alle Anträge zum Umbruch von DGL ab Antragsjahr 2018 bedürfen einer naturschutzfachlichen Bewertung der umzubrechenden Flächen im Zusammenhang mit einer Bewertung der Landschaftsausstattung im unmittelbar angrenzenden Umfeld. Das heißt konkret: Die Antragsflächen müssen im Auftrag des Antragstellers in der dem Umbruch jeweils vorausgehenden Vegetationsperiode (i. d. R. Mitte April – Ende Oktober) von einem fachkundigen Büro bzw. einer dafür qualifizierten Fachkraft begutachtet und bewertet werden (schriftliche Kurzbewertung). Diese Bewertung der Einzelflächen sowie ihres Umfeldes ist vom Antragsteller in einer schriftlichen Kurzfassung als Bestandteil der Antragsunterlagen zum Grünlandumbruch der unteren Landwirtschaftsbehörde zur Genehmigung vorzulegen.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dementsprechend die zum Umbruch vorgesehenen Flächen für die kommende Antragsperiode (2018) bereits in der Vegetationsperiode 2017 einer naturschutzfachlichen Bewertung unterzogen werden müssen. Eine abschließende Antragsbearbeitung kann ohne diese ökologische Flurstücksbewertung nicht erfolgen. Ökolandwirte und Kleinerzeuger, die keinen GreeningVerpflichtungen unterliegen, benötigen zum Umbruch von DGL eine naturschutzrechtliche Genehmigung. Die Antragsunterlagen, inkl. der naturschutzfachlichen Bewertung der umzubrechenden Flächen, sind ebenfalls bei der unteren Landwirtschaftsbehörde vorzulegen. Für Rückfragen aus naturschutzfachlicher Sicht erreichen Sie uns unter folgenden Telefonnummern: 06561 – 15 3232 (Yvonne Hau) oder 15 3240 (Mariette Wallerius-Klein).

 

Kreisverwaltung des Eifelkreises, 24.07.2017

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