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Eifel-Ardennen-Plakette für Hans-Michael Bröhl und Roby Lenertz

Hans-Michael Bröhl aus Echternacherbrück, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Irrel, und Roby Lenertz aus Zittig in Luxemburg sind von Landrat Dr. Joachim Streit mit der Eifel-Ardennen-Plakette ausgezeichnet worden. Der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm hatte in seiner Sitzung am 20. Oktober 2015 einstimmig der Verleihung zugestimmt.

Die Eifel-Ardennen-Plakette wurde im Jahr 2005 auf Vorschlag des damaligen Landrats Roger Graef vom Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm gestiftet. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und um die praktische Förderung und Vertiefung des Gedankens der europäischen Einigung besonders verdient gemacht haben. Um den hohen Stellenwert der Auszeichnung zu dokumentieren, ist festgelegt, dass sie nur an höchstens zehn lebende Persönlichkeiten verliehen werden soll.

Bisher wurde die „Eifel-Ardennen-Plakette“ verliehen an die Gründungsmitglieder und langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten der Vereinigung Deutsch-Luxemburgischer Naturpark, Herrn Dr. Jean Friedrich, Luxemburg, und Herrn Konrad Schubach, Trier, sowie an den ehemaligen Vorsitzenden der EVEA, Abgeordneten des belgischen Parlaments und Bürgermeister von St. Vith, Herrn Albert Gehlen.

„Mit Hans-Michael Bröhl und Roby Lenertz ehren wir zwei Persönlichkeiten, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg für die Vision des zusammenwachsenden Europas über nationale Grenzen hinweg eingetreten sind. Sie haben sich insbesondere über den Deutsch-Luxemburgischen Naturpark dafür eingesetzt. Die persönliche Freundschaft zwischen beiden hat das Zusammenwirken weiter vertieft“, so Landrat Dr. Joachim Streit in seiner Laudatio. Eine persönliche Freundschaft, wie sie auch die Gründer der ersten Stunde, Konrad Schubach und Dr. Jean Friedrich, gelebt haben. Die beiden haben sich trotz aller selbst erlebter Entbehrungen und Schrecken des 2. Weltkrieges offen und freundschaftlich für eine Verbesserung des damals noch stark belasteten Verhältnisses zwischen Deutschland und Luxemburg eingesetzt. Es reifte die Idee zur Gründung des ersten grenzüberschreitenden Naturparks Westeuropas, wodurch grenzüberschreitend die Erhaltung schutzwürdiger Naturräume und deren Entwicklung zu Erholungslandschaften gefördert wurden. Deutsche und Luxemburger fühlten sich gemeinsam verpflichtet, den Grenzbereich beiderseits von Sauer und Our nachhaltig zu schützen und in seiner Wirtschaftsstruktur zu fördern.

In diese Fußstapfen sind auch Hans-Michael Bröhl und Roby Lenertz getreten. Auch sie haben sich auf besondere und nachhaltige Art und Weise für den Erhalt und die Entwicklung unserer einzigartigen Landschaft im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark und insbesondere für die Vision des grenzüberschreitenden Europas im Kleinen eingesetzt. Ganz besonders wurde dies deutlich, als es um die Sanierung und den Neubau der grenzüberschreitenden Rad- und Wanderbrücken ging. Mit ihrem persönlichen Einsatz, jeder im Bereich seiner eigenen Möglichkeiten, haben sie sich bleibende Verdienste erworben. Ohne manche behördliche Tür, die beide geöffnet haben, wären die Realisierung und besonders auch die Finanzierung in dieser Form nicht gelungen.

Roby Lenertz hat sich über Jahrzehnte für die deutsch-luxemburgische Partnerschaft, insbesondere auch im touristischen Bereich, eingesetzt. Er ist seit dem Jahr 2004 Präsident der Vereinigung Deutsch-Luxemburgischer Naturpark; von 2001 bis 2004 war er bereits als Stellvertreter tätig und vor 2001 Beisitzer im Vorstand des Vereins Deutsch-Luxemburgischer Naturpark.Daneben ist er Vorsitzender des Syndicat d’Initiative Bech und stellvertretender Vizepräsident der Entente des Syndicats der Initiative „Kleine Luxemburger Schweiz und Untere Sauer“ - eine Vereinigung der Verkehrsvereine der Regionen Müllerthal, Kleine Luxemburger Schweiz und Untersauer. In seinen Funktionen im Vorstand des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks, der Entente des Syndicats der Initiative „Kleine Luxemburger Schweiz und Untere Sauer“ und des Syndicats d’Initiative Bech hat er sich intensiv um den Aufbau und Erhalt grenzüberschreitender Kontakte, insbesondere im Bereich des Fremdenverkehrs der ehemaligen Verbandsgemeinde Irrel, aber auch darüber hinaus zur Verbandsgemeinde Trier-Land, Neuerburg und Arzfeld bemüht. So hat er eine intensive Partnerschaft aufgebaut, die sich nicht nur in der Organisation vieler gemeinsamer Veranstaltungen im Bereich des Fremdenverkehrs erschöpft, sondern die darüber hinaus auch zu guten persönlichen Kontakten der einzelnen im Fremdenverkehr Verantwortlichen führte. Gemeinsame Besprechungen und Veranstaltungen führten zudem dazu, dass die gegenseitige Hilfeleistung und Unterstützung im Fremdenverkehrsbereich erheblich ausgebaut werden konnte. Auf seine Mitinitiative hin entstand durch den Deutsch-Luxemburgischen Naturpark der internationale Naturerlebnisweg von Echternach nach Ernzen. Weiterhin hat sich Roby Lenertz als Vorstandsmitglied im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark stets für die Belange des Natur-, Landschafts- und Umweltschutzes, sowohl auf luxemburgischer als auch auf deutscher Seite im gesamten Bereich des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks eingesetzt. Als Präsident der luxemburgischen Sektion ist er Mitglied in der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (EVEA). Zentrales Anliegen ist es, die Begegnungen der Menschen in einem Europa der Regionen zu fördern. Dies soll erreicht werden in den jährlichen Kongressen und vielfältigen Veranstaltungen der EVEA-Ausschüsse. Mit Hilfe ausgewählter Aktionen dieser Kommissionen, wie zum Beispiel der Durchführung von Internationalen Jugendbegegnungen oder sportlichen Wettkämpfen, soll ein Stück Europa erlebbar gemacht und damit gleichzeitig für die hohe Lebensqualität im Eifel-Ardennen-Raum, dem „Grünen Herzen“ Europas“, geworben werden. Die Kongresse wurden von Jahr zu Jahr immer mehr zum lebendigen Beweis für die Einheit des Landes zwischen Rhein und Maas, die sich weder durch Grenzen noch durch Sprachen aufhalten lässt auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europa. In diesem Sinne sind eine Vielzahl von Aktionen der EVEA realisiert und in Gang gesetzt worden – zum Beispiel die Errichtung des Europa-Denkmals am Dreiländereck Belgien-Deutschland-Luxemburg in Ouren-Liefer als Symbol des vereinten Europas. Herr Lenertz ist ferner Mitglied im LEADER-Vorstand der LAG LEADER+ Müllerthal und als Vorsitzender des Deutsch-Luxemburgischen Naturparks Mitglied der „Zukunftsinitiative Eifel“. Der Deutsch-Luxemburgische Naturpark ist ebenfalls Träger des grenzüberschreitenden deutsch-luxemburgischen Kulturweges „Doppeladler“. Der Name Doppeladler ist vom gleichnamigen Wappentier hergeleitet, das bis 1794 für die Abtei Echternach stand. Die gemeinsame tausendjährige, grenzüberschreitende Geschichte der Südeifel und Luxemburgs geht bis ins Mittelalter zurück. Der Doppeladler, Wappentier der Abtei Echternach, kommentierte nicht nur eine deutsch-luxemburgische Zusammenarbeit, sondern er erinnert auch an die österreichische Herrschaft, unter der diese einzigartige Stilverwandtschaft entstand. Gerade also das Zusammenwachsen der touristischen Verbände dies- und jenseits von Sauer und Our sowie die Durchführung des INTERREG IV A – Projektes „Grenzüberschreitende Wanderwege und Brücken“ sind Kennzeichen von Roby Lenertz unermüdlicher Arbeit für die deutsch-luxemburgische Grenzregion. „Er hat das Erbe von Dr. Jean Friedrich würdig und nachhaltig fortgeführt und sich zeitlebens für die Eifel-Ardennen-Region und die hier lebenden Menschen eingesetzt“, so Landrat Joachim Streit.

Auch Hans-Michael Bröhl hat über Jahrzehnte im Vorstand der Deutsch-Luxemburgischen Vereinigung wichtige Arbeit übernommen. Auch ihn zeichnet sein beharrliches Engagement für die Grenzregion aus. Seine Kenntnisse über die politischen Abläufe im Großherzogtum und seine persönlichen Freundschaften insbesondere mit Vertretern des Großraumes Echternach hat er stets für die nachhaltige Entwicklung der Heimat eingesetzt. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Irrel hat er sich intensiv und den Aufbau und Erhalt grenzüberschreitender Kontakte mit den luxemburgischen Nachbarn, insbesondere im Bereich Fremdenverkehr, eingesetzt. Zudem pflegt er intensive Kontakte mit den Syndicats d’Initiative und der Entente und arbeitete als früherer Verbandsbürgermeister bei mehreren grenzüberschreitenden Maßnahmen in den Bereichen Fremdenverkehr, Hochwasserschutz, Feuerwehr und Abwasserbeseitigung mit. So war er nicht nur stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbandes „Internationales Klärwerk Echternach“ und Mitglied der Zweckverbandsversammlung „Internationales Klärwerk Echternach“, sondern ist auch Mitglied im Vorstand des „Deutsch-Luxemburgischen Naturpark“, stellvertretender Vorsitzender und Mitglied im Vorstand „Verein Naturpark Südeifel“ und Mitinitiator des 1. Grenzüberschreitenden Prospektes „Feriengebiet Südeifel und kleine Luxemburger Schweiz“, Mitglied im Tourismusausschuss Eifel-Ardennen, Vorstandsmitglied „Centre Culturel“ in Echternach und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft zur Intensivierung grenzüberschreitender Maßnahmen.

So war Hans-Michael Bröhl Mitinitiator des Deutsch-Luxemburgischen Felsenweges, der 2002 eröffnet wurde. Vier ausgewählte Tagesrouten führen den Wanderer durch die eindrucksvolle deutsch-luxemburgische Felsenlandschaft. Auf seinen Vorschlag hin wurde der Wanderführer „Sauertal ohne Grenzen“ erstellt. Dieser Wanderführer dient auch dazu, die Menschen beiderseits der Sauer, die Jahrhunderte lang gemeinsam in einem Land lebten, dann 1815 durch eine Staatsgrenze getrennt wurden, einander wieder näher zu bringen. Maßgeblich war Bröhl auch beteiligt am Zustandekommen des Deutsch-Luxemburgischen Marathons, dem Zwei-Länder-Marathon der Stadt Echternach. Und ebenso wie Roby Lenertz war er Mitinitiator des Deutsch-Luxemburgischen Kulturweges „Doppeladler“. Hier kann der Besucher den einzigartigen Einfluss des kunstvollen Baustils der Abtei Echternach auf die Architektur der gesamten Region erleben.

„Die Eifel-Ardennen-Plakette ist ein symbolisches Zeichen der Anerkennung und des Dankes für die von Hans-Michael Bröhl und Roby Lenertz über viele Jahre geleistete Arbeit für die Menschen in der Eifel-Ardennen-Region“, betonte Landrat Dr. Joachim Streit während der feierlichen Verleihungsfeier in Schloss Weilerbach am 20. Mai 2016. Auch Schloss Weilerbach als Veranstaltungsort war mit Bedacht ausgewählt. Heute auf deutscher Seite gelegen und im Eigentum des Eifelkreises Bitburg-Prüm, wurde es im ausgehenden 18. Jahrhundert von einem luxemburgischen Bauherrn, dem Abt der damaligen Reichsabtei Echternach, errichtet. Daher symbolisierte dieses Schloss wie kein zweiter Standort im Eifelkreis Bitburg-Prüm den Ansatz und Auftrag, der mit der Eifel-Ardennen-Plakette befördern werden soll.

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, 24.05.2016

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