Grundlage für diese Form der Zusammenarbeit bietet das KJHG im
Paragraph 78.
Im Herzen Europas ist die Großregion ein
grenzüberschreitender Raum, in dem fünf Länder bzw.
Regionen seit den siebziger Jahren eine gemeinsame Zukunft entwickeln
und dafür die Grenzen, die der Region seit Jahrzehnten Gestalt
gegeben haben, überwinden wollen.
Durch die Öffnung der Grenzen stehen die Staaten bzw. die lokalen
Gebietskörperschaften vor neuen Herausforderungen. Die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist ein Instrument, um diese
Entwicklungen voranzutreiben.
Die Notwendigkeit einer institutionellen grenzüberschreitend
tätigen Vertretung der kommunalen Interessen führte am 15.
Februar 1995 zur Gründung der EuRegio SaarLorLuxRhein, als
gemeinnützigen Verein nach luxemburgischem Recht (asbl). Seitdem
gibt es einen kommunalen Spitzenverband der Großregion.
Die Aufgaben der EuRegio:
Unter Beachtung des § 78 KJHG / SGB VIII wurde die
Arbeitsgemeinschaft (nachfolgend AG genannt) Jugend Prüm 1991
gegründet. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluß
von Vertreterinnen und Vertretern von in der Kinder- und Jugendarbeit
tätigen Institutionen und Organisationen der Region Prüm.
Die Mitglieder der AG sind Fachkräfte aus verschiedenen
Einrichtungen, für die Jugendarbeit ein relevantes Thema ist. Die
Mitglieder werden von der AG vorgeschlagen und benannt. Es besteht ein
fester Teilnehmerkreis. Zur Bearbeitung besonderer Fragestellungen
können fachliche Untergruppen gebildet werden.
In der AG Jugend Prüm geht es im wesentlichen um den Informations-
und Erfahrungsaustausch zwischen Fachkräften der Jugendarbeit und
die Durchführung von Kooperationsprojekten, die aus der
Arbeitsgruppe heraus initiiert werden.
Ein so komplexes Aufgabenfeld, wie es die Sucht- und
Gewaltvorbeugung darstellt,
kann von einzelnen, isoliert nebeneinander her arbeitenden Personen /
Institutionen nicht sinnvoll ausgefüllt werden. Vernetzung und
Kooperation sind unbedingt erforderlich. Aus diesem Grunde hat sich der
regionale Arbeitskreis Sucht- und Gewaltprävention gebildet. Er
entwickelt
sucht- und gewaltvorbeugende Maßnahmen, die sich an den
jeweiligen
Erfordernissen in unserer Region orientieren. Durch gemeinsame Planung,
durch langfristig orientierte Projektarbeit, durch Koordination und
Kooperation leistet der Arbeitskreis Sucht- und Gewaltprävention
einen
wichtigen Beitrag zum kontinuierlichen Aufbau einer
gesundheitsfördernden und suchtvorbeugenden Infrastruktur in der
Region.