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Kreisgeschichte

Der im Jahre 1970 im Zuge der Verwaltungsreform neu gebildete Landkreis Bitburg-Prüm (jetzt: "Eifelkreis Bitburg-Prüm") umfasst den Altkreis Bitburg, wesentliche Teile des Altkreises Prüm und Randgebiete der ehemaligen Landkreise Wittlich und Trier.

Bis zur Französischen Revolution gehörten seine Gebiete drei verschiedenen Herrschaftsbereichen an. Der Nordteil gehörte zur Fürstabtei Prüm (besondere Stellung mit Sitz und Stimme im Reichstag zu Regensburg). Der Süden und Westen des Kreises gehörten einige Jahrhunderte zur Grafschaft und später zum Herzogtum Luxemburg; zuletzt, im 18. Jahrhundert, waren sie Teile von Luxemburg unter österreichischer Herrschaft.
Der Rest - im wesentlichen östlich der Kyll - war kurtrierisches Gebiet.
Die Zugehörigkeit des Kreises zu den verschiedenen Herrschaftsbereichen kommt auch im Kreiswappen zum Ausdruck.

Durch die auf dem Wiener Kongreß (1815) vorgenommene Grenzziehung kam unser Gebiet zu Preußen. Es war für Preußen und später für das Reich besonders dann interessant, wenn es darum ging, den äußersten Westen als Manöver- und Aufmarschgebiet zu benutzen.

Diese Randlage hat sich in eine zentrale Lage im EU-Raum verwandelt, die unserem Eifelkreis weitere Chancen im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung bietet. Das Wirtschaftsleben des Landkreises war seit frühester Zeit weitgehend von der Landwirtschaft geprägt. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch ein ständig wachsender Übergang zu einer industriell und gewerblich ausgerichteten Wirtschaft vollzogen. Landwirtschaft, Handel, Gewerbe, Dienstleistungsbetriebe und Fremdenverkehr prägen heute die Wirtschaftskraft des Landkreises Bitburg-Prüm.

Wappen

Kreiswappen und Wappenzeichen (Einführung: 1973)

wappen-bitburg-pruem

Beschreibung:
Wappen geviert

rotes Balkenkreuz in Silber;
goldener Turm mit blauem Tor in Rot, beseitet von je einem silbernen sechsstrahligen Stern über silbernem Nagelspitzkreuz;
silbernes Salvatorlamm in Rot;
neunmal geteilt von Silber und Blau.

Erklärung

Feld 1:
Das rote Balkenkreuz in silbernem Feld deutet auf die ehemalige Landesherrschaft des Kurfüstentums Trier, dem ein großer Teil des Kreisgebietes unterstellt war, hin.

Feld 2:
Der goldene Turm mit blauem Tor in Rot ist dem ältesten Siegel der Propstei und der Stadt Bitburg entnommen. Die Propstei Bitburg war einst ein größerer Verwaltungsbezirk Luxemburgs, dessen Herrschaftsbereich einen maßgeblichen Teil des Kreisgebietes umfasste.

Feld 3:
Das silberne Lamm in rotem Feld war das Wappen der Abtei und des ehemaligen Fürstentums Prüm. Das Fürstentum Prüm erstreckte sich über weite Teile des nördlichen Kreisgebietes. Das Lamm ist das Symbol der Kirchen und Klöster, die dem Salvator (Erlöser) geweiht waren.

Feld 4:
Die Farben Silber und Blau sind dem Wappen Luxemburgs, zu dessen Herrschaftsbereich der südliche Teil des Kreisgebietes gehörte, entnommen.


Flagge für den Eifelkreis

Nach der Einführung des Kreiswappens im Jahre 1973 ist durch den Kreistag in einer Sitzung am 20. Juni 1983 die Einführung einer Kreisflagge beschlossen worden:

  • Größenverhältnis: 29:16
  • Im Verhältnis 2,50 : 11 : 2,50 zeigt die Flagge waagerechte rot-weiß-rote Streifen, in der Mitte im weißen Streifen aufgelegt das Kreiswappen.

Das weiße Fahnentuch mit den roten Streifen soll daran erinnern, dass der süd-westliche Teil des Kreisgebietes (Bitburg, Neuerburg, Arzfeld) von 1715 bis 1794 zu Österreich gehörte (Österreichische Niederlande) und dass die Abtei Prüm sich "freikaiserlich" nannte. Der Ostteil des Kreises (insbesondere Raum Kyllburg-Speicher) gehörte zu Kurtrier und ist durch die Farben Kurtriers und im Wappen durch das Kurtrierische Kreuz vertreten.

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