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Geflügelpest

Die Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza oder Vogelgrippe. Sie kann alle Geflügelarten befallen, am schwersten erkranken Hühner und Puten. Die Krankheit verläuft sehr schnell mit deutlichen Krankheitszeichen und führt innerhalb weniger Tage zum Tod der Tiere. Erreger der Geflügelpest sind hochpathogene, d. h. stark krankmachende, aviäre (Vogel) Influenzaviren, die zum Subtyp H5 oder H7 gehören. Aviäre Influenzaviren anderer Subtypen (es gibt insgesamt 15) sind geringpathogen und verursachen nur leichte grippeähnliche Erkrankungen beim Geflügel. Sie gelten nicht als Geflügelpest.

Aktuelles Seuchengeschehen in Deutschland:
Auf Grund der aktuellen Seuchenausbrüche der Aviären Influenza in Teilen von Deutschland

 bestehen derzeit eine große Anzahl an Restriktionsgebieten, in denen zusätzliche Schutzmaßnahamen und eine Aufstallugspflicht gelten. Für den Eifelkreis Bitburg-Prüm besteht derzeit noch keine Aufstallungspflicht für Geflügel. Allerdings wurde seitens des Bundes eine Eil-Verordnung ("Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen") mit Biosicherheitsregelungen erlassen, die zunächsst vom 21. November 2016 bis einschließlich 20. Mai 2017 gelten:

"Alle Geflügelhalter (auch Klein- und Hobbyhalter) müssen in einem Geflügelregister die Anzahl der je Werktag verendeten Tiere unverzüglich eintragen. Alle Halter ab zehn Stück Geflügel müssen die Gesamtzahl der je Werktag gelegten Eier in einem Geflügelregister unverzüglich eintragen.

Die Aufzeichnungen sind drei Jahre aufzubewahren. Die Frist beginnt mit Ablauf des 31. Dezembers desjenigen Jahres, in dem die letzte Eintragung vorgenommen wurde. Das Register und die Aufzeichnungen sind der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.

Außerdem haben alle Geflügelhalter sicherzustellen, dass

die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten des Geflügels gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren gesichert sind,die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- und Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen,Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird,eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.

Weiterhin gilt bereits gemäß Geflügelpest-VO: Im Geflügelregister sind von allen Geflügelhaltern unverzüglich im Falle des Zugangs von Geflügel Name und Anschrift des Transportunternehmens und des bisherigen Tierhalters, Datum des Zugangs sowie Art des Geflügels sowieim Falle des Abgangs von Geflügel Name und Anschrift des Transportunternehmens und des künftigen Tierhalters, Datum des Abgangs sowie Art des Geflügels, einzutragen.Im Falle der Abgabe von Geflügel auf einer Geflügelausstellung oder einer Veranstaltung ähnlicher Art zusätzlich muss zusätzlich
a) die Anzahl und
b) die Kennzeichnung des Geflügels angegeben werden.

Derzeit ist bei Wildvögeln in Europa und in den betroffenen Bundesländern Deutschlands von einem hohen Eintragsrisiko in Nutzgeflügelbestände durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen, insbesondere bei Haltungen in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen, einschließlich Ackerflächen, auf denen sich Wildvögel sammeln.

Oberste Priorität hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einer Infektion mit HPAIV H5N8. Hierbei steht die Errichtung einer physikalischen und funktionellen Barriere zwischen den Habitaten von Wildvögeln und den Geflügelhaltungen im Vordergrund. Die Aufstallung von Geflügel und weitere Biosicherheitmaßnahmen minimieren das Risiko eines direkten und indirekten Kontakts mit infizierten Wildvögeln.

Berücksichtigt werden müssen vor allem auch indirekte Eintragungswege, beispielsweise über durch Wildvögel verunreinigtes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände (Schuhwerk, Schubkarren, Fahrzeuge usw.) sind zu unterbinden und geeignete Desinfektionsmaßnahmen vorzusehen. Die Überprüfung, Optimierung und konsequente Umsetzung der Biosicherheitsmaßnahmen ist von höchster Bedeutung. Deswegen wurde auch die Verpflichtung zur Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen auf Klein- und Hobbyhalter bis einschließlich 1000 Stück Geflügel erweitert.

Weitere Informationen zum aktuellen Seuchengeschehen findet sie auf den Seiten des: Friedrich Löffler Institut

Die Geflügelpest ist sehr ansteckend. Kranke Tiere scheiden mit Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit, also allen Körperausscheidungen, massenhaft Virus aus. Die Ansteckung von Geflügel erfolgt durch direkten Kontakt mit kranken Tieren oder deren Ausscheidungen oder durch Kontakt mit infiziertem Material wie Dung, Transportkisten, Eierkartons, Gerätschaften, Fahrzeuge. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich. Häufig verschleppt der Mensch mit seiner Stallkleidung, dem Schuhwerk o.ä. den Erreger. Auch Wildvögel können sich anstecken und den Erreger weitertragen, dabei müssen sie nicht unbedingt selbst erkranken.

Alle Geflügelhalter sind verpflichtet, die Haltung von Hühner, Enten, Gänsen, Fasanen, Rebhühnern, Wachteln und Tauben beim zuständigen Veterinäramt anzuzeigen. Ebenfalls muss der Tierhalter dem zuständigen Veterinäramt unverzüglich anzeigen, wenn in seinem Hausgeflügelbestand mehr als 2 % Todesfälle innerhalb von 24 Stunden auftreten, damit eine entsprechende Untersuchung auf Geflügelpest durchgeführt werden kann. Im Bestandsregister muss jeder Tierhalter sämtliche Zu- und Abgänge im Bestand mit Zu- und Abgangsdatum, bisheriger Besitzer bzw. Erwerber, das Transportunternehmen sowie die Art des Geflügels angeben. Auch der Stallbesuch von betriebsfremden Personen ist einzutragen. Dieser Bestandsbuchführung unterliegen auch Hobby-Geflügelhalter.

Krankheitssymptome

Folgende Krankheitssymptome sind alarmierend im Hinblick auf die Geflügelpest:

  • Apathie
  • Atemnot
  • Schwellungen der Kopfregion (Ödeme)
  • Blaufärbung und Schwellung der Kopfanhänge
  • Durchfall
  • hohe Erkrankungsraten und bei Legetieren schlagagartiger Abfall der Eiproduktion
  • hohe Sterblichkeitsrate

Zuständig

  • Berezina, Victoria

    Tierseuchen, Tierschutz, Lebensmittelüberwachung

    Tel.: 06561 15-3341
    Kontaktformular
  • Heck, Rudolf

    Amtsleiter

    Tel.: 06561 15-3320
    Kontaktformular
  • Dr. Pfannenschmidt, Florian

    Fachlicher Leiter und stellv. Amtsleiter

    Tel.: 06561 15-3370
    Kontaktformular
  • Schilz-Schmitt, Hiltrud

    Allgemeine Veterinärverwaltung

    Tel.: 06561 15-3390
    Kontaktformular
  • Stoll, Thomas

    Allgemeine Veterinärverwaltung

    Tel.: 06561 15-3331
    Kontaktformular
  • Zeimens, Maria

    Allgemeine Veterinärverwaltung

    Tel.: 06561 15-3330
    Kontaktformular
  • Hahn, Anna

    Tierseuchen, Tierschutz, Lebensmittelüberwachung

    Tel.: 06561 15-3351
    Kontaktformular

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