Menu

Sie sind hier: Was erledige ich wo?

Baurechtliche Genehmigungsverfahren

Freistellungsverfahren (§ 67 LBauO)

Wohngebäude der Gebäudeklasse 1 bis 3 einschließlich ihrer Nebengebäude und Nebenanlagen bedürfen keiner Baugenehmigung, wenn sie

  • im Bereich eines qualifizierten Bebauungsplanes oder eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes liegen,
  • den Festsetzungen dieses Planes entsprechen,
  • die Erschließung gesichert ist,
  • die jeweilige Gemeinde nicht die Durchführung eines Genehmigungsverfahrens fordert.

Mit dem Bauvorhaben darf spätestens einen Monat nach Vorlage der erforderlichen Bauunterlagen begonnen werden bzw. sogar früher, wenn die jeweilige Verbandsgemeindeverwaltung/Stadtverwaltung mitgeteilt hat, dass kein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll.

Vereinfachtes Genehmigungsverfahren (§ 66 Abs. 1 LBauO)

Dem vereinfachten Genehmigungsverfahren unterliegen u.a.:

  • Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3 und sonstige Gebäude der Gebäudeklasse 2
  • landwirtschaftliche Betriebsgebäude mit nicht mehr als zwei Geschossen über der Geländeoberfläche
  • Gewächshäuser bis 6 m Firsthöhe
  • nicht gewerblich genutzte Gebäude bis 300 m³ umbauten Raums
  • oberirdische Garagen bis zu 100 m² Nutzfläche
  • Behelfsbauten und untergeordnete Gebäude (§ 49 LBauO)
  • nicht gewerblich genutzte Lager-, Abstell-, Aufstell- und Ausstellungsplätze
  • Stellplätze, Sport- und Spielplätze
  • Werbeanlagen und Warenautomaten.

Nach Feststellung der Vollständigkeit der Antragsunterlagen ist innerhalb einer Frist von einem Monat von der Bauaufsichtsbehörde über den Antrag zu entscheiden.

Bescheinigt ein staatlich anerkannter Sachverständiger, dass die Standsicherheit geprüft und der Brandschutz gewährleistet ist, wird auch bei folgenden Vorhaben einschließlich ihrer Nebengebäude und Nebenanlagen ebenfalls ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren durchgeführt:

  • Wohngebäude der Gebäudeklasse 4 und 5 mit Ausnahme von Hochhäusern
  • Gebäude der Gebäudeklasse 3 und 5, die ausschließlich oder neben der Wohnnutzung überwiegend freiberuflich genutzt werden; mit Ausnahme von Hochhäusern
  • Büro- und Verwaltungsgebäude mit Ausnahme von Hochhäusern
  • Garagen mit über 100 m² bis 1000 m² Nutzfläche
  • Werkstatt und Lagergebäude mit nicht mehr als 5000 m² Nutzfläche.

Nach Feststellung der Vollständigkeit der Antragsunterlagen ist von der Bauaufsichtsbehörde innerhalb einer Frist von drei Monaten zu entscheiden.

"Normales" Genehmigungsverfahren (§ 61 LBauO)

Alle anderen Bauvorhaben unterliegen dem "normalen" Baugenehmigungsverfahren. Dies gilt für die Errichtung, den Umbau und die Nutzungsänderung von Gebäuden. Abhängig von der Art und der Größe der Nutzung sowie der Lage des Gebäudes sind in diesem Genehmigungsverfahren zum Teil sehr umfangreiche Prüfungen vorzunehmen. Es werden in der Regel im Verfahren viele Fachämter und Behörden beteiligt.

Alle übrigen Bauvorhaben zur Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung oder dem Abbruch baulicher Anlagen werden im "normalen" Genehmigungsverfahren geprüft.

Beteiligung der Gemeinde

Bauanträge und Bauvoranfragen sind generell über die Verbandsgemeinden bzw. die Stadtverwaltung Bitburg einzureichen.

In der Regel ist die Zustimmung der jeweiligen Ortsgemeinde bzw. Stadt erforderlich (§ 36 BauGB).

Arbeitgebermarke Eifel Region Trier  Leader  Familienportal Eifelkreis  Zukunftsinitiative Eifel  Baukultur Eifel