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Direktzahlungen (früher Betriebsprämie)

Regelung bis 31.12.2013:

Im Juni 2003 haben die Agrarministerinnen und -minister der Europäischen Union eine grundlegende Reform der Agrarpolitik in der EU beschlossen. Diese Reform führt zu umfassenden Änderungen der bisherigen Förderpolitik in der sogenannten 1. Säule der Agrarpoltik. Die zentralen Elemente der Reform sind:

  • die Entkopplung der Direktzahlungen von der Produktion,
  • die Bindung der Direktzahlungen an Kriterien des Umwelt- und Tierschutzes sowie der Lebens- und Futtermittelsicherheit (Cross Compliance) und
  • die Verwendung eines einbehaltenen Teils der Dirketzahlungen für die Entwicklung des ländlichen Raumes (Modulation).

Die einheitliche Betriebsprämie, die einem Betrieb zusteht, wurde über den sogenannten Referenzbetrag ermittelt. Dieser setzt sich aus einem betriebsindividuellen und einem flächenbezogenen Betrag zusammen. Auf dieer Basis wurden dann sogenannte Zahlungsansprüche gebildet und den jeweiligen Betriebsinhabern zugewiesen. Daraus ergibt sich die Höhe der Zahlungen, die der Betriebsinhaber in künftigen Jahren erhalten kann. Die Zahlungsansprüche müssen durch einen jährlichen Antrag aktiviert werden.

Reform der gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) 2014 bis 2020

Zielvorgabe der EU-Kommission war eine gerechtere und umweltfreundlichere Agrarpolitik. Die Direktzahlungen wurden somit in einen wirtschaftlichen und einen ökologischen Teil aufgespalten. So sollen einerseits die Einkommen der Landwirte gestützt und andererseits die Erbringung ökologischer Leistungen entlohnt werden.

Umbau der Direktzahlungen (Betriebsprämie)

Die erste Stufe der Agrarreform wird im Übergangsjahr 2014 durch einen bundeseinheitlichen Zuschlag für die ersten Hektare umgesetzt (Umverteilungsprämie). Bei gleichzeitiger Reduzierung der Basisförderung werden so kleine und mittlere Betriebe besonders unterstützt.
Ab dem Antragsjahr 2015 wird die Basisprämie nochmals reduziert und neben der Umverteilungsprämie um einen Zuschlag für Junglandwirte sowie einen Anteil für ökologische Leistungen der Landwirte (Greeningprämie) erweitert. Dieser Greeninganteil beträgt 30 % der Direktzahlungen und setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Dauergrünlanderhaltung
  • Anbaudiversifizierung (Fruchtfolgevorgaben)
  • Ökologische Vorrangflächen

Ab dem Jahr 2015 ist die Umwandlung von Dauergrünland nur noch mit vorheriger Genehmigung der zuständigen Kreisverwaltung möglich. Der Antrag wird in der Regel nur genehmigt, wenn eine mindestens gleich große Fläche als Dauergrünland neu angelegt wird. Diese beim Greening für alle Bundesländer geltende Regelung im Rahmen der Agrarreform überlagert die bereits in Rheinland-Pfalz ab dem 23.08.2014 geltende Landesverordnung zum Erhalt von Dauergrünland mit gleichem Tenor.
Abhängig vom Umfang der Ackerfläche im jeweiligen Betrieb wird die Anzahl der erforderlichen Ackerkulturen sowie der maximale Anteil der Hauptkultur an den Ackerflächen vorgegeben.
Unter Beachtung der betrieblichen Flächenstruktur muss ein prozentualer Anteil der Ackerfläche als Ökologische Vorrangfläche im Umweltinteresse genutzt werden. Eine landwirtschaftliche Nutzung ist also weiterhin unter Beachtung entsprechender Bewirtschaftungseinschränkungen bzw. Auflagen möglich. Der Landwirt kann aus einer Reihe vorgegebener Möglichkeiten die für seinen Betrieb passende Alternative wählen.
Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Informationsbroschüre "Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland - Ausgabe 2015 - herausgegeben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (GAP-Broschüre). Eine Zusammenfassung der s.g. Greeningvorschriften können Sie diesem Merkblatt entnehmen. Möchten Sie die Greeningvorgaben für Ihren Betrieb berechnen, steht Ihnen hier ein Greeningrechner zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten

Bundesamt für Landwirtschaft

Dienstleistungszentren Ländlicher Raum

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier

Anpassung 2016 der GAP Broschüre 2015 (siehe nachfolgende Dokumente)

Zuständig

  • Hermes, Hermann

    Direktzahlungen ehem. VG Prüm (Außenstelle Prüm)

    Tel.: 06551 9575-15
    Kontaktformular
  • Klein, Alois

    Stellv. Amtsleiter, Zahlungsverkehr, Zahlungsansprüche, Umsetzung EU-Agrarreform, Grundsatzfragen e-Antrag

    Tel.: 06561 15-2191
    Kontaktformular
  • Enders, Markus

    Direktzahlungen ehem. VG Bitburg-Land, Erstaufforstung

    Tel.: 06561 15-2170
    Kontaktformular
  • Schabo, Hermann

    Direktzahlungen ehem. VG Arzfeld und Irrel

    Tel.: 06561 15-2171
    Kontaktformular
  • Weiler, Thomas

    Direktzahlungen Stadt Bitburg, VG Speicher, ehem. VG Neuerburg

    Tel.: 06561 15-2140
    Kontaktformular
  • Melchior, Kevin

    Direktzahlungen ehem. VG Kyllburg, Agrarumweltmaßnahmen

    Tel.: 06561 15-2141
    Kontaktformular

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