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EULLa Programm

Mit dem Programm "Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft" (EULLa) fördert das Land Rheinland-Pfalz eine umweltschonende und nachhaltige Landwirtschaft. Die Landwirte sollen eine aktive Rolle im Umwelt- und Naturschutz übernehmen. Das ab 2015 eingeführte EULLa-Programm ersetzt die bisherigen FUL- und PAULa-Programme.

Die Höhe der zu gewährenden Finanzhilfen orientiert sich an den Einkommensverlusten, die sich aus dem Ertragsrückgang, den erhöhten Kosten und den ökologischen Leistungen der Umsetzung der Bewirtschaftungsvorgaben in den einzelnen Programmteilen ergeben. Bei bestimmten Maßnahmen kommt eine Anreizkomponente hinzu, um die Akzeptanz der Maßnahmen zu erhöhen.

Um den differierenden Zielsetzungen und spezifischen örtlichen Gegebenheiten zu entsprechen, werden Agrarumweltmaßnahmen angeboten, die den gesamten Betriebszweig oder das gesamte Unternehmen (Ziffer 1 - 8) betreffen. Gleichzeitig werden auch einzelflächenbezogene Maßnahmen auf Acker und Grünland angeboten (Vertragsnaturschutz).

Die Programmteilnehmer verpflichten sich zur Einhaltung bestimmter Bewirtschaftungsauflagen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Mehr Informationen sowie die entsprechenden Grundsätze des Landes Rheinland-Pfalz mit den jeweiligen Bewirtschaftungsauflagen finden Sie hier.


Nachfolgend die Programmvarianten in Kurzform:

1) Ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen

Der ökologische Landbau zeichnet sich aus durch eine besonders umweltverträgliche, ressourcenschonende und tiergerechte Wirtschaftsweise. Durch den Verzicht auf den Einsatz chemisch-synthetischer Produktionsmittel, eine vielfältige Fruchtfolge und eine schonende Bodenbearbeitung wird eine nachhaltige Landwirtschaft erreicht. Ein weitgehend geschlossener Nährstoffkreislauf wird angestrebt, d.h. das Futter für die Tiere stammt vom eigenen Hof und diese liefern hofeigenen Stallmist für die Düngung der Flächen. Die Tiere werden besonders tiergerecht gehalten. Ihnen ist generell Auslauf zu gewähren. Die maximale Anzahl der Tiere pro Flächeneinheit ist begrenzt. Die Tierbehandlung erfolgt vorrangig mit pflanzlichen und homöopathischen Mitteln. Die Regel-Förderung beträgt 200 €/ha. Diese Broschüre bietet weitere Informationen zur Umstellung auf ökologischen Landbau.

Vor einer Programmteilnahme ist eine intensive Beratung empfehlenswert. Hierzu wurde in Rheinland-Pfalz das "Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau (KÖL)", Rüdesheimer Straße 60 - 68, 55545 Bad Kreuznach (Tel.: 0671-820-419) eingerichtet. http://www.oekolandbau.rlp.de

2) Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung und tiergerechte Haltung auf Grünland

Ein Programm für Grünlandbetriebe mit Tierhaltung. Gefordert wird eine umweltschonende bis extensive Bewirtschaftung des Grünlandes durch Beweiden und Mähen. Die Regel-Förderung beträgt 110 €/ha.

3) Vielfältige Kulturen im Ackerbau

Das Programm richtet sich an Ackerbaubetriebe, die durch den Anbau stickstoffbindender Pflanzen und vielfältige Kulturen positive Effekte im Hinblick auf die biologische Vielfalt, der Strukturvielfalt im Offenland sowie Reduzierung der stofflichen Belastung erreichen wollen. Die Regel-Förderung beträgt bis zu 90 €/ha

4) Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchten über den Winter

Das Programm richtet sich an Ackerbaubetriebe, die durch den Anbau von Untersaaten und Zwischenfrüchten einen Beitrag zur Reduzierung der stofflichen Belastung und zum aktiven Erosionsschutz leisten. Die Regel-Förderung beträgt bis zu 75 €/ha

5) Saum- und Bandstrukturen im Ackerbau

Durch Anlegen von s.g. Blühstreifen auf einzelnen Ackerflächen werden Schutz-, Brut- und Rückzugflächen für Wildtiere geschaffen. Außerdem soll die Nahrungsversorgung von Bienen und anderen Insekten verbessert werden. Die Förderung beträgt bis zu 1000 €/ha.

6) Umwandlung einzelner Ackerflächen in Grünland

Wiesen und Weiden bieten zahlreichen Arten einen idealen Lebensraum. Das Anlegen von Grünland ist zudem aktiver Erosionsschutz. Das Land Rheinland-Pfalz stellt das Grünland unter besonderen Schutz und setzt so auch die europäischen und nationalen Zielsetzungen um. Förderung in Abhängigkeit der Ertragsmesszahl des Bodens zwischen 350 – 600 €/ha.

7) Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur (Gewässerrandstreifen) auf Ackerflächen

Für das Anlegen von s.g. Gewässerrandstreifen auf Ackerflächen beträgt die Regel-Förderung bis zu 760 €/ha.

8) Alternative Pflanzenschutzverfahren bei Mais- und Obstanbau

Migttels mechanischen Schranken kann die Schädlingsbekämpfung erfolgen. Es gibt eine Förderung bis max. 345 €/ha.

Vertragsnaturschutz

Ziel der Maßnahmen ist hier der Erhalt einer extensiven Flächenbewirtschaftung des artenreichen Grünlandes und das Verhindern einer zunehmenden Verbuschung. Die Artenvielfalt bei Flora und Fauna soll durch die Einhaltung der jeweiligen Bewirtschaftungsauflagen gesichert und gefördert werden. In Natura 2000-Gebieten soll zudem der günstige Zustand der geschützten Arten und Lebensräume erhalten werden. Zusätzliche Strukturen sollen neu geschaffen werden, Vernetzungsfunktionen erfüllen und das Landschaftsbild bereichern. Die zu fördernden Flächen müssen naturschutzfachlich geeignet sein, d.h. vor einer Programmteilnahme erfolgt eine Begutachtung der beantragten Flurstücke durch einen vom Land Rheinland-Pfalz beauftragten Fachberater.

Vertragsnaturschutz Grünland

Hierbei handelt es sich um eine Förderung von einzelnen extensiv bewirtschafteten artenreichen Dauergrünlandflächen. Zur Erhaltung bestimmter Arten ist die Fläche einmal jährlich zu mähen oder zu beweiden (Mulchen und Düngen sind grds. nicht zulässig). Dabei sind die jeweiligen Nutzungszeiträume und der zulässige Viehbesatz einzuhalten.

Regel-Förderbetrag je nach Artenreichtum und Nutzung:

Mähwiesen und Weiden – Fördersatz: 200 €/ha/Jahr
< 400 m über dem Meeresspiegel: Beweidung ab 01.05., Mahd ab 15.05.
> 400 m über dem Meeresspiegel: Beweidung ab 15.05., Mahd ab 01.06.

Artenreiches Grünland – Fördersatz: 250 €/ha/Jahr
< 400 m über dem Meeresspiegel: Beweidung ab 01.05., Mahd ab 15.05.
> 400 m über dem Meeresspiegel: Beweidung ab 15.05., Mahd ab 01.06.

Vertragsnaturschutz Kennarten

Eine Förderung von extensiv bewirtschafteten artenreichen Dauergrünlandflächen auf denen bestimmte Pflanzen (Kräuter und Blumen) dauerhaft vorkommen ist möglich. Die flexible Bewirtschaftung liegt in Eigenverantwortung des Bewirtschafters:

Zur Erhaltung bestimmter Arten ist die Fläche einmal jährlich zu mähen oder zu beweiden. Dabei ist der zulässige Viehbesatz einzuhalten, Nutzungszeiträume werden nicht vorgegeben. Der Programmteilnehmer verpflichtet sich, das Vorkommen der entsprechenden Kennarten jährlich nachweisen zu können.

Jährliche Regel-Förderbetrag je nach Artenreichtum 250 €/ha (4-Kennarten) bzw. 300 €/ha (8-Kennarten). Der Mindestbetrag für eine Förderung beträgt 100 €.

Vertragsnaturschutz Streuobst

Der Lebensraum Streuobstwiese ist eine besondere Bereicherung der Kulturlandschaft und trägt wesentlich zur Biotopvernetzung bei. Bei einer Beweidung ist ein Verbissschutz der Bäume notwendig. Es dürfen keine Pflanzenschutzmittel und kein Mineraldünger verwendet werden. Eine Kombination mit dem Programm Vertragsnaturschutz Grünland / Kennarten ist möglich.

Neuanlage:

Die Pflanzung regionaltypischer Hochstämme aufgrund eines mit dem Fachberater abgestimmten Pflanzplanes (Mindeststammhöhe nach Pflanzung von 1,60 m, Mindestbaumabstand von 10 m, Bestandsdichte 35 – 60 Bäume / ha Pflanzung) muss im 1. Verpflichtungsjahr erfolgen. Die einmalige Förderung beträgt 50 € / Baum. An neu gepflanzten Bäumen sind Pflanz-und Erziehungsschnitte durchzuführen, die Förderung beträgt jährlich 6,50 €/Baum.

Bestehende Streuobstwiesen:

Bestehende Streuobstwiesen müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Mindestbestandsdichte von 15 Bäumen und höchstens 60 Bäume pro Hektar aufweisen, die Mindeststammhöhe darf grundsätzlich 1,60 m nicht unterschreiten. Zur Sicherung der Bestände sind angemessene Schnittmaßnahmen notwendig, die jährliche Förderung beträgt 5 € / Baum. Bei älteren Bäumen können zusätzlich Sanierungsschnitte gefördert werden, die Förderung beträgt einmalig 65 € / Baum (Mindestbetrag 100 €, Ausnahme: 50 € in Kombination mit Vertragsnaturschutz Grünland / Kennarten).

Vertragsnaturschutz Umwandlung von Ackerland in artenreiches Grünland

Die Begrünung von Ackerflächen mit einer genehmigten Saatgutmischung, Selbstbegrünung oder Heublumensaat wird mit einem Regel-Förderbetrag nach Ertragsmesszahl des Bodens zwischen 420 – 745 €/ha unterstützt.

Vertragsnaturschutz Acker

Ziel der Maßnahme ist die Förderung von Ackerwildkräutern durch eine extensive Bewirtschaftung von Ackerflächen. Hier ist eine Förderung bis max. 890 €/ha möglich.

Weitere Informationen auf der Seite des DLR Eifel: Übersicht AUM Programme

Zuständig

  • Schauster, Bettina

    Agrarumweltprogramme, Zahlungsverkehr, Unternehmensdaten

    Tel.: 06561 15-2131
    Kontaktformular
  • Wallerius, Julia

    Agrarumweltmaßnahmen, Vor-Ort-Kontrollen

    Tel.: 06561 15-2130
    Kontaktformular

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