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Erziehung

Nach dem Gesetz haben Eltern, d.h. Personensorgeberechtigte, Anspruch auf Hilfen zur Erziehung. Voraussetzung dafür ist, dass eine Erziehung zum Wohle des Kindes nicht gewährleistet ist und die Hilfe für die Entwicklung des Kindes, Jugendlichen und der Familie notwendig und geeignet ist. In den dafür zuständigen Jugendämtern können sich Eltern informieren. Wichtig ist, dass sich die Hilfe nach dem speziellen Bedarf im Einzelfall richtet. Bei den Hilfen werden ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfen unterschieden. In der Regel werden die Hilfen gewährt, die mit so wenig Eingriff wie nötig in das familiäre System verbunden sind, deren Effekt jedoch dem Bedarf gerecht werden soll. Generell sollen alle Hilfe in einem Aushandlungsprozess mit allen Beteiligten gemeinsam getragen werden.

Erziehung in der Tagesgruppe

Die Erziehung in der Tagesgruppe orientiert sich an Kindern und Jugendlichen im Schulalter (in der Regel Grundschule). Das pädagogische Konzept und Angebot bezieht sich auf den Nachmittagsbereich. Die Kinder sind also am Abend und am Wochenende in ihren Familien. Die Hilfe ist auf befristete Zeit angelegt. Die Betreuung in Tagesgruppen soll Familien entlasten und den Verbleib der Minderjährigen in der Familie ermöglichen. Zudem sollen konkrete pädagogische Inhalte vermittelt werden.

Schwerpunkt der Erziehung in der Tagesgruppe sind somit Soziales Lernen in der Gruppe und Begleitung der schulischen Förderung und Elternarbeit. Es gibt Tagesgruppenangebote in Bitburg, Speicher und Prüm, deren Einzugsbereiche jedoch auch das jeweilige Umland einbeziehen. Die Betreuungsdauer von Kindern und Jugendlichen in Tagesgruppen beträgt durchschnittlich zwei bis drei Jahre. Zu den Kosten der Tagesgruppenerziehung wird ein Kostenbeitrag erhoben.

Erziehungsbeistand

Erziehungsbeistände werden eingesetzt um gemeinsam mit Kindern oder Jugendlichen in deren gewohnten Umfeld Erziehungsprobleme zu überwinden. Sie sind Ansprechpartner in allen Alltagsfragen und bei Problemen in den Bereichen Schule, Ausbildung, Familie, Freundeskreis und Freizeitgestaltung. Erziehungsbeistände sind überwiegend SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen. Da in der Regel Konflikte mit dem Elternhaus vorliegen, fungieren sie als neutrale Ansprechpartner und Vermittler für das Kind oder den Jugendlichen und versuchen durch einen regelmäßigen Austausch mit den Familienangehörigen vorherrschende und auftretende Probleme zu lösen. Anlass für die Aufnahme einer Erziehungsbeistandschaft können sein:

  • Entwicklungsauffälligkeiten
  • Beziehungsprobleme,
  • Schul- / Ausbildungsprobleme
  • Straftaten, Suchtprobleme etc.

Die Erziehungsbeistandschaft ist eine längerfristig angelegte Hilfsmaßnahme und dauert im Durchschnitt zwischen ein und zwei Jahren an. Ein Kostenbeitrag von seiten des Jugendamtes wird nicht erhoben. Die Inanspruchnahme einer Erziehungsbeistandschaft kann auch vom Jugendgericht im Rahmen der Jugendgerichtshilfe zur Auflage gemacht werden.

Erziehungsberatung

Bei der Erziehungsberatung handelt es sich um eine kostenlose, frei zugängliche Beratungsmöglichkeit für alle individuellen und familienbezogene Probleme. Damit stehen sie sowohl Erwachsenen als auch Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Erziehungsberatung kann von freien, unabhängigen Trägern angeboten werden, gehört aber auch zu den gesetzlich verankerten Angeboten der Jugendämter.

Ziel der Beratung ist es, für die unterschiedlichen Problembereiche Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und diese später eigenständig umzusetzen. Gründe für das Aufsuchen einer Beratungsstelle können sein:

  • Erziehungsfragen der Eltern (z.B. Fragen des Erziehungsstils bzw. Unsicherheiten in Erziehungsfragen)
  • Auffälligkeiten im Sozialverhalten (z.B. aggressives Verhalten, Gehemmtheit, Isolation, Stehlen, Lügen, Geschwisterrivalität, Drogenmissbrauch)
  • Trennung oder Scheidung und Verlust (Trennung der Eltern, Scheidung der Eltern, Tod eines Elternteils oder eines nahen Angehörigen)
  • Schwierige Familiensituationen (Konflikte zwischen den Eltern, Alkoholprobleme bzw. Medikamentenmissbrauch eines Elternteils, Arbeitslosigkeit)
  • Entwicklungsverzögerungen (z.B. Verzögerungen in der motorischen Entwicklung, im Bereich der Wahrnehmung oder beim Spracherwerb)

Um eine möglichst adäquate Problemlösung zu finden, arbeiten die Fachkräfte oft in einem multidisziplinären Team zusammen. Das heißt, dass versucht wird, möglichst viele verschiedene Berufsgruppen in einem Team zu vereinigen, die ihre unterschiedlichen Sichtweisen mit einbringen. Dabei werden alle Informationen mit äußerster Diskretion behandelt.

Heimerziehung

Können Kinder oder Jugendliche nicht in ihrer Familie bleiben, sei es nur vorübergehend, so besteht die Möglichkeit einer Heimunterbringung oder sonstig betreuten Wohnform. Als Ziele formuliert das Gesetz entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder/Jugendlichen und der Problemlage

  • Primär die Rückkehr in die Familie zu unterstützen,
  • die Erziehung in einer anderen Familie vorzubereiten,
  • eine auf längere Zeit an gelegte Lebensform zu bieten,
  • auf ein selbständiges Leben vorzubereiten.

Im Rahmen eines gemeinsamen Hilfeplanes wird mit den Eltern und dem Kind eine passende Einrichtung gesucht, zudem werden die Zukunftsperspektiven ermittelt. In der Regel werden Eltern oder junge Erwachsene entsprechend ihres Einkommens zu den Kosten herangezogen.

Hilfe für Volljährige

Bei der Hilfe für junge Volljährige geht es um Hilfsmöglichkeiten für Jugendliche zwischen 18 und 21 Jahren, die zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung Unterstützung benötigen. Dabei ist der junge Volljährige selbst antragsberechtigt und muß seine Mitwirkung im Hilfeplan erklären. Bei dieser Hilfe geht es weniger um die materielle Unterstützung (Wohnung, etc.); die pädagogische/therapeutische Arbeit mit dem Jugendlichen steht dabei im Vordergrund.

Hilfeplanung

Nehmen Eltern oder Jugendliche eine Hilfe des Jugendamtes in Anspruch, verpflichten sie sich damit auch zur Beteiligung an einer Hilfeplanung. Dabei geht es darum, den Bedarf sowie die zu gewährende Art der Hilfe und die dazu notwendigen Leistungen zu überprüfen und gemeinsam mit allen Beteiligten festzulegen. Auf diese Weise soll regelmäßig geprüft werden, ob die Hilfe noch geeignet und notwendig ist. Ziele werden definiert und neu festgeschrieben, wenn nötig wird auch die Art und der Umfang der Hilfe verändert. 

Inobhutnahme

Die Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen ist die vorläufige Unterbringung eines Minderjährigen bei einer geeigneten Person, in einer Einrichtung oder in einer sonstigen betreuten Wohnform. Kinder und Jugendliche können sich mit der Bitte um eine Inobhutnahme direkt an das Jugendamt wenden. Die Inobhutnahme bedeutet dabei ein allgemeines Schutzverhältnis zwischen Jugendamt und Minderjährigen. Kommt es zu einer Inobhutnahme, so sind unverzüglich die Personensorgeberechtigten zu benachrichtigen. Sind diese damit nicht einverstanden, so ist ihnen der Minderjährige unverzüglich zu übergeben oder eine Entscheidung des Familiengerichtes herbeizuführen.

Die Aufgabe des Jugendamtes ist dabei die Krisenintervention, diese hat aber nur einen vorläufigen Charakter. Somit bedeutet die Inobhutnahme nicht die Verwahrung von Minderjährigen, sondern die Abklärung einer weiteren Perspektive. Zur Abwendung einer Gefahr kann die Inobhutnahme auch gegen den Willen des Minderjährigen erfolgen. Dem Kind steht es offen, eine Vertrauensperson zu informieren. Während der Inobhutnahme übt das Jugendamt Teile der Personensorge aus.

Sozialpädagogische Familien- und Einzelbetreuung

Die intesnsive sozialpädagogische Betreuung gehört zu der intensivsten Form der ambulanten Hilfen. Sie wird eingesetzt bei multikausalen Problemlagen. Als Hilfe zur Erziehung ist sie nicht auf ein einziges Familienmitglied gerichtet, sondern bezieht die gesamte Familie und das häusliche Umfeld mit ein. Das setzt natürlich eine hohe Mitarbeitsbereitschaft der Familie voraus, da diese Maßnahme in Form einer sozialpädagogischen Familienhelferin für mehrere Stunden in der Woche in den Haushalt kommt. Das Ziel dieser Hilfe ist es, der Familie in Krisen zu helfen und langfristig ohne diese Hilfe alleine klar zu kommen. Dabei müssen sich alle Familienmitglieder zur Mitarbeit bereit erklären.

Die Einzelbetreuung wird Jugendlichen gewährt, die intensive Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. Dabei richtet sich auch hier die Hilfe nach dem besonderen Bedarf im Einzelfall und muss zur Bewilligung notwendig und geeignet sein.

 

Zuständig

  • Baldauf, Erwin

    Allg. Sozialer Dienst, Hilfen zur Erziehung, VG Prüm (West)

    Tel.: 06561 15-3080
    Kontaktformular
  • Engelhorn, Fatima

    Jugendhilfeplanerin/Netzwerkkoordinatorin

    Tel.: 06561 15-3280
    Kontaktformular
  • Gladovic, Daniela

    Allg. Sozialer Dienst, Hilfen zur Erziehung, Stadt Bitburg (ohne Stadtteile)

    Tel.: 06561 15-3100
    Kontaktformular
  • Kranz, Karin

    Gebührenbüro

    Tel.: 06561 15-2323
    Kontaktformular
  • Puhl, Jessica

    Allg. Sozialer Dienst, Hilfen zur Erziehung, Teile VG Speicher

    Tel.: 06561 15-3300
    Kontaktformular
  • Ringeling, Nina

    Allg. Sozialer Dienst, Hilfen zur Erziehung, VG Bitburg-Land (Mitte) und VG Prüm (Süd), Stadtteile Bitburg

    Tel.: 06561 15-3290
    Kontaktformular
  • Schneider, Kathrin

    Allg. Sozialer Dienst, Hilfen zur Erziehung, VG Neuerburg

    Tel.: 06561 15-3101
    Kontaktformular
  • Urmes, Stefan

    Fachbereichsleiter Soziale Dienste, Sorgerechts- und Umgangsregelungen

    Tel.: 06561 15-3040
    Kontaktformular

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